Hermann Eggert

Hermann Eggert (* 3. Januar 1844 in Burg bei Magdeburg; † 12. März 1920 in Weimar; vollständiger Name: Georg Peter Hermann Eggert) war ein deutscher Architekt und preußischer Baubeamter.[1]

Leben

Eggert studierte bei Heinrich Strack an der Berliner Bauakademie. Schon früh gewann er Auszeichnungen für einige Entwürfe, die jedoch nicht ausgeführt wurden. Er arbeitete von 1875 bis 1889 als Universitätsbaumeister in Straßburg. Von 1889 bis 1898 war er im preußischen Ministerium der öffentlichen Arbeiten in Berlin tätig, zuletzt tituliert als Geheimer Oberbaurat, und war dort hauptsächlich mit der Verwirklichung von Sakralbauten betraut. Nach 1898 arbeitete er selbstständig und unterhielt ein eigenes Büro in Hannover.

Eggert war von 1896 bis zu seinem Tod Mitglied in der Sektion Bildende Künste der Preußischen Akademie der Künste in Berlin.[2]

Im Jahre 2009 wurde ein Teil der Camberger Straße in Frankfurt-Gallusviertel in Hermann-Eggert-Straße umbenannt.

Sternwarte in Straßburg

Bauten und Entwürfe (Auswahl)

Literatur

  • Eggert, Hermann (Georg Peter H.). In: Ulrich Thieme (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 10: Dubolon–Erlwein. E. A. Seemann, Leipzig 1914, S. 378–379 (Textarchiv – Internet Archive).
  • Spemanns goldenes Buch vom Eigenen Heim. W. Spemann, Berlin / Stuttgart 1905, Nr. 493.
  • Alexander Dorner: 100 Jahre Bauen in Hannover. Zur Jahrhundertfeier der Technischen Hochschule. Hannover 1931, S. 26.
  • Thomas Klein: Leitende Beamte der allgemeinen Verwaltung in der preußischen Provinz Hessen-Nassau und in Waldeck 1867 bis 1945. (= Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte, Band 70.) Hessische Historische Kommission Darmstadt, Historische Kommission für Hessen, Darmstadt / Marburg 1988, ISBN 3-88443-159-5, S. 331.
  • Helmut Knocke: Eggert, Georg Peter Hermann. In: Dirk Böttcher, Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein, Hugo Thielen: Hannoversches Biographisches Lexikon. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2002, ISBN 3-87706-706-9, S. 105 (und öfter). (online bei Google-Bücher)
  • Helmut Knocke: Eggert, Georg Peter Hermann. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 147.
  • Christine Kranz-Michaelis: Das Rathaus im Kaiserreich. Kunstpolitische Aspekte einer Bauaufgabe des 19. Jahrhunderts. (= Kunst, Kultur und Politik im deutschen Kaiserreich, Band 4.) Gebr. Mann, Berlin 1982, ISBN 3-7861-1339-4, S. 395–413.
  • Wolfgang Steinweg: Das Rathaus in Hannover. Von der Kaiserzeit bis in die Gegenwart. Schlüter, Hannover 1988, ISBN 3-87706-287-3, S. 38 f. (und öfter).
  • Hiram Kümper, Dieter Wegener: Ernst Ehrhardt - Dombaumeister. Ein Architektenleben zwischen Preußen und Bremen. Bremen: Edition Temmen 2022, S. 122, ISBN 978-3-8378-1061-5.
Commons: Hermann Eggert – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Hermann Eggert †. In: Deutsche Bauzeitung, 54. Jahrgang 1920, Nr. 23 (vom 20. März 1920), S. 152.
  2. Bildende Kunst – Mitglieder: Hermann Eggert auf der Website der ADK.
  3. Godehard Hoffmann: Architektur für die Nation? Der Reichstag und die Staatsbauten des Deutschen Kaiserreichs 1871–1918. DuMont, Köln 2000, ISBN 3-7701-4834-7, S. 160 ff.
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