HIMARS

Das HIMARS (Akronym für englisch High Mobility Artillery Rocket System) ist ein leichtes Mehrfachraketenwerfer-Artilleriesystem auf Lastwagenfahrgestell des Herstellers Lockheed Martin. Die Typenbezeichnung des US-amerikanischen Militärs lautet M142.


M142 HIMARS der US-Armee
HIMARS
Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 3 (Kommandant, Fahrer, Richtschütze)
Länge 7,0 m
Breite 2,4 m
Höhe 3,2 m
Leergewicht 13.500 kg[1]
Einsatzgewicht 16.250 kg[1]
Höchstgeschwindigkeit 94 km/h[1]
Bewaffnung
Kaliber 227 mm
Munition

6× M26-Artillerieraketen
oder
6× M30/M31-Artillerieraketen
oder
MGM-140 ATACMS-Kurzstreckenrakete

Reichweite 32 km (M26)
45 km (M26A1/A2)
80 km (M30/31)
300 km (MGM-140 ATACMS)

Entwicklung

Ziel der Entwicklung war, ein preiswerteres und leichteres Äquivalent des M270-MLRS zu schaffen, das mit dem Transportflugzeug Lockheed C-130 Hercules transportiert werden kann. Ein Radfahrgestell ist leichter und billiger zu betreiben als das Kettenfahrgestell, auf dem das M270-System basiert. Schon 1991 entstand ein erster Prototyp auf einem Radfahrgestell.

Die eigentliche Entwicklung begann 1996 im Rahmen der Rapid Force Projection Initiative (RFPI). Der endgültige Prototyp mit der Bezeichnung XM142 wurde 1999 vorgestellt. Die Erprobung wurde im Jahr 2002 abgeschlossen. Die Feuerleitanlage, Elektronik, Kommunikationssysteme und die Raketen sind die gleichen wie bei dem M270 MLRS; auch der Ausbildungsprozess der Besatzung ist derselbe. Lockheed Martin erhielt 2003 den ersten Auftrag zur Lieferung von 89 Systemen für die US-Armee und vier für das US Marine Corps. Im Jahr 2005 wurden die ersten HIMARS in den Irak verlegt.

Über den möglichen Transport mit der Lockheed C-130 Hercules hinaus ist in einer Boeing C-17 Globemaster III sogar der Transport von zwei HIMARS gleichzeitig möglich.

Technik

Fahrzeug

Das ursprüngliche System war auf einem ungepanzerten Lkw montiert. Diese Version wurde von einem 290 PS starken Caterpillar-Dieselmotor angetrieben und war 5,04 m lang, 2,16 m breit und 2,25 m hoch. Das Gewicht lag bei 10,88 t, die Höchstgeschwindigkeit auf der Straße betrug 85 km/h und die Reichweite 480 km. Bei späteren Produktionsserien wurde das System auf einen gepanzerten Lkw vom Typ Oshkosh M1140 umgerüstet. Das neue System ist 7,0 m lang, 2,4 m breit, 3,2 m hoch und wiegt 16,25 t. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt nach Angaben der U. S. Army offiziell bei 94 km/h.[1] Soldaten der ukrainischen Armee berichteten von Geschwindigkeit bis zu 60 Meilen pro Stunde (ca. 96 km/h) im praktischen Einsatz.[2] Seit 2017 wird das gesamte System inklusive Fahrgestell von Lockheed Martin hergestellt.[3] Auf dem Fahrzeug ist ein Werfergestell für den 2,5 t schweren containerartigen Transport- und Startbehälter (Rocket Pod Container) montiert. In diesem Behälter werden sechs Raketen oder eine ATACMS-Kurzstreckenrakete transportiert und auch daraus gestartet. Das Werfergestell lässt sich in Fahrtrichtung in der Horizontalen drehen sowie in der Vertikalen anstellen.

Raketen

M142 HIMARS verwendet dieselben Raketen wie das M270 MLRS. Folgende Raketentypen können aus dem Transport- und Startbehälter gestartet werden:

  • 6 × M26-Raketen mit einer Reichweite von 32–45 km
  • 6 × M30/31 GMLRS-Raketen (präszisionsgelenkt[4]) mit einer Reichweite von 70–150 km
  • 1 × MGM-140/-164/-168 ATACMS-Kurzstreckenrakete mit einer Reichweite von 165–300 km

Preis

Das deutsche Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtete 2022 von einem Stückpreis von 5 Mio. US-Dollar pro Fahrzeug.[4]

(Bekannte) Einsätze von HIMARS

HIMARS feuert eine Salve Raketen auf ein Ziel in der Nähe von Haditha im Irak ab während Operation Inherent Resolve (2016)

Afghanistan

Erste Berichte über aktive Außeneinsätze von HIMARS finden sich 2007 und 2012 für Einsätze verbundener Streitkräfte des U.S.-Streitkräfte in Afghanistan.[5][6]

Türkei und Syrien

2016 wurden mindestens zwei HIMARS von den amerikanischen Streitkräften, von der Türkei ausgehend, bei der Operation Inherent Resolve gegen die Streitkräfte des Islamischen Staats (Organisation) (kurz: IS) (engl. genauere Bezeichnung: „Islamic State of Iraq and the Levant“ (ISIL)[7]) unter ihrem Anführer, Abū Bakr al-Baghdādī, in Syrien eingesetzt, um – nach eigenen Angaben der US-Streitkräfte – den Kampf der irakischen und syrischen Streitkräfte gegen diese zu unterstützen.[8][6]

Ukraine

Start von Rakete aus HIMARS-Plattform in der Nähe von Saporischschja in der Ukraine (Juni 2022)

Das HIMARS findet nach offiziellen Angaben seit 2022 Verwendung im Russisch-Ukrainischen Krieg.

Start einer Rakete in der Nacht (Ukraine, Juni 2022)

Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine ab dem 24. Februar 2022 erbat der ukrainische Präsident Selenskyj laut Medienberichten spätestens seit dem 13. April 2022 konkret die Lieferung der Lockheed Martin HIMARS M142 von den USA unter Präsident Biden.[9][10] Die US-amerikanische Regierung ließ daraufhin laut Medienberichten ab Juni 2022 wohl 20 Stück des Waffensystems an die Ukraine liefern.[11][12] Im Juni 2022 sollen bereits vier Systeme an die Ukraine geliefert worden sein.[13] Laut Presseberichten der US-Tageszeitung The Wall Street Journal wurden dabei angeblich „heimliche“ Einschränkungen vorgenommen, die es dem System nicht erlauben sollen, „Langstreckenmunition“, wie zum Beispiel das US Army Tactical Missile System (ATACMS) mit vermeintlicher Reichweite von bis zu 300 km, abzufeuern – was mit Sorge vor einer Eskalation des Krieges bei Angriffen auf russischem Staatsgebiet (nach Stand der Landesgrenzen vor 2014) begründet wurde.[14][12] Das deutsche Nachrichtenmagazin Focus will erfahren haben, dass angeblich nur Raketen mit einer Reichweite von bis zu 70 km geliefert worden sind.[15] Am 19. Oktober 2022 berichtete die Frankfurter Rundschau, dass die zunächst versprochenen 20 Systeme (nun) alle an die Ukraine geliefert worden seien.[16]

Ein Sprecher des russischen Außenministeriums, Ogor Konaschenkow, soll am Mittwoch, den 6. Juli 2022 bekannt gegeben haben, dass angeblich „[n]ahe der Ortschaft Malotaranowi in der Donezker Volksrepublik […] zwei Startrampen des Mehrfachraketenwerfers Himars aus den USA sowie zwei dazugehörige Munitionslager durch luftgestützte Hochpräzisionsraketen vernichtet“ worden seien, was sich laut deutschen Medien aber nicht unabhängig überprüfen ließ.[13][17] Nach Berichten von Focus Online soll es bereits seit dem 5. Juli 2022 erste Berichte von russischen Regierungsvertretern in den russischen Medien zu zerstörten oder kampfunfähig gemachten System gegeben haben, die – mit den bis Ende 2022 gemachten Meldungen – in der Summe eine zerstörte Anzahl von 30 Stück ergeben würden – was im Widerspruch zu den bisher bekannten Zahlen der gelieferten System stände und daher anzuzweifeln oder als Propaganda einzustufen sei.[11] Nach Berichten des deutschen Nachrichtensenders N-tv konnte in einer bei Telegram veröffentlichen Videosequenz[18], die angeblich eine solche Zerstörung belegen soll, laut dem eigenen Verifikationsteam – ganz im Gegenteil – nur das Verfehlen eines solchen Zieles durch eine russische Rakete erkannt werden.[19] Ein Sprecher des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums, Todd Breasseale, dementierte offenbar die Aussagen von russischer Seite und betonte, dass die Waffensysteme – ganz im Gegenteil – (weiter) mit „zerstörerischer Genauigkeit und Effektivität“ („with devastating accuracy and effectiveness“) von der Ukraine eingesetzt würden.[20][21] Ein US-Diplomat wird mit der Aussage zitiert, dass die Russische Armee mehr Zerstörungen behaupte als überhaupt Systeme geschickt worden wären.[20][21]

Mehrfach wird in der Presse aber auch berichtet, dass die russischen Streitkräfte wohl auf – teilweise aus Holz gebaute – Attrappen („Potemkinsche Dörfer“) von HIMARS-Stellungen hereingefallen seien und diese mit mindestens 10 Marschflugkörpern vom Typ Kalibre (geschätzte Reichweite bis zu 2500 km) bombardiert hätten.[4][11][22][23][24] Zurück gehen diese auf einen Bericht der Washington Post vom 30. August 2022, die sich aber im Ergebnis außerstande sah weder die eine noch die andere Version unabhängig zu belegen.[20][21] Die Täuschung soll deshalb gelungen sein, weil die Aufklärung der Attrappen über Drohnen mit mangelhaften Optik-Systemen erfolgte und sowohl die Zieldatenverarbeitung als auch die Raketenstarts auf russischen Kriegsschiffen im Schwarzen Meer vorgenommen worden seien.[4][20][21] Teilweise wird die Möglichkeit erwägt, dass es sich um Schutzbehauptungen handelt, damit die russischen Streitkräfte über die Echtheit von Zielen irregeführt werden.[23] Andererseits wurde für die Plausibilität der Darstellung auf ähnliche historische Vorgehensweisen verwiesen.[4] In der Tat verwendete die U.S. Army schon im Zweiten Weltkrieg, später unter dem Namen „Ghost Army bekannt, insgeheim aufblasbare M4-Sherman-Panzer, um die Achsenmächte über die Ausgangsorte von Offensiven zu täuschen – wobei der Erfolg umstritten ist.[21][25] Allerdings ist diese Taktik auch beim heutigen Russischem Heer (und davor der Roten Armee) bekannt, wurde schon für aufblasbare MiG-31 und S-300 während des Kosovokrieges (1998–1999) verwendet und wird offenbar mit der Taktikbezeichnung „Maskirovka“ betitelt.[4][24][21][26][27] Auch die deutsche Wehrmacht baute im Zweiten Weltkrieg Holz-Attrappen für Flugzeuge, um sinnlose Bombenabwürfe zu provozieren, was aber nicht funktionierte – die Alliierten warfen Holzbomben ab, um sich über die Aktion lustig zu machen.[28]

Am 20. Juli 2022 gab der US-Verteidigungsminister Lloyd James Austin III. die Lieferung von vier Systemen bekannt, wobei aber auf den wohl bereits gelieferten 16 Stück aufgebaut wurde, von der ursprünglich geplanten Gesamtzahl von 20 also (zumindest offiziell) nicht abgewichen wurde.[29][30]

Um diesen Zeitpunkt soll der russische Verteidigungsminister Sergei Kuschugetowitsch Schoigu die Zerstörung von HIMARS als Priorität für die russischen Streitkräfte festgesetzt haben.[31][32][30] Mithin soll ein angeblicher ehemaliger Redenschreiber des russischen Präsidenten Wladimir Wladimirowitsch Putin, Abbas Gallyamov, bei einem Interview, veröffentlicht am 22. Juli 2022, gegenüber dem US-amerikanischen Radiosender Radio Free Europe / Radio Liberty in einem Interview gesagt haben, dass Russland anhand der aktuellen Situation (im Juli 2022) am Verzweifeln (obviously at a loss) sei, was mit Zitierungen andernorts einherging, dass HIMARS ein „großes Problem“ (engl. big problem) für Russland sei.[33][34][35][36]

Auf amerikanischer und deutscher Seite wurde das Ergebnis der Einsätze der HIMARS sehr positiv dargestellt. So soll der US-Generalleutnant a. D. Mark Hertling das System und dessen Einsätze als game changer (dt. ‚Spielveränderer‘) im Krieg bezeichnet haben.[34][36] Auch US-Verteidigungsminister Lloyd Austin III. soll dem System einen effektiven Einsatz bescheinigt haben.[34] Nach eigenen Angaben soll das ukrainische Militär (im Juli) von hunderten getöteten Gegnern durch den Einsatz des Systems ausgegangen sein.[15] Der US-amerikanische General Mark Alexander Milley, der auch der Vorsitzende des Generalstabes der Streitkräfte der Vereinigten Staaten ist, soll gegenüber der New York Times von etwa 400 getöteten russischen Soldaten gesprochen haben.[37][38] Betont wird bei Berichten mit militärtaktischer Perspektive, dass das HIMARS deshalb so erfolgreich oder wichtig sei, weil es mit seiner Angriffsreichweite „bis 80 km“, grundsätzlich außerhalb der Reichweite des konventionellen russischen Artillerie-Gegenbeschusses, Präzisionschläge auf Ziele mit hoher Priorität durchführen könne.[39]

Das US-amerikanische Verteidigungsministerium veröffentlichte am 29. September 2022 die Bekanntmachung, dass mittel- oder langfristig (unter anderem) 18 weitere HIMARS an die Ukraine geliefert und somit dann insgesamt 38 Stück zur Verfügung gestellt werden sollen.[40][16][41] Laut einem Reuters-Bericht vom 4. Oktober 2022 soll dies allerdings mit Mitteln der Ukraine Security Assistance Initiative (USAI) finanziert werden, was wohl bedeutet, dass diese Systeme von der Industrie gekauft (und produziert) werden müssen, statt aus US-amerikanischen Lagerbeständen direkt zur Verfügung gestellt zu werden.[42][43] Diese Produktion könnte aber möglicherweise noch Jahre dauern.[43] Beim Einsatz von HIMARS in der Ukraine sollen angeblich nur Raketen- oder Streubomben-Munition (engl. cluster warheads) der Typen M31 Unitary Warhead und M30A1 statt des Typs M26 eingesetzt werden, weil diese laut dem Hersteller Lockheed Martin weniger oder sogar gar keine Blindgänger (engl. unexploded ordnance) zurücklassen sollen.[37] Die M-31A-Munition soll sowohl gegen Fahrzeuge als auch Soldaten eingesetzt werden können und wegen eines Näherungszünders/Abstandzünders (engl. proximity fuze) durch Detonation vor Einschlag auch gegen in Schützengräben befindliche Einheiten effektive Anwendung versprechen.[37] Laut Hersteller haben diese „Splittergefechtsköpfe“ ein Gewicht von 200 Pfund (ca. 91 kg) und können über eine Distanz von 70 km verschossen werden.[44] Mit der M-31-Munition wurden wohl auch oder gerade Infrastrukturziele wie Brücken, Treibstoffspeicher und Kommunikationszentren angegriffen.[37] Berichtet wurde zum Beispiel vereinzelt über den Einsatz zur Zerstörung von Brücken über den Fluss Dnepr mit dem Ziel russische Versorgungswege beim Kampf um Cherson abzuschneiden.[45][46] Häufig sollen feindliche Kommandozentralen und Munitionsdepots Ziele sein.[2][47] Dabei sollen die Geschosse teilweise mit Hilfe von Satelliten präzise zum Ziel gesteuert werden können.[2] Darüber hinaus gibt es allerdings auch inoffizielle Berichte über die mögliche Streuung von Panzerabwehrminen des Typs AT2 mithilfe von MLRS-Raketen.[44]

Der von westlicher Seite kommunizierte Erfolg führte zu weiteren Bestellungen für das Waffensystem. So will die U.S. Army für etwa 400 Mio. US-Dollar ihre Bestände aufstocken, Estland soll sechs Modelle bestellt haben und Polen angeblich sogar 500 Modelle.[16][46] Die Wochenzeitung Die Zeit berichtete Anfang Januar 2023, dass Polen 212 Panzerhaubitzen aus den USA und Südkorea bestellt habe.[48]

Die US Army veröffentlichte am 19. Juli 2022 eine Ausschreibung zur langfristigen Steigerung der Produktion auf 96 Einheiten pro Jahr.[49][43] Gegenüber dem US-amerikanischen Nachrichtenportal Breaking Defence soll der Geschäftsführer von Lockheed Martin, Jim Taiclet, am Dienstag, den 18. Oktober 2022 verraten haben, dass der Rüstungskonzern bereits im Frühjahr 2022 zunächst auf eigene Faust 65 Mio. US-Dollar vorgestreckt habe, um auf staatliche Anfrage die jährliche Produktion unverzüglich von 48 auf 60 Stück erhöhen zu können.[43][16][46] Der Untersekretär des US-Verteidigungsministeriums für Beschaffung und Erhaltung, William A. LaPlante, gab im August 2022 bekannt, dass das Verteidigungsministerium neben den 400 Mio. US-Dollar für die neuen Bestellungen auch weitere 200 Mio. US-Dollar zur Erweiterung der Produktion auf das angefragte Maß zur Verfügung stelle, womit auch schon vorgestreckte Beträge ausgeglichen würden.[46][50][51]

In der Neujahrsnacht auf 2023 soll die ukrainische Armee sechs HIMARS-Raketen auf eine russische Truppenunterkunft in Makijiwka[52] im Donbass abgefeuert haben.[52][53][54][55] Die Bestimmung der Position der Soldatenunterkunft, womöglich auf dem Gelände einer Berufsschule, scheint durch Ortung von Handysignalen möglich geworden zu sein, da neu angereiste russische Soldaten – angeblich „Reservisten“[53] oder „Rekruten“[52] – wohl „massenhaft“ gegen Regeln der russischen Armee zur operativen Sicherheit – dem Verbot der Nutzung von Mobilfunkgeräten – verstoßen hatten, indem sie zu Silvester Gruß-SMS verschickten oder telefonierten.[53][54][55] Das ukrainische Verteidigungsministerium sprach wohl von 400 getöteten und – je nach Quelle – von weiteren 200 oder 300 verletzten russischen Soldaten, während die russischen Streitkräfte offiziell zunächst nur 63 Todesfälle bestätigt haben sollen.[52][53][54][56][57] Später korrigierte der russische Generalleutnant Sergej Sewrijukow, in einer vom russischen Verteidigungsministerium offiziell herausgegebenen Videobotschaft, die Opferzahl auf 89 Tote herauf.[54][58][56] Das britische Verteidigungsministerium soll von „höchstwahrscheinlich mehr als 300“ getöteten russischen Soldaten ausgehen.[59] Vereinzelt wird darüber berichtet, dass die russische Armee, in Russland und vonseiten pro-russischer Separatisten (Igor Wsewolodowitsch Girkin) in der Ukraine, angeblich dafür kritisiert wurde, dass sie die betroffenen Soldaten „auf engstem Raum“ und „in der Nähe von Waffen und Munition“ oder gar Munitionsdepots einquartiert hätte.[52][57]

Galerie

Nutzerstaaten

Zu den aktuellen Nutzerstaaten gehören:

Potenzielle und zukünftige Nutzer

Dazu zählen:

Siehe auch

  • M270 MLRS (Mittleres Artillerieraketensystem)

Einzelnachweise

  1. High Mobility Artillery Rocket System (HIMARS) — M142. In: asc.army.mil. United States Army Support Center, abgerufen am 29. Mai 2022 (englisch).
  2. Isabelle Khurshudyan: U.S.-supplied HIMARS changing the calculus on Ukraine’s front lines. In: Washingtonpost.com (The Washington Post). WP Company LLC, 1. Juli 2022, abgerufen am 26. Januar 2022 (amerikanisches Englisch).
  3. Lockheed Martin Delivers First HIMARS Vehicle Produced 100 Percent In Camden, Arkansas. In: news.lockheedmartin.com. Lockheed Martin, 26. Juli 2017, abgerufen am 30. Mai 2022 (englisch).
  4. Jorg Römer (Akronym: joe): US-Raketenwerfer Himars: Ukraine soll Russland mit Holzattrappen reingelegt haben. In: Der Spiegel. 31. August 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 26. Januar 2023]).
  5. Afghanistan war logs: Task Force 373 – special forces hunting top Taliban. 25. Juli 2010, abgerufen am 31. Januar 2023 (englisch): „Yet, later that week, on Sunday 17 June, as Sherzai hosted a "shura" council at which he attempted to reassure tribal leaders about the safety of coalition operations, TF 373 launched another mission, hundreds of miles south in Paktika province. The target was a notorious Libyan fighter, Abu Laith al-Libi. The unit was armed with a new weapon, known as Himars – High Mobility Artillery Rocket System – a pod of six missiles on the back of a small truck. [...] The internal report was marked not only "secret" but also "Noforn", ie not to be shared with the foreign elements of the coalition. And the source of this anxiety is explicit: "The knowledge that TF 373 conducted a HIMARS strike must be protected." And it was. This crucial fact remained secret, as did TF 373's involvement.“
  6. How the U.S. campaign in Iraq has escalated with a new weapon: rocket artillery. In: Washington Post. ISSN 0190-8286 (washingtonpost.com [abgerufen am 31. Januar 2023]).
  7. National Counterterrorism Center | Groups - Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL). In: dni.gov; National Counterterrorism Center (NCTC). Abgerufen am 31. Januar 2023.
  8. Additional troops, new technology enhance counter-ISIL battle. In: centcom.mil; U.S. Central Command (USCENTCOM). U.S. Regierung; WEB.mil, 26. April 2016, abgerufen am 31. Januar 2023 (amerikanisches Englisch): „HIMARS to Counter ISIL Two separate Army High-Mobility Artillery Rocket Systems -- also known as HIMARS -- will be used in Turkey to support counter-ISIL operations in Syria, while the second will support Iraq’s counter operations, Gersten said. As a mobile and “very agile” system, he added, it will be exactly where the military needs it to be at any given time. It will work in combination with coalition air assets, he said. The coalition is working closely with its strong Turkish partners on HIMARS operations, the general said. “The HIMARS is simply one of many systems the coalition is bringing to fight this enemy,” he added. “We have fighters, we have remotely piloted aircraft, we have cyber, and now we have HIMARS.” The U.S.-led coalition will “bring everything to bear against this enemy, wherever it presents itself,” Gersten said.“
  9. Ukraine-News – alle Ereignisse im Liveticker:. In: welt.de. Axel Springer SE, 13. April 2022, abgerufen am 26. Januar 2023: „Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat angesichts des russischen Angriffskriegs Forderungen nach weiteren Waffenlieferungen aus dem Westen bekräftigt. [...] Kiew brauche Mehrfachraketenwerfer des sowjetischen Typs „Grad“ (Hagel), „Smertsch“ (Wirbelsturm) oder US-amerikanische M142 HIMARS. Zudem nannte er sowjetische Panzer des Typs T-72 – „oder ähnliche US-amerikanische oder deutsche“.“
  10. tagesschau.de: Liveblog - Krieg gegen die Ukraine. 13.4.2022 • 18:21 Uhr Selenskyj konkretisiert Forderung nach Waffenlieferungen. In: tagesschau.de. Norddeutscher Rundfunk (Anstalt des öffentlichen Rechts), 13. April 2022, abgerufen am 26. Januar 2023: „Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat angesichts des russischen Angriffskriegs Forderungen nach weiteren Waffenlieferungen aus dem Westen bekräftigt. [...] Kiew brauche Mehrfachraketenwerfer des sowjetischen Typs "Grad" (Hagel), "Smertsch" (Wirbelsturm) oder US-amerikanische M142 HIMARS.“
  11. Julian Schmucker (Akronym: jsm): 20 geliefert, über 30 zerstört - die abstrusen Himars-Widersprüche Moskaus. In: focus.de (FOCUS Online). FOCUS Magazin Verlag GmbH (Inhalt); BurdaForward GmbH (Dienstanbieter), 7. Juli 2022, abgerufen am 26. Januar 2022.
  12. Michael R. Gordon and Gordon Lubold: WSJ News Exclusive | U.S. Altered Himars Rocket Launchers to Keep Ukraine From Firing Missiles Into Russia. In: wsj.com (The Wall Street Journal Online). Dow & Jones Company Inc., abgerufen am 26. Januar 2023 (amerikanisches Englisch).
  13. AZ/dpa: Ukraine-Krieg: Russland meldet die Zerstörung amerikanischer Himars-Raketenwerfer. In: abendzeitung-muenchen.de ((Münchner) Abendzeitung). Abendzeitung Digital GmbH & Co KG, 6. Juli 2022, abgerufen am 26. Januar 2023.
  14. Joana Lehner: Vor der Lieferung in die Ukraine: USA sollen heimlich ihre HIMARS-Raketenwerfer eingeschränkt haben. In: Businessinsider.de. Business Insider Deutschland GmbH, 7. Dezember 2022, abgerufen am 26. Januar 2023 (deutsch).
  15. Julian Schmucker (Akronym: jsm): Von den USA geliefert - Mit diesem Raketenwerfer schaltete Ukraine Hunderte Russen-Soldaten aus. In: focus.de (FOKUS Online). FOCUS Magazin Verlag GmbH (Inhalt); BurdaForward GmbH (Dienstanbieter), abgerufen am 26. Januar 2022.
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  33. Mike Eckel: For The Kremlin, The Ukraine Endgame Is A Moving Target. In: Rferl.com; Radio Free Europe | Radio Liberty (RFE/RL). RFE/RL, Inc. ("private, nonprofit corporation, funded by the U.S. Congress through the United States Agency for Global Media (USAGM)"), 22. Juli 2022, abgerufen am 26. Januar 2023 (englisch).
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  35. Xander Landen: Russia 'Obviously at a Loss,' 'Improvising' in War: Ex-Putin Speechwriter. In: Newsweek.com. Newsweek UK Ltd., 23. Juli 2022, abgerufen am 26. Januar 2023 (englisch).
  36. Nadja Austel (Akronym: na); dpa: Ukraine: Für Russland werden Himars aus USA zum Problem. Titel geändert zu: "US-Waffen werden zum „Gamechanger“: Russland steht vor Problemen im Ukraine-Krieg". In: FR.de (Frankfurter Rundschau Online). Frankfurter Rundschau GmbH, 25. Juli 2022, abgerufen am 26. Januar 2023.
  37. David Hambling: New Types Of Ammunition Make Ukraine’s HIMARS Far Deadlier (Updated). In: Forbes.com. Forbes Media LLC., 5. Oktober 2022, abgerufen am 26. Januar 2023 (englisch).
  38. John Ismay: The American Guided Rockets Helping Ukraine Destroy Russian Forces. In: The New York Times Company (Hrsg.): The New York Times. 9. September 2022, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 26. Januar 2023]).
  39. Hans-Caspar Kellenberger (ch media): Strategieexperte zur Wirksamkeit der Himars und den Chancen einer Gegenoffensive. In: watson.ch (watson). watson ℅ FixxPunkt AG, 22. Juli 2022, abgerufen am 31. Januar 2023.
  40. Release - Immidiate Release - $1.1 Billion in Additional Security Assistance for Ukraine. In: defense.gov. Department of Defense, 22. September 2022, abgerufen am 26. Januar 2023 (amerikanisches Englisch): „Unlike Presidential Drawdown Authority (PDA), which DoD has continued to leverage to deliver equipment to Ukraine from DoD stocks at a historic pace, USAI is an authority under which the United States procures capabilities from industry. This announcement represents the beginning of a contracting process to provide additional priority capabilities to Ukraine in the mid- and long-term.
    Capabilities include:
    18 High Mobility Artillery Rocket Systems (HIMARS) and associated ammunition;“
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