Gerhard von Kamptz
Kurt Gerhard von Kamptz (* 27. Dezember 1902 auf Gut Koppaschütz (Kreis Schroda/Schlesien); † 16. Mai 1998 in Kiel) war ein deutscher Marineoffizier der Reichs- und Kriegsmarine. Bei Kriegsende hatte er den Rang eines Kapitäns zur See inne.

Von Kamptz fand nach seiner Offiziersausbildung zunächst in verschiedenen Stellungen Verwendung. Ab 1932 war er Kommandant eines Räumbootes sowie zweier Minensuchboote. Im Zweiten Weltkrieg führte von Kamptz bis 1943 die 2. und 8-Räumbootsflottille in der Nord- und Ostsee sowie im Atlantik. Anschließend übernahm er das Kommando der 4. Geleit-Flotte im Mittelmeerraum. Nach einer gegen ihn verhängten Disziplinarstrafe wurde von Kamptz seines Kommandos enthoben und fand ab 1944 als Leiter der Minen-Sperrschule in Sønderborg weitere Verwendung. Anschließend fungierte er als Abteilungsleiter im Nationalsozialistischen Führungsstab der Marine. Spätestens von diesem Zeitpunkt an, galt von Kamptz als überzeugter Nationalsozialist.
Bekanntheit erlangte von Kamptz als letzter Kommandant der von der Wehrmacht besetzten dänischen Insel Bornholm und seiner Weigerung diese der Roten Armee zu übergeben. Daraufhin bombardierte die russische Luftwaffe im Mai 1945 die Hafenstädte Nexø und Rønne, wobei diese größtenteils zerstört wurden. Zehn Menschen starben. Infolgedessen besitzt seine Person auf der Insel unrühmliche Popularität. Sowohl das örtliche Stadtmuseum in Rönne als auch das dortige Verteidigungsmuseum widmen sich der Rolle von Kamptz in einer Dauerausstellung.
Mit Kriegsende geriet von Kamptz in russische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Rückkehr ließ er sich als Pensionär in Kiel nieder. Durch nationalsozialistische Äußerungen und Umtriebe in rechtsextremen Kreisen geriet er rasch in gesellschaftliches Abseits. Ab den 1980er Jahren gewann seine Person als Zeitzeuge an Bedeutung. 1998 starb er im Alter von 95 Jahren.
Herkunft und Familiäres
Kurt Gerhard von Kamptz wurde am 27. Dezember 1902 als mittlerer dreier Söhne des seit 1901 verheirateten Ehepaares Paul Wilhelm August von Kamptz (1865–1917) und seiner Gattin Hedwig Josephine Emilie (1881–1959) geborene Schmekel auf dem elterlichen Gut Koppaschütz (Provinz Posen) geboren.[1][2]
Von Kamptz war seit dem 24. Oktober 1933 mit Ruth von Richthofen, Tochter des Prätorius von Richthofen verheiratet. Aus der gemeinsamen Ehe gingen drei Kinder hervor.[3] Die Ehe wurde im März 1944 geschieden.[4] Von Kamptz heiratete nach Kriegsende erneut.[5]
Kindheit und Jugend
Nach dem Verkauf des landwirtschaftlichen Gutes zog die Familie 1905 nach Berlin und von dort 1909 weiter in die ostsächsische Stadt Görlitz, wo von Kamptz die Grundschule und das Augustum Gymnasium besuchte. Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde sein Vater als Reserveoffizier einberufen; er starb 1917. Im gleichen Jahr wurde der mittlerweile fünfzehnjährige von Kamptz in das Königlich-Preußische Kadettenkorps im niederschlesischen Wahlstatt aufgenommen.[6] In der Folge führte ihn seine weitere schulische Laufbahn an die Hauptkadettenanstalt in Groß-Lichterfelde bei Berlin,[7] welche infolge der Niederlage des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg und gemäß den Bestimmungen des Versailler Friedensvertrags von 1919 – wie alle anderen militärischen Kadettenanstalten – in eine staatliche Bildungsanstalt, d. h. dem Bildungsministerium unterstehende Institution umgewandelt werden musste. Hieraufhin kehrte von Kamptz an seine frühere Lehranstalt nach Wahlstatt zurück. Den obgleich diese gleichfalls zivile Züge aufwies, so hatte diese doch ihre militärischen Gepflogenheiten weitestgehend bewahren können. Im Frühjahr 1923 bestand von Kamptz die Reifeprüfung und bewarb sich als Offizierswärter bei der Reichsmarine, die ihn nach entsprechender Musterung im April des gleichen Jahres anstellte.[8]
Militärlaufbahn
Offiziersausbildung
Als Angehöriger der Crew 23 erfolgte zunächst eine sechsmonatige infanteristische Ausbildung, die von Kamptz bei der Marinestation Ostsee auf der Insel Dänholm absolvierte. Seine seemännischen Fähigkeiten erlernte er anschließend an Bord der Hannover, dem Segelschulschiff Niobe und dem Kreuzer Berlin. Dem praktischen Einsatz folgte ab April 1925 der zwölfmonatige dauernde akademische Teil der Ausbildung an der Marineschule Mürwik, dem sich spezifische Waffenkurse anschlossen. Sein letztes Praktikum verbrachte er ab Januar 1927 für acht Monate auf dem Linienschiff Elsass. Die Offiziersprüfung bestand von Kamptz hingegen nur als Dreißigster von insgesamt Fünfunddreißig Kommilitonen seines Jahrgangs, womit er sich nicht für eine höhere Verwendung empfahl.[9]
Anfängliche Verwendungen
Dienstränge:[10]
- 1. April 1924 Gefreiter
- 1. April 1925 Fähnrich zur See
- 1. Mai 1927 Oberfähnrich zur See
- 1. Januar 1927 Leutnant zur See
mWv vom 1. Januar 1927 und RDA vom 1. Januar 1927 - 1. Juli 1929 Oberleutnant zur See
- 1. April 1935 Kapitänleutnant
- 1. April 1939 Korvettenkapitän
- 1. April 1943 Fregattenkapitän
- 1. Juli 1943 Kapitän zur See
Entsprechend erreichter Charge wurde von Kamptz – seit 1. Oktober 1927 Leutnant zur See – zunächst auf die Elsass kommandiert, wo er bis Herbst 1928 als Divisionsleutnant fungierte. Anschließend diente er im bis September 1930 als Batterieoffizier bei der III. Marine-Artillerie-Abteilung in Swinemünde wo er seine Beförderung zum Oberleutnant zur See erhielt. Seiner artilleristischen Funktion folgte ein dreimonatiger Bordeinsatz auf dem Kriegsschiff Karlsruhe. Nach einem Waffenkurs für Seeminen kehrte von Kamptz auf die Karlsruhe zurück. Mit ihr ging er anschließend auf große Fahrt.[11] Nach seiner Rückkehr im Dezember 1932 wurde von Kamptz Kommandant eines Räumbootes. Ab Herbst 1933 hatte er gleiche Stellung auf dem Tender Zieten inne. Anschließend war von Kamptz zwischen 1934 und 1936 Kommandant zweier Minensuchboote sowie anschließend Chef einer Küstenbatterie bei der V. Marine-Artillerie-Abteilung bei Pillau. Im November 1938 wurde ihm das Kommando über die 2. Räumbootsflottille unter dem Befehl des Führers der Minensuchboote (FdM) Fregattenkapitän Friedrich Ruge übertragen. Die Flottille operierte von Cuxhaven aus. An Auszeichnungen in dieser Zeit erhielt von Kamptz die Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938 sowie die Medaille zur Erinnerung an die Heimkehr des Memellandes obgleich er an beiden Ereignissen nicht persönlich beteiligt war.[12] Am 1. April 1939 erfolgte seine Beförderung zum Korvettenkapitän.
Vom Skagerrak bis zur Biskaya
Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges nahm von Kamptz Flottille Sicherungsaufgaben in der Deutschen Bucht wahr. Im Rahmen der Operation Weserübung 1940 waren Schiffseinheiten seiner Flottille an der Besetzung von Häfen an der Westküste Dänemarks (Weserübung-Süd) beteiligt. Anschließend erfolgte die Verlegung der Flottille in das Kattegat und den Skagerrak wo sie die Sicherung der Nachschublinien übernahm, Minen legte und für den Truppentransport eingesetzt wurde. Mitte Mai 1940 wurde die Flottille aus ihrem Einsatz herausgezogen und kehrte nach Cuxhaven zurück. Für die Leistungen seiner Flottille erhielt von Kamptz am 21. Mai 1940 beide Klassen des Eisernes Kreuzes verliehen.[13] Nach Beendigung des Westfeldzugs verlegte die Flottille an die holländische und belgische Küste, wo ihre Primäraufgabe in der Minenräumung lag. Gleiche Aufgaben nahm sie in westfranzösischen Häfen sowie in der Biskaya wahr. Für die Leistungen seiner Flottille sowie persönliches Führungsverhalten erhielt von Kamptz am 6. Oktober 1940 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.[14]
Im Januar 1941 gab von Kamptz das Kommando seiner Flottille ab und trat zum Stab des Befehlshabers Sicherung West mit Sitz in Cuxhaven über. Dort beteiligte sich er am Aufbau der (neuen) 8. Minensuch-Flottille, zu dessen Kommandeur er am 5. März 1941 ernannt wurde. Im Folgemonat erfolgte die Verlegung der Flottille in die Biskaya.[15] Im Frühjahr 1942 wurde die Flottille geteilt, wobei die eine Hälfte im bisherigen Operationsgebiet verblieb und die andere in den Ärmelkanal verlegt wurde, wo sie zwischen Le Havre und Boulogne entsprechend ihrer Zweckbestimmung eingesetzt wurde. Bei einem dieser Kampfeinsätze erhielt von Kamptz Führungsboot (M 26) mehrere Bombentreffer, wodurch eine Kesselexplosion erfolgte. Von Kamptz wurde hierbei über Bord geschleudert und verletzt, wofür ihm – wie üblicherweise allen versehrten Soldaten – das Verwundetenabzeichen verliehen wurde.[16]
Mittelmeer
Im Frühjahr 1943 wurde von Kamptz in den italienischen Mittelmeerraum nach La Spezia beordert um als Kommandeur der 4. Geleit-Flotte den Konvoischutz nach Nordafrika zu stellen. Mit der Versetzung erfolgte im April 1943 seine Beförderung zum Fregattenkapitän. Zusätzlich erhielt von Kamptz für die Erfolge seiner 8. Minensuch-Flottille und bisherigen außerordentlichen Verdienste am 14. April 1943 das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Die gegenüber von Kamptz geforderte rasche Einsatzbereitschaft des Schiffsverbands scheiterte jedoch infolge materieller wie personeller Missstände; sie wurde wenige Monate später aufgelöst. Mit der Kapitulation der italienischen und deutschen Verbände in Tunesien Mitte Mai 1943 wurde von Kamptz Auftrag hinfällig.[17]
Mit der Landung der Alliierten auf Sizilien im Juli 1943 wurde von Kamptz zum Führer der Sicherung Messinastraße ernannt und hatte als solcher die Aufgabe, die Rückführung der deutschen Truppen, sicherzustellen. Die Operation wurde im August 1943 planmäßig abgeschlossen. In den zu diesem Zeitpunkt bereits laufenden Planungen für das Unternehmen Eiche – der Befreiung des festgesetzten italienischen Diktators Benito Mussolini – war von Kamptz als Marinevertreter für die operative Bereitstellung und Führung entsprechender Schiffseinheiten vorgesehen, kam aber nicht zum Einsatz.[18]
Anfang September 1943 wurde von Kamptz – da ohne truppendienstliche Verwendung – dem Marinekommando Italien unter Vizeadmiral Wilhelm Meendsen-Bohlken als Verbindungsoffizier zur Verfügung gestellt. Das dienstliche Verhältnis beider Männer galt als vorbelastet, da sich der Admiral bei früherer Gelegenheit gegen eine Verwendung von Kamptz bei der Befreiung Mussolinis ausgesprochen hatte. Andererseits fühlte sich von Kamptz in seiner neuen Funktion unterfordert. Obendrein ignorierte sein Vorgesetzter die wiederholt geäußerten Warnungen hinsichtlich eines bevorstehenden Seitenwechsel Italiens, was die zwischenmenschlichen Spannungen erhöhte.[19]
Am 5. September 1943 reiste von Kamptz in letzterer Angelegenheit als Kurier zur Heeresgruppe B nach München (Erwin Rommel), dessen Stab die Entwürfe für den Fall Achse ausarbeitete. Nach gewährter Einsicht und empfohlenen Änderungen der Planungen den Hafen La Spezia betreffend, wurde er mit dessen Verteidigung beauftragt, wozu von Kamptz nach Ausrufung des Falls vom Oberkommando der Marine (OKM) der Heeresgruppe zur Verfügung gestellt wurde. In La Spezia eingetroffen, leitete er eine Reihe von Verteidigungsmaßnahmen ein. Hier erfuhr von Kamptz von örtlichen Generälen, dass von Meendsen-Bohklen unsinnige Befehle erteilt hätte – wie etwa reguläre Heeressoldaten als Schiffsmannschaften zu verwenden. Hiergegen wandte er sich – unter Umgehung des Dienstweges – telegrafisch an das OKM. Darin legte von Kamptz dar, dass das Marinekommando Italien hierfür verantwortlich sei, dass ein Großteil der italienischen Marine zu den Alliierten entkommen wäre.[20]
In der Causa erfolgte Mitte September die Anhörung durch das OKM in Berlin. Es befand, dass von Kamptz eine realistische Einschätzung der Lage abgegeben hätte, rügte allerdings das inakzeptable Verhalten gegenüber seinem Vorgesetzten. Von einem Kriegsgerichtsverfahren – wie es bei derartigen Verstößen eigentlich üblich gewesen wäre – wurde abgesehen, da in von Kamptz zum einen ein bewährter Frontsoldat zu sehen sei und andererseits Befürchtungen bestanden, dass Missstände der Kriegsmarine durch ein öffentliches Verfahren publik werden könnten. Die Angelegenheit wurde letztlich von Dönitz gegen von Kamptz entschieden und endete mit einer Disziplinarstrafe gegen den Kapitän zur See, die mit einer Versetzung zum Marinekommando-Nord einherging. Truppendienstliche Verwendung fand von Kamptzt dort nicht.[21][22]
Leiter der Minen-Sperrschule
Ende 1943 wurde von Kamptz zum Leiter der Minen-Sperrschule (Spr.S.) in Sønderborg ernannt. Er war dort zugleich Standortältester. Die Bildungsanstalt war in einer Kaserne der dänischen Armee untergebracht und umfasste annähernd 1400 Personen einschließlich Schülerschaft. Zusätzlich verfügte sie über zwei Flottillen von Minensuchbooten für Übungszwecke. Bei seinem Antrittsbesuch beim Bürgermeister der Stadt versicherte von Kamptz im Interesse der Zivilbevölkerung nicht auf überfliegende alliierte Flugzeuge schießen zu lassen es sei denn, dass die Garnison angegriffen werden würde. Im Übrigen wolle er die Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung der dänischen Polizei überlassen. So verlief denn von Kamptz Lehrzeit, dem im September 1944 das Kriegsverdienstkreuz II. Klasse verliehen worden war, bis auf einen Zwischenfall ruhig. Besagtes Ereignis nahm damit seinen Anfang, als im April 1944 ein deutsches Minensuchboot – mit oder ohne Absicht – eine Granate auf die Kong Christian den X’s Bro abgefeuert hatte, wobei ein Däne getötet und zwei weitere verletzt wurden. Daraufhin kam es zu begrenzten Protestkundgebungen der heimischen Bevölkerung sowie zu Übergriffen auf die dort lebenden deutschen Minderheiten. Von Kamptz sah sich daher veranlasst, ein Truppenkontingent an die neuralgischen Brennpunkte zu entsenden und hierbei möglichst auf Gewaltanwendung zu verzichten. Obgleich es dennoch gegen die Aufrührer zu rabiatem Vorgehen kam, so gab es letztlich auf beiden Seiten keine Verletzten. Erst nachdem ihm der örtliche Polizeichef versichert hatte, die dänische Polizei würde für die notwendige Sicherheit garantieren, ließ von Kamptz seine Verbände wieder abziehen. Von Kamptz Lehrtätigkeit war Gegenstand eines Berichts der Deutschen Wochenschau Nr. 713 vom 3. Mai 1944.[23]
Nationalsozialistischer Führungsstab
Im Oktober 1944 wurde von Kamptz in den Nationalsozialistischen Führungsstab berufen. Er war dort Leiter der Stabsabteilung III, welcher sich für die Schulungen der Nationalsozialistischen Führungsoffiziere (NSFO) verantwortlich zeichnete. Der Führungsstab befand sich zunächst in Kühlungsborn, später dann in Bernau bei Berlin. Hierbei machte sich von Kamptz den Fanatismus seines Oberbefehlshaber Dönitz zu eigen.[24]
Kommandant von Bornholm


Bornholm, die östlichste Insel Dänemarks, gewann aufgrund ihrer strategischen Schlüsselposition in der mittleren Ostsee im letzten Kriegsjahr an enormer Bedeutung. Die Insel verfügte nicht nur über Luftwaffenstützpunkte und gut ausgebaute Häfen, sondern war vielmehr mit einem dichten Netz aus Radar- und Flugmeldetechnik überzogen. Es stand daher für das OKM außer Frage, dass für die Verteidigung Bornholms nur ein fähiger Frontoffizier in Betracht käme.[25] Die Wahl fiel auf von Kamptz, der Anfang März 1945 dort eintraf. Dienstlich war der Inselkommandant dem Kommandierenden Admiral westliche Ostsee Werner Lange und ab April 1945 Günther Schubert unterstellt.[26] Nach seiner Ankunft unterzog von Kamptz die Insel einer Besichtigung. Im Ergebnis hierauf wurde festgestellt, dass Bornholm über keine ausreichende Befestigung verfügte. Da Mangel an Baumaterial herrschte, beschränkte sich deren Errichtung auf Rønne und Nexø. Daneben wurden Infanteriestützpunkte an neuralgischen Schlüsselpositionen errichtet. Parallel dazu stieg das Truppenkontingent der Garnison von anfänglich rund sechshundert auf über eintausend Soldaten an.[27]
Um die Insel dennoch in den geforderten Gefechtszustand zu versetzen, ließ von Kamptz Beschlagnahmungen anordnen, wodurch er sich nicht nur den Unmut der hiesigen Zivilbevölkerung zuzog, sondern zusätzlich die des Bezirkshauptmanns der Insel – Poul Christian von Stemann (1881–1966).[28] Erschwert wurden von Kamptz Bemühungen durch wiederholte Sabotageakte des dänischen Widerstands sowie des steten Zustroms von Flüchtlingen und evakuierten Wehrmachtsteilen aus dem Kurland-Kessel und der Halbinsel Hela.[29]
Mitten in diese Arbeiten erreichte von Kamptz am 5. Mai 1945 die Mitteilung über die in Kraft getretene Teilkapitulation der Wehrmacht für Nordwestdeutschland, Dänemark und die Niederlande. In der noch am gleichen Tag mit von Steman geführten Unterredung, ließ er keine Zweifel daran aufkommen, dass eine Kapitulation der deutschen Streitkräfte auf Bornholm erst dann zum Abschluss käme, wenn britische Einheiten auf der Insel einträfen. Solange würde er – falls nötig – die Insel gegen russische Angriffe verteidigen. Die Kapitulation bedeutete zugleich keine Lockerung in der Disziplin der ihm unterstellte Truppen. So ließ von Kamptz noch am 6. Mai 1945 einen Offizier wegen defätistischer Äußerungen hinrichten.[30] Das Angesichts der Teilkapitulation nicht sofort Truppen nach Bornholm entsandt wurden, begründete in der zögerlichen Haltung des Oberbefehlshabers der Truppen der Westalliierten Dwight D. Eisenhower, der darüber in Sorge war, dass eine britische Präsenz auf der Insel die Sowjetunion möglicherweise provozieren könne, da diese aufgrund ihrer geografischen Lage zu jenem Zeitpunkt bereits hinter der russischen Front lag. Tatsächlich lagen auf sowjetischer Zeit bereits seit April 1945 detaillierte Planungen für eine Besetzung der Insel vor.[31]
Die Befürchtungen von Kamptz bestätigten sich schließlich wenige Tage später, als am 7. Mai 1945 die Häfen von Rønne und Nexø von der sowjetischen Luftwaffe bombardiert wurden. Am Abend des gleichen Tages erfolgte ein neuerlicher Angriff auf Rønne, dem ein Abwurf von Flugblättern folgte. Darin wurden die deutschen Besatzer unmissverständlich zur Kapitulation aufgefordert. Die an diesem Tag im dänischen Radio verlautbarte Gesamtkapitulation der Wehrmacht hielt von Kamptz dagegen für eine Finte, was er gegenüber von Steman sowie Vertretern des örtlichen Widerstands klarmachte. Von Kamptz ließ das im Flugblatt genannte Ultimatum verstreichen, was am Folgetag, dem 8. Mai 1945, zu einer weiteren Bombardierung von Rønne führte. An diesem Tag übernahm General Rolf Wuthmann als Befehlshaber der deutschen Truppen auf Bornholm das Kommando, dem eigentlich nur noch die Aufgabe zufiel, der am 9. Mai 1945 kampflos eintreffenden russischen Vorausabteilung die Übergabe auszuhandeln.[32]
Kriegsgefangenschaft
Noch am gleichen Tag wurde von Kamptz nach Kolberg gebracht, wo er durch Generalmajor Fedor Fodorovich Korotkov verhört wurde. Drei Tage später erfolgte seine Überführung nach Tallinn, wo eine nochmalige Vernehmung folgte. Das ihm unterbreitete Angebot in leitender Position bei der Minenräumung der Ostsee behilflich zu sein, lehnte von Kamptz mit der Begründung ab, nicht in den Dienst des Feindes treten zu wollen. Hierauf folgten neun Jahre Kriegsgefangenschaft, wo er durch seine anti-sowjetische Gesinnungshaltung mehrmals in Erscheinung trat.[33] Ein zwischenzeitlich gegen ihn angestrengtes Ermittlungsverfahren durch die dänische Generalstaatsanwaltschaft wurde 1947 eingestellt, nachdem die zuständigen Behörden – fälschlicherweise – in Erfahrung gebracht haben wollten, dass von Kamptz in der Sowjetunion bereits hingerichtet worden sei.[34]
Nachkriegszeit
Verfremdung und Ausgrenzung

1953 kehrte von Kamptz in die Bundesrepublik zurück und ließ sich als Pensionär in Kiel nieder. In den Folgejahren geriet er immer wieder durch neue, zum Teil abstruse Vorwürfe und Anschuldigungen gegenüber ehemaliger Vorgesetzter in Verruf. Zum endgültigen Bruch kam es dann schließlich 1955, als von Kamptz während eines Vortrages Konteradmiral Siegfried Sorge öffentlich bezichtigte, sich gegenüber den russischen Streitkräften verwerflich verhalten und sich nicht von der Gruppe um Seydlitz sowie dessen Bund Deutscher Offiziere (BDO) distanziert zu haben.[35] Überhaupt verkehrte von Kamptz vornehmlich in rechtsnationalen Kreisen.[36]
Juristische Ermittlungen
1958 wurde gegen von Kamptz ein Strafverfahren wegen Mordes im Zusammenhang mit der Exekution eines Marinesoldaten im Mai 1945 vor dem Landesgericht Kiel eröffnet. In der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft wurde von Kamptz zur Last gelegt, die Exekution des Beschuldigten trotz eingereichten Gnadengesuchs seines Kommandeurs angeordnet zu haben. Im Wesentlichen stützte sich die Anklagevertretung dabei auf die Aussage eines früheren Marinesoldaten, der auf Bornholm stationiert gewesen war. Das Gericht befand den Zeugen hingegen für nicht glaubwürdig. Nach weiteren Anhörungen, die keine belastbaren Indizien zu Tage gebracht hatten, wurde das Verfahren aus Mangel an Beweisen eingestellt, zwei Jahre später aber wieder aufgenommen. Anlass hierfür war die Aussage des ehemaligen Adjutanten von Kamptz – der seinerzeit am ursächlichen Gerichtsverfahren als Protokollführer zugegen gewesen war – dass das Urteil nicht auf Todesstrafe, sondern auf Freiheitsentzug ergangen und die Hinrichtung auf von Kamptz Einwirken hin geschehen sei. Diese Schilderungen wurden gleichwohl durch die Zeugenaussagen des damaligen Vorsitzenden Richters und eines Vertreters der Anklage negiert, die beide übereinstimmend bekräftigten, dass es sich bei der Urteilsverkündung zweifelsfrei um die Todesstrafe gehandelt hat. Auch habe es sich aufgrund der zur Last gelegten Anklagepunkte um das einzig mögliche Mittel gehandelt. Diese Auffassung schloss sich das Gericht an, woraufhin das Verfahren endgültig eingestellt wurde.[37]
1964 ermittelte die Kriminalpolizei gegen von Kamptz, nachdem er am 30. Januar 1963 – dem Jahrestag der Machtergreifung – in der Ehrenhalle des Marine-Ehrenmals Laboe einen Kranz niedergelegt hatte, auf dessen Bändern die Aufschrift: „An unsere Helden und Märtyrer 1933 / 1963 – Treue und Wahrheit werden siegen“ zu lesen war. Die zuständige Staatsanwaltschaft Flensburg sah indessen von weiteren Ermittlungen in dieser ab, da die ideologische Absicht der getätigten Äußerungen nicht zweifelsfrei dem Beschuldigten nachzuweisen gewesen wäre.[38]
Zeitzeuge und Tod
Mit den 1960er Jahren wuchs das Interesse um die Person vom Kamptz. Insbesondere dänische Journalisten und Historiker bemühten sich Licht in die Rolle des letzten Kommandanten von Bornholm zu bringen. Von Kamptz verweilte noch zweimal am Ort seiner einstigen Wirkungsstätte. Im Sommer 1976 reiste er inkognito nach Bornholm. 1982 wurde er während seines dortigen Aufenthalts durch Pressevertreter interviewt. Im Vorfeld dessen hatte er dem in Rönne beheimateten Verteidigungsmuseum seine Offiziersmütze überreicht. Diese ist heute im restaurierten Zustand – neben einer Kopie seines Ritterkreuzes – als Exponat ausgestellt.[39] Ebenso in den 1980er Jahren veröffentlichten die deutschen Wehrwissenschaftlichen Mitteilungen einen Artikel über von Kamptz. 1995 verfasste von Kamptz seine Memoiren, die nicht veröffentlicht wurden.[40]
Gerhard von Kamptz starb am 16. Mai 1998 im Alter von 95 Jahren. Sein Leichnam wurde eingeäschert und im engsten Familienkreis auf dem Kieler Nordfriedhof im Familiengrab beigesetzt.[41]
Rezeption
Eine Beurteilung der Persönlichkeit sowie des Charakters um von Kamptz sind schwierig. Auf der einen Seite war er ein ehrenwerter und prinzipienfester Mann. Andererseits galt er bei Untergebenen sowie Vorgesetzten als überaus starrköpfig, bisweilen als fanatisch, unfähig sich zu beugen oder eigene Fehler zuzugeben. Er scheute sich nicht, bestehende Befehlsketten zu ignorieren, wenn er glaubte im Recht zu sein, selbst wenn ihm hieraus persönliche Nachteile erwuchsen. Obwohl von Kamptz als Marineoffizier zu keiner Zeit Mitglied der NSDAP war, ist er als überzeugter Nationalsozialist anzusehen.[42] Hierfür sprechen seine späteren Aktivitäten. So war von Kamptz von den späten 1950er Jahren bis 1962 Mitglied der rechtsextremen Deutschen Reichspartei sowie im vom Verfassungsschutz beobachteten Deutschen Kulturwerk Europäischen Geistes (DKEG) bis mindestens 1978 aktiv.[43] erbindungen zum Holocaustleugner Thies Christophersen.[44]
Vor diesem Kontext ist seine Rolle als letzter Kommandant von Bornholm zu betrachten; insbesondere seine Beweggründe, die zu den verheerenden Luftangriffen auf Rønne und Nexø führten. Unstrittig ist, dass wenn von Kamptz der sowjetischen Kapitulationsaufforderung am 7. Mai 1945 Folge geleistet hätte, die Bombardierungen mit an sicher grenzender Wahrscheinlichkeit vermieden worden wären. Andererseits hätte die Kapitulation im Widerspruch zu seinen Befehlen – diese ausschließlich gegenüber den Westalliierten zu erklären – gestanden. Ebenfalls wäre hierdurch die Evakuierung tausender Deutscher aus der östlichen Ostsee gefährdet gewesen. Ob diese Erwägung Teil seiner Gedanken war, lässt sich nicht mit Bestimmtheit klären. Genauso wenig, ob von Kamptz mit seiner Kapitulationsverweigerung die vage Hoffnung verband, dass sich britische und sowjetische Truppen um Bornholm in eine militärische Auseinandersetzung drängen lassen würden, was die Spaltung der Alliierten zur Folge gehabt und Deutschland einen ehrbaren Frieden ermöglicht hätte. Er unterlag hier einer Fehleinschätzung. Schlussendlich hielt sich von Kamptz an seine Befehle, die Insel gegen sowjetische Interventionsversuche zu schützen. Die Bombardierung der Hafenstädte kann ihm daher – trotz aller Tragik und im Gegensatz zur vorherrschenden Meinung der Menschen auf Bornholm – nicht vollends zur Last gelegt werden. Gleichermaßen wenig hatte sich von Kamptz an Vergehen schuldig gemacht hat, die ihm im Sinne des Völkerrechts als Kriegsverbrechen anzulasten wären.[45]
Aufgrund seiner nationalsozialistischen Weltanschauung und Haltung fand von Kamptz im Nachkriegsdeutschland keine Heimat mehr; sie blieb ihm zeitlebens entfremdet. Die Erlebnisse in der Kriegsgefangenschaft haben hierzu nicht unwesentlich beigetragen, vermutlich ihn sogar in seinem Glauben darin bestärkt. Von Kamptz blieb Nationalsozialist bis zu seinem Lebensende. Sein trotziger Widerstand gegen die Gesellschaft stellte einmal mehr seine Charaktereigenschaft heraus, nicht vor Konflikten zurückzuscheuen, wenn er glaubte im Recht zu sein und die Wahrheit auf seiner Seite wähnte.[46]
Auszeichnungen
Gerhard von Kamptz erhielt nachfolgende Auszeichnungen:[47]
- Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes
- Ritterkreuz am 6. Oktober 1940 (35. Verleihung)
- Eichenlaub am 14. April 1943 (27. Verleihung)
- Eisernes Kreuz (1939)
- II. Klasse am 21. Mai 1940
- I. Klasse am 21. Mai 1940
- Dienstauszeichnung
- IV. Klasse
- III. Klasse
- Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938
- Medaille zur Erinnerung an die Heimkehr des Memellandes
- Verwundetenabzeichen in Schwarz am 15. Juni 1940
- Kriegsverdienstkreuz
- II. Klasse mit Schwertern
- I. Klasse mit Schwertern
- Kriegsabzeichen für Minensuch-, U-Boot-Jagd- und Sicherungsverbände
Anhang
Weblinks
Literatur
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant, Turbine Forlaget 2021, ISBN 978-87-406-6824-7
Einzelnachweise
- Gothaisches genealogisches Taschenbuch der adeligen Häuser. Abgerufen am 10. Oktober 2022.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. 2022, S. 385.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 57.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 124.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 191.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 22.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 26.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 30 – 32, 35.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 37 – 41.
- Manfred Dörr: Die Ritterkreuzträger der Überwasserstreitkräfte der Kriegsmarine, Band 1 A–K. Biblio Verlag Osnabrück, 1995, ISBN 3-7648-2453-0, S. 305.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 48 f., 53.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 53, 57, 66.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 67 – 69, 71 – 73.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 74, 79 f.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 83.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 90.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 95 f., 98 – 105.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 106 – 117.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 117.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 118, 120 f.
- Gerhard Schreiber: Die italienischen Militärinternierten im deutschen Machtbereich, 1943–1945 verraten, verachtet, vergessen. Walter de Gruyter, 1990, ISBN 978-3-486-55391-8, S. 113 Randnotiz Nr. 64.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 123 f.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 127 – 133.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 134, 136 f.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 139.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 140 f.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 142 – 144, 149.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 150 f.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 153 f.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 157 f., 159, 175.
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- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 197 – 202.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 203.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 7, 220 f.
- Af Jens Andersen: Gerhard von Kamptz – Bornholms sidste tyske Kommandant. Turbine Forlaget, 2021, ISBN 978-87-406-6824-7, S. 220 f.
- Manfred Dörr: Die Ritterkreuzträger der Überwasserstreitkräfte der Kriegsmarine, Band 1 A–K. Biblio Verlag Osnabrück, 1995, ISBN 3-7648-2453-0, S. 300, 304 f.