Gutzeit-Reaktion

Die Gutzeit-Reaktion (auch Gutzeitsche Probe) ist in der Chemie eine qualitative Nachweisreaktion für Arsen. Die zu prüfende Probe wird dabei mit Salzsäure und Zink versetzt. Dadurch entsteht Arsenwasserstoff (AsH3), eine Substanz, die gasförmig entweicht und angefeuchtetes Silbernitrat (AgNO3) auf einem Stück Filterpapier unter Bildung von elementarem Silber (Ag) braunschwarz färbt.[1][2]

Der entweichende Arsenwasserstoff reagiert hierbei mit Silbernitrat zu gelbem Silberarsenid, welches danach zerfällt und einen schwarzen Silberfilm erzeugt:

Literatur

  • Gerhart Jander, Ewald Blasius: Lehrbuch der analytischen und präparativen anorganischen Chemie, 16. Auflage, S. 491, ISBN 978-3-7776-1388-8
  • Eberhard Gerdes: Qualitative Anorganische Analyse: Ein Begleiter Für Theorie Und Praxis, 2., korr. u. überarb. Aufl. 1998. Nachdruck 2000, S. 70, ISBN 978-3-540-67875-5

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Siegfried Ebel und Hermann J. Roth (Herausgeber): Lexikon der Pharmazie, Georg Thieme Verlag, 1987, S. 304, ISBN 3-13-672201-9.
  2. Charles Robert Sanger, Otis Fisher Black: Die quantitative Bestimmung von Arsen nach der Methode von Gutzeit. In: Zeitschrift für anorganische Chemie. Band 58, Nr. 1, 6. Mai 1908, ISSN 0863-1778, S. 121–153, doi:10.1002/zaac.19080580114 (wiley.com [abgerufen am 28. Januar 2023]).
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. Additional terms may apply for the media files.