Fritz Nonnenbruch
Fritz Nonnenbruch (* 26. März 1895 in Bordeaux; † April 1945)[1] war ein nationalsozialistischer Journalist und Propagandist. Sein Fachgebiet war die Wirtschaft.
Leben
Nonnenbruch wurde 1895 in Bordeaux geboren. Er war leitender Wirtschaftsredakteur des Völkischer Beobachters. Er schrieb Bücher und Broschüren im Auftrag der NSDAP, aber auch privat. Sein Denkstil wurde in akademischen Kreisen als journalistisch bezeichnet, an den keine wissenschaftlichen Maßstäbe angelegt werden könnten. In dieser Weise wurde 1941 eine NSDAP-gestützte Bewerbung Nonnenbruchs für eine Berufung an die Reichsuniversität Straßburg abgelehnt.[2]
Publizistische Aussagen
Nonnenbruchs Hauptwerk ist Die dynamische Wirtschaft von 1936, unverändert aufgelegt bis 1944. Darin stellt er Forderungen an die Unternehmer: das Recht auf Arbeit und die Abkehr von rücksichtsloser Profitmaximierung.[3] In seinem Buch Politik, Technik und Geist von 1939 setzte Nonnenbruch eine Klammer zwischen Technik und biologistischer Ideologie, indem er die großen historischen Entwicklungslinien der Technik aufgespürt zu haben glaubte, Technik als Ausdruck von „rassebedingter Genialität“ verstand und zugleich ein „völkisches Schöpfertum“ propagierte.[4] In seinen Europa-Büchern von 1925 und 1939 spricht Nonnenbruch sich für eine kontinentaleuropäische, besonders südosteuropäische Wirtschaftsgemeinschaft aus.
Werke
- Das vereinigte Europa. 1925.
- Die dynamische Wirtschaft. München, Zentralverlag der NSDAP, Mehrere Aufl. 1936–1944.
- Politik, Technik und Geist Das Dritte Reich und der Kapitalismus. München, 1939.
- Neuordnung in Europa. Gedanken eines Wirtschaftlers. Berlin : Alisch, 1939.
Weblinks
- Literatur von und über Fritz Nonnenbruch im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek.
Einzelnachweise
- World Biographic Index System.
- Herwig Schäfer: Juristische Lehre und Forschung an der Reichsuniversität Straßburg 1941–1944. Tübingen 1999, ISBN 3-16-147097-4, S. 109 f.
- S. 155–182.
- Katja Schwiglewski: Erzählte Technik. Die literarische Selbstdarstellung des Ingenieurs seit dem 19. Jahrhundert. Köln/ Weimar/ Wien/ Böhlau 1995, ISBN 3-412-10494-9, S. 189.