Emil Bobek

Emil Bobek (* 6. Januar 1883 in Dörfel (Bez. Reichenberg); † 3. Dezember 1945 in Reichenberg) war ein tschechoslowakischer Abgeordneter der deutschen Minderheit.

Leben

Bobek war gelernter Kaufmann und Hilfslehrer, er besaß zwanzig Jahre lang eine private Handelsschule in Reichenberg. Ab 1902 war er in der Parteileitung der Christlichsozialen Partei, 1907 gründete er mit anderen die Zeitung Deutsche Rundschau.

1918/19 saß Bobek als Abgeordneter im Deutschböhmischen Landtag; er zählte nach dem Ersten Weltkrieg zu den Gründungsmitgliedern der Deutschen Christlich-Sozialen Volkspartei und war Mitglied der Parteileitung. Von 1920 bis 1935 war Bobek Mitglied des tschechoslowakischen Abgeordnetenhauses. Außerdem saß er im Stadtrat von Reichenberg. 1939 – rückdatiert auf den 1. Dezember 1938 – wurde Bobek Mitglied der NSDAP. Während des Zweiten Weltkrieges arbeitete er als Buchhalter der Landesbank und Girozentrale in Reichenberg.

Literatur

  • Mads Ole Balling: Von Reval bis Buka, statistisch-biographisches Handbuch der Parlamentarier der deutschen Minderheiten in Ostmittel- und Südosteuropa 1919–1945, Bd. 1. Dokumentation Verlag, Kopenhagen 1991, ISBN 87-983829-4-2, S. 297.
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