Karlsplatz (Heidelberg)
Der Karlsplatz ist ein direkt an der Heidelberger Hauptstraße gelegener öffentlicher Platz zu Fuße des Heidelberger Schlosses. Benannt ist er nach dem Großherzog Karl Friedrich von Baden.


Geschichte
Auf dem Areal des heutigen Karlsplatzes ließ sich ab 1320 der Franziskanerorden nieder, dessen Niederlassung sich zuvor außerhalb der Heidelberger Stadtmauer befunden hatte. Aus Platzgründen wurden 1803 dessen Gebäude abgerissen.[1] Stattdessen wurde 1805 der heutige Karlsplatz angelegt.[2] In der Platzmitte steht der Sebastian-Münster-Brunnen, der 1978 von Michael Schoenholtz geschaffen wurde, als der Karlsplatz im Zuge des Baus einer Tiefgarage neu gestaltet wurde. Er erinnert an den Kosmographen und Humanisten Sebastian Münster, der Anfang des 16. Jahrhunderts mehrere Jahre im Franziskanerkloster wirkte.[3]
Bauwerke
Am Karlsplatz liegen nicht nur die Heidelberger Akademie der Wissenschaften, das Palais Boisserée und das Wohnhaus Roßhirt, sondern auch zwei der ältesten und bekanntesten Heidelberger Studentenlokale, sowie mehrere Verbindungshäuser, unter anderem das historische Mittermaierhaus. Generationen von Verbindungsstudenten waren schon im 1634 erbauten Gasthaus Zum Seppl und dem gleich daneben gelegenen 1703 erbauten Gasthaus Zum Roten Ochsen zu Gast.
Literatur
- Landesamt für Denkmalpflege (Herausgeber): Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmale in Baden-Württemberg, Stadtkreis Heidelberg. Thorbecke-Verlag, Ostfildern 2013, ISBN 978-3-7995-0426-3.
Weblinks
Einzelnachweise
- Frieder Hepp: Matthaeus Merian in Heidelberg. Ansichten einer Stadt. Heidelberger Verlagsanstalt, Heidelberg 1993, ISBN 3-89426-064-5, S. 29.
- Adolf von Oechelhäuser: Die Kunstdenkmäler des Amtsbezirks Heidelberg. Verlag J.C.B. Mohr, Tübingen 1913, S. 345 (Digitalisat).
- Stadt Heidelberg: Sebastian-Münster-Brunnen.