ARD Plus

Die ARD Plus GmbH ist die jüngste Tochter der WDR mediagroup, der Holding in der alle kommerziellen Aktivitäten des WDR gebündelt sind.[1] Sie betreibt neben dem eigenständigen Angebot ARD Plus (im Web, als App und auf dem Smart TV) die Weiterentwicklung des Video-on-Demand-Angebots in Form von eigenständigen SVoD-Channels. ARD Plus ist ein kostenpflichtiges Zusatzangebot der ARD, mit Inhalten, die aus lizenzrechtlichen Gründen in der ARD Mediathek nicht mehr angeboten werden dürfen. Seit der Gründung im Jahr 2020 sind Michael Loeb und Ingo Vandré Geschäftsführer.[2]

ARD Plus GmbH
Logo
Rechtsform GmbH
Gründung 2020
Sitz Köln
Leitung Michael Loeb, Ingo Vandré
Branche Medien
Website www.ardplus.de

Inhalte und Abgrenzung

Die Inhalte von ARD Plus setzen sich aus beliebten TV-Filmen, Serien, Shows, Dokumentationen und Kinderprogrammen der ARD zusammen. Außerdem beinhaltet das Angebot das größte Tatort Archiv mit fast 600 Folgen von Deutschlands stärkstem und beliebtestem Fernsehkrimi. Zudem gehören Kultklassiker wie „Schimanski“ und „Ein Herz und eine Seele“, Comedy-Formate und Top-Serien wie „Der Tatortreiniger“, „Mord mit Aussicht“ und „Großstadtrevier“ zum Angebot. In der Rubrik „Kids“ findet man pädagogisch wertvolle Inhalte wie „die Maus“, „Käpt‘n Blaubär“ oder „Shaun das Schaf“. ARD Plus ist ein kommerzielles und frei wählbares Zusatzangebot, für das keine Mittel aus dem Rundfunkbeitrag zur Verfügung gestellt werden. Analog zu dem Verkauf von DVDs oder von Inhalten an externe VoD-Plattformen müssen Kosten gedeckt und Rechte erworben werden.[3] Aufgrund des Medienstaatsvertrags dürfen die meisten Inhalte der ARD Mediathek nur innerhalb einer bestimmten genreabhängigen Verweildauer angeboten werden. Ebenfalls relevant ist die sendungsspezifische Rechtelage, wenn es um die Laufzeit eines Titels in der Mediathek geht. Dazu zählen unter anderem die Bild-, Musik- und Lizenzrechte. Häufig werden diese nur für einen begrenzten Zeitraum erworben und können anschließend nicht mehr kostenfrei ausgestrahlt werden. Grundsätzlich darf mit dem Rundfunkbeitrag ausschließlich der öffentlich-rechtliche Auftrag finanziert werden. Darüberhinausgehende Angebote dürfen laut Medienstaatsvertrag zum Schutz des Wettbewerbs nicht durch den Rundfunkbeitrag getragen werden, sondern müssen marktkonform auf dem freien Markt refinanziert werden.[4]

Entstehung

Bereits deutlich früher (2012) planten kommerzielle Töchter von ARD und das ZDF gemeinsam mit deutschen Fernsehproduktionsgesellschaften eine gemeinsame Video-on-Demand-Plattform mit dem Arbeitstitel „Germany’s Gold“. Das Ziel war ein Angebot, das die Highlights der deutschen Film- und Fernsehproduktion der vergangenen Jahrzehnte zusammenfasst. Das Vorhaben scheiterte an kartellrechtlichen Hürden. Einen neuen Ansatz starteten Verwertungstöchter der ARD im Jahr 2018 in Kooperation mit der Deutschen Telekom. Mit der Umstellung auf MagentaTV wurde ARD Plus fester Bestandteil der Megathek und ist für alle MagentaTV Kunden kostenfrei zugänglich.[5] Weitere Kooperationen folgten mit Amazon Prime Video Channels im Jahr 2020, sowie AppleTV Anfang 2021. Mittlerweile ist ARD Plus als Channel von Amazon Prime, Apple TV+ und für alle Kunden von MagentaTV verfügbar. Außerdem sind ARD Plus Inhalte im Deutsche Bahn Bordkino enthalten und Teil des blue Play Abos von Swisscom. Seit Ende 2022 ist das Angebot auch als eigenständige Plattform auf dem Markt uns als vollumfängliches Streamingangebot als Webversion und über mobile Endgeräte und TV Plattformen erhältlich.[6]

Einzelnachweise

  1. Unternehmen - Porträt. Abgerufen am 19. Januar 2023.
  2. Unternehmen - Töchter - ARD Plus GmbH. Abgerufen am 19. Januar 2023.
  3. Hilfe | ARD Plus. Abgerufen am 19. Januar 2023.
  4. tagesschau.de: Neues Streamingangebot: Warum ist ARD Plus nicht kostenlos? Abgerufen am 19. Januar 2023.
  5. Inhalte ARD Plus und ZDF select | Telekom Hilfe. Abgerufen am 19. Januar 2023.
  6. ARD Plus - Wiedersehen macht Freude. Abgerufen am 19. Januar 2023.
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