Julius Hanemann

Julius Adolf Wilhelm Hanemann (* 14. September 1858 in Ezelheim; † 1. November 1939 in Neustadt/Aisch) war ein deutscher Pfarrer und Botaniker.

Leben

Überall dort, wo er als Pfarrer eingesetzt wurde, war er zugleich als Botaniker unterwegs. Seine Forschungen zur Pflanzenwelt in Baden-Württemberg und Bayern (Franken) wurden publiziert und werden heute noch zitiert. Sein Vater Wilhelm Hanemann (Johann Paul Friedrich Wilhelm) war 1857 bis 1866 Pfarrer in Ezelheim, seine Mutter Mathilde Schwarz (* 1861) war eine Pfarrerstochter aus Schwabach. Das komplexe Herbar, das Julius Hanemann angelegt hatte, ist leider verschollen.[1]

Pfarrstellen (chronologisch)

(Quelle: [2])

  • 1885–1887 Spielberg; 1887–1895 Presseck; 1895–1908 Lonnerstadt;
  • 1908–(1927) Leuzenbronn;
  • ab 1927 (?) bis 1939 lebte er in Neustadt/Aisch, wo er verstarb.[3]

Botanische Schriften (Auswahl)

  • Die Flora des Frankenwaldes, besonders in ihrem Verhältnis zur Fichtelgebirgsflora. - Dt. Bot. Monatsschr. 16 (1898): 48–50, 59–61; 17 (1899): 60–63, 87–89, 97–99, 157–161; 18(1900): 24–26, 55–57
  • Zur Flora des Aischgebietes. – Mitteilungen der Bayerischen Botanischen Gesellschaft zur Erforschung der heimischen Flora – 2/1907: 14–19.
  • Die Flora der näheren und weiteren Umgebung von Neustadt a.d. Aisch, Neustadt a.d.Aisch, 1929.
  • Ergebnisse der floristischen Durchforschung des östlichen und nordöstlichen Teils von Württemberg – Jahreshefte des Vereins für vaterländische Naturkunde in Württemberg – 85: 62–109.
  • Die Flora der näheren und weiteren Umgebung Rothenburgs ob der Tauber, Rothenburg ob der Tauber 1938

Einzelnachweise

  1. Blätter zur Flora Nordbayerns. Universität Bayreuth, 2007, abgerufen am 31. Januar 2023 (deutsch).
  2. Friedrich Meinhof, Pfarrerbuch Bayern (1812) – (1955). Heilbad Heiligenstadt, 2016
  3. Max Döllner: Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933. 2. unveränderte Auflage. Ph. C. W. Schmidt, Neustadt an der Aisch 1978, ISBN 3-87707-013-2.
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