Benjamin Foerster-Baldenius
Benjamin Foerster-Baldenius (* 8. April 1968 in Stuttgart) ist ein deutscher darstellender Architekt aus Berlin.

Werdegang
Foerster-Baldenius wuchs in Hamburg auf, studierte in Berlin und Kopenhagen Architektur, gründete 1997 das Institut für angewandte Baukunst in Berlin und ist seit 1999 Mitglied der Architektenfamilie raumlaborberlin, die mit Beiträgen auf der 9., 10., 11., 12., 13. und 17. Architekturbiennale in Venedig vertreten waren.[1] Bei letzterer bekam raumlaborberlin den goldenen Löwen überreicht.
Er lebt und arbeitet seit 1989 in Berlin und ist Vater von zwei Kindern.
Lehre
- seit 2022 Professor für Cohabitation an der Staedelschule Frankfurt
- seit 2018 Co-Rektor der Floating University Berlin
- seit 2016 Dozent für interventions in public space an der Royal Academy, The Hague
- 2014/15 Professor für transdisziplinäres Design an der Folkwang Hochschule der Künste, Essen
- 2010/11 Professor für Architektur an der Akademie für Kunst, Architektur und Design Prag (VSUP)
- 2011/12 Gastdozent an der Kunsthochschule Weißensee, Masterstudiengang Raumstrategien
Er integrierte viele Lehrformate im Rahmen seiner Projekte.
Raumlaborberlin
raumlaborberlin ist ein Netzwerk-Kollektiv aus neun Berliner Architekten, das seit 1999 besteht. Projektbezogene Teams werden abhängig von der Aufgabe mit externen Partnern und Spezialisten ergänzt. Das Kollektiv arbeitet genreübergreifend und transdisziplinär in den Bereichen Architektur, Städtebau, Kunst und Performance. Inhaltliche Schwerpunkte von raumlaborberlin sind städtische Transformationen sowie das Verhältnis von öffentlichem und privatem Raum. Künstlerische und architektonische Interventionen dienen als Werkzeuge der Kommunikation und Prozessgestaltung an der Schnittstelle von Kultur und Planung.
Projekte in Auftrag / in Kooperation mit
Theater
- Münchner Kammerspiele
- Ruhrtriennale 2018–20
- Theater Freiburg
- Ringlokschuppen, Mülheim/Ruhr
- Schauspiel Köln
- Nationaltheater Mannheim
- Thalia Theater, Halle/Saale
- Mousonturm, Frankfurt
- Badisches Staatstheater, Karlsruhe
- Sophiensaele, Berlin
- HAU, Berlin
- Kampnagelfabrik, Hamburg
- Comedie de Caen
- uvam.
Kulturinstitutionen
- Deutsches Hygiene-Museum, Dresden
- Akademie der Künste, Berlin
- Haus der Kulturen der Welt, Berlin
- Kunstraum Kreuzberg, Berlin
- ZKM, Karlsruhe
- Kunsthaus Bregenz
- Fondation Suisse/Paris
- Kunstvereine in Wolfsburg, Freiburg, Heidelberg
- Liverpool Biennial 09
- Shanghai Biennale 12
- Architekturbiennale Venedig (2004, 2006, 2008, 2010, 2012, 2021)
- Goethe-Institut Moskau, New York, Paris, Buenos Aires, Peking, Tokyo,
Architekturzentren
- Pavillon de l´Arsenal Paris
- Deutsches Architektur Zentrum, Berlin
- Architekturforum Oberösterreich, Linz
- Bauhaus Dessau
- Storefront for Art and Architecture, New York
- Aedes Galerie, Berlin
Festivals
- Steirischer Herbst 06/08/09, Graz
- 100° Berlin
- Club Transmediale, Berlin
- Wunder der Prärie, Mannheim
- Theater der Welt, Halle Saale, Mannheim, Düsseldorf
- XWohnungen
- Kulturhauptstadt Europas 1996, 2003, 2013
- uvam.
Politisches Engagement
Er ist seit 2011 Bundesschatzmeister der alternativen Bergpartei, die „ÜberPartei“,[2] welche sich unter anderem für die Besetzung und Zwischennutzung leerstehender Gebäude einsetzt, sowie die "Rückeroberung des öffentlichen Raumes".[3]
Auszeichnungen
Er war gemeinsam mit Manuel Castells Gewinner des Erich-Schelling-Architekturpreises 2004, obwohl er nach eigenen Angaben noch kein einziges Haus gebaut hat.
Weblinks
Einzelnachweise
- bkult Kurzbiografie
- Satzung der Bergpartei, die „ÜberPartei“ in der Sammlung des Bundeswahlleiters (Memento vom 29. Januar 2013 im Internet Archive) (PDF; 419 kB)
- derpastorleumund: der sinn und zweck der bergpartei. Abgerufen am 29. Januar 2019.