Harpen (Bochum)

Harpen (eigentlich „Kirchharpen“ zur Unterscheidung von Kornharpen) ist ein Stadtteil im Nordosten von Bochum in Nordrhein-Westfalen. Der statistische Bezirk 38 Harpen/Rosenberg hat rund 8500 Einwohner.[3]

Geschichte

Harpen existierte als dörfliche Gemeinschaft vor dem Jahre 1000. Die St.-Vinzentius-Kirche mit Elementen, die um das Jahr 1000 datiert werden, beweist dies.

Harpener Bauern waren in eine Episode der Großen Dortmunder Fehde (1388/89) verwickelt, die zur Tradition des jährlichen Maischützenfestes unter der Federführung der Bochumer Maiabendgesellschaft führte.

In und um den agrarischen Kern entstanden um 1850 ein halbes Dutzend Bergwerke (Zeche Prinz von Preußen, Zeche Heinrich Gustav, Zeche Amalia und andere) unter Federführung der Harpener Bergbau AG, die später zu den größten Zechenkonzernen an der Ruhr gehörte.

Harpen wurde am 1. April 1926 durch das Gesetz über die Neuregelung der kommunalen Grenzen im rheinisch-westfälischen Industriebezirke nach Gerthe eingemeindet.[4] Ab 1965 wurde im nördlichen Teil Harpens über eine Periode von zehn Jahren die Siedlung Auf dem Rosenberg gebaut, um die Wohnungsnot in Bochum zu lindern. Die Siedlung besteht aus circa 1300 Wohnungen mit über 4000 Einwohnern.

Freizeit und Kultur

In Harpen gibt es zwei Fußballvereine, den TuS Harpen und den Blau Weiß Grümerbaum, der zunächst in Hiltrop gegründet wurde und nachher nach Harpen umsiedelte.

Es gibt zwei Kirchengemeinden, die katholische Heilig-Geist-Gemeinde mit der Heilig-Geist-Kirche und die Evangelische Kirchengemeinde Harpen mit der über 1000 Jahre alten St.-Vinzentius-Kirche.

Im Grenzgebiet zwischen Harpen und den Bochumer Stadtteilen Werne und Kornharpen befindet sich der Ruhr-Park, eines der größten deutschen Einkaufszentren.

Bevölkerung

Am 31. Dezember 2021 lebten 8.508 Einwohner in Harpen.

Strukturdaten der Bevölkerung in Harpen:

  • Minderjährigenquote: 13,7 % [Bochumer Durchschnitt: 14,9 % (2021)]
  • Altenquote (60 Jahre und älter): 36,6 % [Bochumer Durchschnitt: 28,9 % (2021)]
  • Ausländeranteil: 10,5 % [Bochumer Durchschnitt: 15,2 % (2021)]
  • Arbeitslosenquote: 6,3 % [Bochumer Durchschnitt: 8,9 % (2017)]

Einzelnachweise

  1. Statistisches Jahrbuch der Stadt Bochum 2017 (Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 26. Februar 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/ww2.bochum.de)
  2. Die Einwohnerzahlen sind nach statistischen Bezirken und nicht nach den Gemarkungen angegeben, die Zahlen hierfür sind im Artikel Einwohnerentwicklung von Bochum
  3. BOStatIS. Abgerufen am 18. Oktober 2022.
  4. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 241.
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