Kumimanu biceae
Kumimanu biceae ist ein erstmals im Jahr 2017 beschriebener, ausgestorbener Pinguin (Sphenisciformes) und die einzige bekannte Art der Gattung Kumimanu.
| Kumimanu biceae | ||||||||||
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Größenvergleich zwischen Kumimanu biceae und einem Menschen | ||||||||||
| Zeitliches Auftreten | ||||||||||
| Paläozän | ||||||||||
| 59,5 bis 55,5 Mio. Jahre | ||||||||||
| Fundorte | ||||||||||
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Hampden, Neuseeland | ||||||||||
| Systematik | ||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||
| Kumimanu | ||||||||||
| Mayr, Scofield, De Pietri & Tennyson, 2017 | ||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||
| Kumimanu biceae | ||||||||||
| Mayr, Scofield, De Pietri & Tennyson, 2017 |
Beschreibung
Die anhand der Fossilien geschätzte Körpergröße des gefundenen Individuums beträgt 177 cm bei einem Gesamtgewicht von 101 kg. Kumimanu biceae ist damit der zweitgrößte bekannte Vertreter der Pinguine. Seine enorme Größe wird lediglich von dem ebenfalls ausgestorbenen Palaeeudyptes klekowskii übertroffen, für den eine Länge von knapp über 200 cm geschätzt wird.[1]
Etymologie
Die Bezeichnung Kumimanu setzt sich aus dem Wort „kumi“, einem Ungeheuer der Maori-Mythologie, und dem Maori-Wort für „Vogel“, „manu“, zusammen. Das Epitheton biceae ehrt die Mutter („Bice“) von Alan J. D. Tennyson, einem an der Erstbeschreibung beteiligten Wissenschaftler.
Evolution
Das frühe zeitliche Auftreten von Kumimanu biceae legt nahe, dass Pinguine bereits kurz nach dem evolutionsbedingten Verlust ihrer Flugfähigkeit und dem damit einhergehenden Wegfall der Notwendigkeit entsprechender aerodynamischer Eigenschaften Gigantismen entwickelten. Riesenpinguine sind auch für spätere Erdzeitalter belegt. Ihr Verschwinden fällt zeitlich mit dem zunehmenden Vorkommen bezahnter Meeressäuger wie Robben oder Walen zusammen. Möglicherweise standen groß gewachsene Pinguine mit diesen in Nahrungskonkurrenz oder wurden selbst als Beutetiere gejagt.[1]
Fossilbericht
Ein aus diversen Knochenfragmenten bestehendes Teilskelett, das in Sedimentgestein bei einem Strand nahe der neuseeländischen Stadt Hampden gefunden wurde, stellt den bisher einzigen fossilen Fund von Kumimanu biceae dar. Der Holotypus trägt die Sammlungsnummer NMNZ S.45877.[1]
Einzelnachweise
- Mayr, Scofield, De Pietri & Tennyson: A Paleocene penguin from New Zealand substantiates multiple origins of gigantism in fossil Sphenisciformes. Nature Communications. Nr. 8, 2017, S. 1927. doi:10.1038/s41467-017-01959-6
