Direktschnitt

Beim Direktschnitt, engl. Direct to disc recording, werden die Tonsignale direkt vom Mikrofon von einer Schneidemaschine auf Lack- oder Kupferfolie geschnitten. Es entfällt das sonst übliche analoge oder digitale "Masterband". Die Folie dient gleichzeitig als Aufnahmemedium wie Formvorlage für die spätere Vervielfältigung auf Tonträger (Vinyl-LP/ Single).

Lackfolien-Schneidanlage Neumann VMS 80

Vorteile sind der kurze Signalweg und die damit wegfallenden zusätzlichen Fehlerquellen.

Ein Nachteil des Verfahrens ist, dass nicht in die Tonaufnahme eingegriffen werden kann. Während der Aufnahme auftretende technische oder musikalische Fehler sowie mangelnde Aussteuerung können später nicht mehr korrigiert werden.

Bekannte Beispiele für Direktschnitt-LPs sind die Serien von Charly Antolini, Knock out und Crash, Thelma Houstons Album I've Got the Music in Me oder auch Neil Larsens Produktion Orbit.

This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. Additional terms may apply for the media files.