Jutrzyna
Jutrzyna (deutsch Marienau in Schlesien; polnisch veraltet Maryak bzw. Marianów) ist ein Dorf in der Landgemeinde Wiązów (Wansen) im Powiat Strzeliński (Kreis Strehlen) in der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen.
| Jutrzyna Marienau | |||
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| Basisdaten | |||
| Staat: | Polen | ||
| Woiwodschaft: | Niederschlesien | ||
| Powiat: | Strzeliński | ||
| Gmina: | Wiązów | ||
| Geographische Lage: | 50° 45′ N, 17° 16′ O | ||
| Einwohner: | 318 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | DST | ||
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Geschichte
Der von den Templerorden aus Klein Öls gegründete und zu deutschem Recht ausgesetzte Ort erscheint 1350 in einem Dokument als "Mergenaw". In unmittelbarer Nähe sollen sich die Ruinen eines Dorfes Namens Wischau befunden haben, das während des Dreißigjährigen Krieges durch die Pest ausgerottet wurde. Der Legende nach blieben zwei Kinder am Leben, der Knabe nahm Lichtenberg und das Mädchen Marienau und teilten die Äcker, die früher unter dem Namen "Wiesche-Äcker" und "Wiesche-Wiesen" geläufig waren.[1] Nach dem Ersten schlesischen Krieg fiel Marienau mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen.
Grundherr war im 19. Jahrhundert das Marionat Klein Öls der Familie Yorck von Wartenburg. 1845 zählte das Dorf, im Besitz von Ludwig Graf Yorck von Wartenburg, 86 Häuser, eine Freischoltisei, 669 überwiegend katholische Einwohner (zwei evangelisch), eine katholische Pfarrkirche unter dem Patronat des Dominiums, mit vier Hufen Pfarrwidum und einer Teilkirche in Hermsdorf, eine katholische Schule nur für diesen Ort, eine Windmühle, eine Brauerei, eine Brennerei, ein Wirtshaus, 20 Handwerker, sechs Händler, 1.056 Schafe, 273 Rinder und 210 Schweine. Im Ort wurde Flachsbau, Bienenzucht und Obstanbau betrieben.
Seit 1874 gehörte die Landgemeinde Marienau zum Amtsbezirk Knischwitz.[2] Zum 1. Oktober 1932 wurde der Kreis Ohlau vorübergehend aufgelöst u. a. Marienau dem Kreis Strehlen zugeschlagen. Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Marienau mit dem größten Teil Schlesiens 1945 an Polen. Nachfolgend wurde es durch die polnische Administration zunächst in Marianów und später in Jutrzyna umbenannt. Die einheimischen deutschen Einwohner wurden, soweit sie nicht schon vorher geflohen waren, vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner stammten teilweise aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war.
Sehenswürdigkeiten
- Römisch-katholische Pfarrkirche St. Franziskus von Assisi
Söhne des Ortes
- Paul von Bolko (1850–?), Rittergutsbesitzer und Mitglied des Deutschen Reichstags
Weblinks
Einzelnachweise
- Johann G. Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuß. Provinz Schlesien. Graß, Barth, 1845 (google.de [abgerufen am 4. August 2022]).
- Amtsbezirk Knischwitz. Abgerufen am 4. August 2022.

