Flatowturm

Der Flatowturm ist ein zwischen 1853 und 1856 errichteter Wohnturm in Park Babelsberg. Das Gebäude trat an die Stelle einer Windmühle, die wenige Jahre zuvor einem Brand zum Opfer gefallen war. Der Turm wurde von Heinrich Strack in Anlehnung an das Eschenheimer Tor in Frankfurt am Main entworfen.[1]

Der Flatowturm im August 2019

Beschreibung

Das Gebäude setzt sich aus einem runden Aussichtsturm und einem Burghaus zusammen. Die Anlage ist von einem trockengelegten Wassergraben umgeben. Der Weg in den Turm führte ursprünglich über eine Zugbrücke. Vier Erkertürme flankieren die Turmspitze. Darunter befindet sich ein Aussichtsweg, der einem mittelalterlichen Wehrgang nachempfunden ist.[2] In seiner Höhe misst der Turm 46 Meter.[3] Von dem Balkonzimmer aus gesehen bilden das Belvedere auf dem Pfingstberg und das Marmorpalais eine Linie mit der Wetterfahne des Flatowturms. Katrin Schröder vermutet daher eine bewusste dynastische Platzierung des Gebäudes. Der Bauherr, Prinz Wilhelm, habe sich in eine Kontinuität zu seinen Vorgängern stellen wollen: Das Marmorpalais erinnere an Friedrich Wilhelm II., den Großvater, und das Belvedere an Friedrich Wilhelm IV., den älteren Bruder.[4] Wilhelm und Augusta ließen in den Turm Gäste unterbringen und ihre Kunstsammlung aufbewahren. Dazu zählten unter anderem historische Leuchter, Schränke und Gläser.[5]

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Einzelnachweise

  1. Katrin Schröder: Park Babelsberg. Deutscher Kunstverlag, 2017, ISBN 978-3-422-04043-4, S. 31.
  2. Katrin Schröder: Park Babelsberg. Deutscher Kunstverlag, 2017, ISBN 978-3-422-04043-4, S. 31–32.
  3. Anne Knappe: Arbeiten, wo andere Urlaub machen. Schöne Aussichten vom Flatowturm in Babelsberg. Märkische Allgemeine vom 6. August 2018, maz-online.de, abgerufen am 27. November 2022.
  4. Katrin Schröder: Park Babelsberg. Deutscher Kunstverlag, 2017, ISBN 978-3-422-04043-4, S. 33.
  5. Georg Poensgen: Schloss Babelsberg. Deutscher Kunstverlag, Berlin 1929, S. 62–63.

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