Dominikanermarkt Danzig

Der Dominikanermarkt (polnisch Jarmark św. Dominika) in Danzig gilt als eine der größten Freiluftveranstaltungen in Europa.

Geschichte

Der Markt wurde 1260 von Papst Alexander IV. gegründet und fand bis 1939 jährlich in den Straßen von Danzig statt. Der Markt fand im August statt und stand in Zusammenhang mit dem vom Dominikanerkloster am 5. August, dem Tag des Heiligen Dominikus, gewährten Ablass. Der Markt fand auf dem im Mittelalter Dominiksplan genannten Kohlenmarkt statt.[1]

Infolge der ethnischen Umwälzung der Stadt 1945–46 geriet die Tradition in Vergessenheit,[2] wurde jedoch 1972 wiederbelebt.[3] Bemerkenswert sind die vielen deutschen Postkarten, Bücher, und Erinnerungsstücke, die feilgeboten werden. Diese stammen aus dem Eigentum der vormaligen deutschen Bewohner der Stadt, die vertrieben wurden und kaum etwas mitnehmen durften.[4]

Webseite

Einzelnachweise

  1. Theodor Hirsch: Danzigs Handels- und Gewerbegeschichte unter der Herrschaft des deutschen Ordens: gekrönte Preisschrift. Hirzel, 1858, S. 211212.
  2. Sabine Schmidt: Danzig - Gdańsk 1944: Gespräche nach 50 Jahren. Marpress, 1994, S. 86.
  3. Maria Szypowska, Andrzej Szypowski: Gdańsk. Sport i Turystyka, 1978, S. 155 (polnisch).
  4. Kulturpolitische Korrespondenz. Nr. 728-746. Ostdeutscher Kulturrat, 1989.
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