Ernst von Schleinitz

Ernst von Schleinitz, ab 1532 Ernst Freiherr von Schleinitz (* 1482; † 6. Feber 1548 in Rumburg), war Dompropst zu Prag und Meißen und Administrator des Erzbistums Prag, Herr zu Tollenstein und Schluckenau in Nordböhmen. Bekannt ist er als ein konsequenter Gegner der Reformation.

Leben und Wirken

Ernst von Schleinitz entstammte dem Adelsgeschlecht von Schleinitz, war der Sohn von Heinrich von Schleinitz und wurde Besitzer mehrerer Güter. Spätestens ab 1514 war er Dompropst in Meißen und ab 1525 war er Administrator des Erzbistums Prag.[1] Daneben war er Dompropst in Meißen. Im Beisein des Herzogs Georg von Sachsen hielt er eine heftige Disputation mit Martin Luther.

Am 1. Mai 1532 bestätigte der Kaiser Ernst von Schleinitz und dessen Bruder Georg von Schleinitz sowie deren Vettern Johann, Simon und Juda von Schleinitz den ihren Vorfahren verliehenen Freiherrnstand „Schleinitz Freiherr zu Tollenstein und Schluckenau“ und verlieh ihnen die Rotwachsfreiheit.[2]

Er starb in Rumburg und wurde in der Pfarrkirche von Schluckenau beigesetzt. Lange Zeit existierte noch sein prachtvolles Epitaph.

Literatur

  • Georg Emil Gustav Freiherr von Schleinitz: Geschichte des Schleinitzschen Geschlechts, von einem Mitgliede des Geschlechts, 1897.
  • „Ernst von Schleinitz“ (GSN: 083-03487-001), in: Germania Sacra (Digitalisat) (Abgerufen am 5. Jänner 2023).

Einzelnachweise

  1. Christoph Volkmar: Reform statt Reformation. Die Kirchenpolitik Herzog Georgs von Sachsen 1488–1525. Tübingen 2008, S. 454.
  2. Akte im Staatsarchiv Wien
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