Guido Heinen

Guido Heinen (* 4. April 1966 in Koblenz) ist ein deutscher Journalist sowie Parlamentsbeamter. Er leitet seit 2011 als Ministerialdirigent die Unterabteilung Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages[1][2].

Leben

Heinen studierte Katholische Theologie, Philosophie und Rechtswissenschaften an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg sowie der Universität Freiburg (Schweiz). Nach Diplomprüfung in Katholischer Theologie 1992 wurde er im Jahre 1994 zum Dr. theol. promoviert. Nach journalistischer Ausbildung und Volontariat arbeitete er als Redakteur in der Programmdirektion und ab 1997 als Ressortleiter für Innenpolitik bei der Deutschen Welle.[3] 1999 wurde er stellvertretender Ressortleiter für Innenpolitik der Tageszeitung Die Welt und arbeitete als politischer Korrespondent unter anderem zu Parteienfinanzierung, Organisierter Kriminalität und Geheimdiensten.[4]

Als das damals neue Medium Indymedia 2002 den „poldi Award - Deutschlands erste Auszeichnung für praktizierte eDemocracy“ mit dem Schirmherr Julian Nida-Rümelin, damals Staatsminister im Bundeskanzleramt mit dem Aufgabengebiet Kultur und Medien erhielt[5], führte das zu einer kritischen Berichterstattung Guido Heinens in der Welt[6][7] und Reaktionen der Indymedia-Aktivisten.[8][9]

2006 übernahm er die Leitung des Bereichs Presse und Kommunikation des Deutschen Bundestages.[10] Außerdem war er Sprecher des Bundestagspräsidenten Norbert Lammert.[11][12] Seit 2011 ist er Leiter der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages.

Schriften

  • „Mit Christus und der Revolution“. Geschichte und Wirken der „iglesia popular“ im sandinistischen Nicaragua (1979–1990) (= Münchener kirchenhistorische Studien. Band 7). Kohlhammer, Stuttgart 1995, ISBN 3-17-013778-6.

Einzelnachweise

  1. Organisationsplan der Verwaltung des Deutschen Bundestages. (pdf; 69 kB) Deutscher Bundestag, 3. Januar 2022, abgerufen am 17. Februar 2022.
  2. Leiter Wissenschaftliche Dienste
  3. Guido Heinen übernimmt den Bereich Presse und Kommunikation des Bundestags pressrelations.de
  4. Frankfurt Luncheon mit Dr. Guido Heinen: "Analyse zum NSA-Skandal" (Memento vom 18. März 2014 im Internet Archive), Atlantik-Brücke, 13. Dezember 2013
  5. https://web.archive.org/web/20020929224351/http://www.poldi-award.de/
  6. Politiker vergeben Medienpreis an linksextreme Internet-Seite, von Guido Heinen, "Die Welt" 13. September 2002
  7. Affäre um linksextreme Website weitet sich aus, von Guido Heinen, "Die Welt" 14. September 2002
  8. Indymedia enthüllt: WELT-Redakteur doch kein Rechtsextremer?, von Fabian Fehlauer, Indymedia 17. September 2002
  9. Wie böse ist Indymedia? 8. Oktober 2020
  10. Dr. Guido Heinen, Kress Mediendienst
  11. http://webarchiv.bundestag.de/cgi/show.php?fileToLoad=1596&id=1132
  12. Guido Heinen übernimmt den Bereich Presse und Kommunikation des Bundestags (Memento vom 27. März 2019 im Internet Archive)
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