Elias Dittrich

Elias Dittrich, eigentlich Elias Dietrich (lateinisiert: Theodorus; * 9. November 1609 in Warthau bei Bunzlau; † 16. März 1678 in Görlitz), hieß der Görlitzer Bürgermeister in den Jahren 1665, 1669, 1673 und 1676. Zudem hatte Dittrich einige Ämter der Stadtverwaltung inne. Er war ein Urenkel des Königshainer Pfarrers Balthasar Dietrich.

Leben

Elias Dittrich wurde am 9. November 1609 in Warthau bei Bunzlau im heutigen Polen geboren. Sein Vater hieß auch Elias († 1642) und war Pastor Primarius im Herkunftsdorf seines Sohnes. Dessen erste Ehefrau Dorothea Wanne war zugleich Elias (des jüngeren) Mutter. Elias war der dritte seines Vornamens in seiner Familie (nach seinem Urgroßvater Balthasar), denn auch sein Großvater war Pastor Primarius und hieß Elias († 1600).

Elias ging von 1621 bis 1628 auf das Görlitzer Gymnasium und studierte dann Jura in Frankfurt und in Königsberg. Am 10. Oktober 1643 erwarb er das Görlitzer Bürgerrecht und kaufte sich am gleichen Tag den Brauhof Petersgasse (Peterstraße) 15. Er heiratete wenig später am 2. November in erster Ehe Martha (geb. Glich von Milziz). Er kam gleich im darauffolgenden Jahr in den Rat und wurde für die Verwaltung der Waage ausgewählt, was er bis vier Jahre vor seinem Lebensende tun würde. 1645 bis 1666 wurde ihm die Verwaltung von St. Jakob und von St. Anna anvertraut. 1646 wurde er Schöppe, 1658 bis 1661 für den Marstall verantwortlich, 1660 für das Hospital zum heiligen Geist, 1662 bis 1677 zuständig für die Kammer. Am 26. November 1663 heiratete er seine zweite Ehefrau Helene (geb. Schreier/Schröer, verw. Hellwig) 1664 bis 1667 für die Schule und 1664 bis 1674 für die Salzkammer. 1665 wurde Bürgermeister, 1669 ein zweites Mal. 1670, 1671, 1674 und 1677 hatte er wieder das Hospital zu verwalten, 1671 bis 1677 kamen die Mühlen hinzu, 1676 auch der Getreideboden. 1673 war er nochmals Bürgermeister gewesen. Zwischen 1675 und 1677 war er Waisenherr. Zwar war er 1676 zum Bürgermeister gewählt, in Wirklichkeit wegen Krankheit über „das ganze Jahr“ aber vom Bürgermeister des Vorjahres, Gottfried Neumann, vertreten. Dittrich verkaufte am 12. Oktober 1677 den Brauhof Petersgasse 15 seiner Frau und starb im Frühjahr des darauffolgenden Jahres.

Literatur

  • Elias Dittrich (Theodorus) in: Max Gondolatsch: Der Personenkreis um das Görlitzer Convivum und Collegium Musicum im 16. und 17. Jahrhundert in: Richard Jecht: Neues Lausitzisches Magazin, Band 112. Görlitz 1936. S. 147–148. (Online)
  • Johann Christophorus Wirthgen: Die gesamte der ungeänderten Augsb. Confeßion zugethane Priesterschaft in dem Marggrafthum Oberlausitz. Lauban und Leipzig 1776. S. 167. (Stammtafel)
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