Collateralized Loan Obligation

Eine Collateralized Loan Obligation (CLO) ist ein verzinstes Wertpapier. Es handelt sich hierbei um Verbriefungen, die durch besicherte Kredite gedeckt sind; diese werden in der Regel von einer Zweckgesellschaft (Special Purpose Vehicle, SPV) verwaltet.

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Geschichte

Die ersten Collateralized Loan Obligation (CLO) wurden in den USA im Jahre 1992 emittiert.

Funktionsweise

Kreditmanager (in der Regel Banken) stellen aus Krediten CLOs zusammen. Diese beinhalten etwa zwischen 100 und 200 Kredite, typischerweise Unternehmenskredite aus unterschiedlichen Branchen. Ein Kreditinstitut verantwortet als Treuhänder (Trustee) die Abwicklung der Unternehmenskredite (Besicherung, Zahlungsströme, Dokumentation) und erstellt hierüber einen umfangreichen, monatlichen Report, der den Anlegern zugeht. Die zusammengestellten Kreditportfolios werden in unterschiedliche Klassen (A bis Nachrang (engl. equity)) aufgeteilt und von mindestens einer Ratingagentur bewertet. Diese jeweiligen Anteilklassen werden meist als börsennotierte Wertpapiere emittiert. Die Verzinsung, die ein Festzinssatz oder variabel sein kann, richtet sich dabei nach der Risikoeinschätzung.

Manche Pensionskassen kaufen CLOs (bzw. Anteile von Fonds, die CLOs halten), um die Ansprüche der späteren Rentner absichern. Allerdings dürfen die Pensionskassen diese Anlagen nur im Sicherungsvermögen behalten, solange ein sicheres Rating vorliegt.[1] Im Fall einer Rating-Herabstufung in großem Stil müssten viele Besitzer ihre CLOs verkaufen, dürften aber kaum Käufer finden. Dadurch könnte es zu drastischen Wertverlusten kommen.[2]

Grundsätzlich liegen dieselben Risiken vor, welche im Rahmen der Hypothekenkrise in den Vereinigten Staaten von Amerika im Bereich der CDOs zu hohen Verlusten geführt haben.

Die Gefahren, die von Anlagen wie CLOs ausgehen, werden dadurch verstärkt, dass sich trotz der gestiegenen Bedeutung nur wenige Experten mit solchen Märkten auskennen.[2]

Einzelnachweise

  1. Cornelius Welp: CLOs: Wie Pensionskassen ins Risiko gelockt werden. In: www.wiwo.de. 22. März 2020, abgerufen am 24. Oktober 2020.
  2. Saskia Littmann, Heike Schwerdtfeger, Cornelius Welp und Lukas Zdrzalek: Finanzkrise 2022? „Es wird zu Unfällen auf den Finanzmärkten kommen“. In: www.wiwo.de. 24. Oktober 2022, abgerufen am 24. Oktober 2022.
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