Karl Schultz-Köln
Leben
Vor Kriegsausbruch beendete Karl Schultz-Köln seine keramische Ausbildung und arbeitete als Assistent in der Stadtbibliothek von Castrop-Rauxel bei Dortmund.[2]
Im Alter von 19 Jahren wurde er in die deutsche Armee eingezogen. Während des Zweiten Weltkrieges diente er als vorgeschobener Beobachter in der 2. Batterie in Russland, wo er auch Russisch lernte. Nachdem Karl Schultz-Köln im Januar 1943 von einem Panzer überfahren wurde, kehrte er zuerst nach Deutschland zurück, ging 1944 aber freiwillig wieder an die Westfront.[3]
Nach dem Krieg studierte er Malerei in Ellingen.[2] 1950 übersiedelte er nach Finnland, wo er 1957 die Staatsbürgerschaft erhielt. Dort arbeitete er vorerst wieder als Keramiker, zuerst als technischer Assistent, ab 1954 als selbstständiger Künstler. So entwickelte Karl Schultz-Köln beispielsweise Techniken zur Integrierung von Wandbildern in die Architektur. Daneben hatte er auch publizistische Tätigkeiten, etwa für die Architekturzeitschrift "Ark" und schrieb Aufsätze über die Bildkunst.
Mit seinen Werken gewann er verschiedene Preise (unter anderem 1955 die Silbermedaille beim 1. internationalen Keramikkongress in Cannes).[2]
Anfang 1962 zog er nach Spanien wo er beim Design für Porzellangeschirr mit half. Gegen Ende desselben Jahres kehrte Karl Schultz-Köln wieder zurück in den Norden (diesmal nach Schweden). Dort widmete er sich nach einem letzten keramischen Projekt für die Umgestaltung eines Marktplatzes ausschließlich der Malerei. 1966 gab er eine große Einzelausstellung in Stockholm.[2]
1977 publizierte er ein rund 50 seitiges, nummeriertes und signiertes Heft mit Skizzen und einzelnen Ausschnitten seines Tagebuchs aus seiner Zeit in Russland. Die Auflage war auf 300 Stück beschränkt.[3]
Einzelnachweise
- Katalog der Deutschen Nationalbibliothek. Abgerufen am 28. Oktober 2022.
- Biographische Notizen. In: Die Drei. Nr. 9. Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 1972.
- Karl Schultz-Köln: Skizzen und Aufzeichnungen aus den Kriegsjahren 1941-1943. Hrsg.: Karl Schultz-Köln. Arne Antonsson Affärs- & Tidskriftstryck Vallentuna, Vallentuna 1977.