Kohlenstoffmonosulfid

Kohlenstoffmonosulfid ist eine chemische Verbindung mit der Formel CS. Dieses zweiatomige Molekül ist das Schwefel-Analog von Kohlenmonoxid und ist als Feststoff oder Flüssigkeit instabil. Als Gas wurde es sowohl im Labor als auch im interstellaren Medium beobachtet.[3] Das Molekül ähnelt Kohlenmonoxid mit einer Dreifachbindung zwischen Kohlenstoff und Schwefel. Das Molekül ist nicht intrinsisch instabil, es neigt allerdings zur Polymerisation. Diese Tendenz spiegelt die größere Stabilität von C-S-Einfachbindungen wider. Über Polymere mit der Formel (CS)n wurde berichtet.[4] Außerdem wurde CS als Ligand in einigen Übergangsmetallkomplexen beobachtet.


Strukturformel
Allgemeines
Name Kohlenstoffmonosulfid
Andere Namen
  • Sulfoniomethanid (IUPAC)
  • Kohlenstoff(II)-sulfid
  • Thiocarbonyl
  • Sulfidokohlenstoff
  • Methanidylidinsulfanium
Summenformel CS
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 2944-05-0
PubChem 108054
ChemSpider 97157
Wikidata Q2709182
Eigenschaften
Molare Masse 44,07 g·mol−1
Dichte

1,26 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

−111 °C[1]

Löslichkeit

schwer löslich in Wasser (2 g·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[2]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Einzelnachweise

  1. Carbon sulfide (CS)(6CI,8CI,9CI). In: Guidechem.com. Guidechem, 31. August 2022, abgerufen am 4. Oktober 2022 (englisch).
  2. Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3. Wilson, R. W.; Penzias, A. A.; Wannier, P. G.; Linke, R. A.: Isotopic abundances in interstellar carbon monosulfide. In: Astrophysical Journal. Band 204, pt 2, März 1976, S. L135–L137, doi:10.1086/182072, bibcode:1976ApJ...204L.135W (englisch).
  4. Jun-Hong Chou; Thomas B. Rauchfuss: Solvatothermal Routes to Poly(Carbon Monosulfide)s Using Kinetically Stabilized Precursors. In: Journal of the American Chemical Society. Band 119, Nr. 19, 14. Mai 1997, S. 4537–4538, doi:10.1021/ja970042w (englisch, illinois.edu [PDF; abgerufen am 30. September 2022]).
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