Augustin Fries

Augustin Fries, eigentlich Augustin Mellis (* vermutlich um 1500, † nach 1562), war ein Drucker und Verleger, der unter anderem in Zürich, Strassburg und Ljubljana tätig war.

Leben und Werk

Bis zu seiner Ankunft in Zürich ist über Augustin Mellis weng bekannt. Wegen seiner Herkunft aus Westfriesland firmierte er seine Drucke als Augustin Fries.

Unter anderem druckte er in Zürich drei Schriften für den englischen Theologen John Hooper. Umgeben von geschichtsinteressierten Gelehrten und Sammlern wie Werner Steiner, Johannes Stumpf und Heinrich Bullinger, veröffentlichte Fries auch mehrere Spiele von Jakob Ruf sowie eine Reihe von altbekannten und neuen Liedern zur eidgenössischen Geschichte, die er an den Geschmack des nunmehr reformierten Publikums in Zürich anpasste und mit Tonangaben versah. Konsequent fortgesetzt wurde diese Sammlung eidgenössischer Schlachtlieder durch Hans Rudolf Wyssenbach.

Ab 1551 war Fries in Strassburg tätig, 1552 erfolgte in Zürich die Scheidung von seiner Gattin Elisabeth Zimmermann, die des Ehebruchs mit einem Druckergesellen geständig war. 1561 reiste Fries nach Ljubljana, wo sich seine Spuren nach 1562 verlieren.

Literatur

  • Paul Leemann-van Elck, Der Zürcher Drucker Augustin Mellis, genannt Fries, in: Der Schweizer Sammler und Familienforscher 10 (1936), S. 5–9, S. 29–33, S. 56–60.
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