Isabella Huser

Isabella Huser (geboren 1958) ist eine Schweizer Übersetzerin, Filmproduzentin und Schriftstellerin.

Leben

Isabella Huser ist eines von drei Kindern einer aus Italien stammenden Lehrerin und eines Berufsmusikers.[1] Ihre Grosseltern väterlicherseits gehörten in der Schweiz zu den Jenischen. In einer Terminologiedebatte bezeichnet sie sich selbst als «Zigeunerin». Huser wuchs mit zwei Geschwistern in der Region Zürich im Limmattal auf; die Familiensprache war Deutsch, Jenisch hat Isabella Huser nie gelernt.

Huser studierte Übersetzung an der Dolmetscherschule Zürich und Terminologie an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Sie ist als Fachübersetzerin für Wirtschaft und Recht tätig. Zunächst arbeitete sie als Anwaltssekretärin und Gerichtsdolmetscherin in Mailand, anschliessend als Übersetzerin in Vevey. Einige Zeit war Huser Generalsekretärin beim Filmfestival von Locarno. 1993 gründete sie mit Andreas Hoessli in Zürich die Produktionsfirma Espaces Film GmbH.[2] Bis 2007 produzierte sie Dokumentarfilme. 2003 wurde sie als Coautorin mit dem Film Epoca, den sie auch produziert hatte, für den Schweizer Filmpreis nominiert. 2008 erschien im Zürcher Bilger Verlag ihr erster Roman. Im selben Jahr wurde sie mit einem Werkbeitrag des Kantons Zürich ausgezeichnet.[3] Im darauffolgenden Jahr war sie Preisträgerin des Lilly-Ronchetti-Preises. 2021 ist ihr zweiter Roman "Zigeuner" erschienen.

Huser wohnt in Berlin und in Zürich.

Buchveröffentlichungen

  • Das Benefizium des Ettore Camelli. Roman. Bilgerverlag, Zürich 2008, ISBN 978-3-03762-000-7.
  • Zigeuner. Roman. Bilgerverlag, Zürich 2021, ISBN 978-3-03762-093-9.

Filmografie

als Produzentin

  • 1993: Swiss Funk von Patrick Maday, Kurzfilm
  • 1997: Devils don’t dream! Nachforschungen über Jacobo Arbenz Guzmán, Dokumentarfilm von Andreas Hoessli (Friedensfilmpreis/Peace Film Prize, 1996 Berlin International Film Festival. First Prize, 1996 Valladolid International Documentary Film Festival (Spain), 1997 Human Rights Watch Film Festival)
  • 1998: Les Laboratoires de la Vie von Irene Loebell (Auftragsproduktion für die SRG)
  • 2994: Wall Street
  • 2006: Swiss Sans Papiers

als Produzentin und Co-Autorin

  • 2002: Epoca – The Making of History

Literatur

Einzelnachweise

  1. Geschichte der Huserbuebe. In: huserbuebe.ch. Abgerufen am 23. Dezember 2022.
  2. über espaces film. In: espaces film. Abgerufen am 23. Dezember 2022.
  3. Auszeichnungen für Literatur. In: Neue Zürcher Zeitung. 10. Oktober 2008, abgerufen am 23. Dezember 2022.
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