LPKF Laser & Electronics
Die LPKF Laser & Electronics SE ist ein Technologieunternehmen. Es entwickelt und fertigt Lasersysteme, die bei der Herstellung von elektronischen Bauteilen eingesetzt werden.
| LPKF Laser & Electronics AG | |
|---|---|
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| Rechtsform | Aktiengesellschaft[1] |
| ISIN | DE0006450000 |
| Gründung | 1976 |
| Sitz | Garbsen, |
| Leitung | Christian Witt CFO, Klaus Fiedler CEO |
| Mitarbeiterzahl | 746 (2022)[2] |
| Umsatz | 96,2 Mio. Euro (2020)[3] |
| Branche | Maschinenbau |
| Website | www.lpkf.com |
| Stand: 31. Dezember 2020 | |
LPKF hat seinen Hauptsitz in Garbsen bei Hannover. An Standorten in Europa, Asien und Nordamerika werden rund 700 Mitarbeiter beschäftigt. Der Exportanteil betrug im Geschäftsjahr 2020 rund 90 %.[4] Die Aktien der LPKF SE notieren im Prime Standard der Deutschen Börse.
Firmengeschichte
1976 wurde LPKF als GmbH gegründet. Erste Produkte waren Fräsbohrplotter zur Strukturierung von Leiterplatten – das Gerät fräst die Leiterstruktur aus einem Basismaterial in einem Negativverfahren heraus. Der Name LPKF leitete sich vom Produkt Leiterplatten-Kopierfräse ab. 1984 wurde LPKF mit Gründung einer Zweigniederlassung in den USA[5] aktiv. Seit 1989 beschäftigt sich das Unternehmen mit dem Einsatz des Lasers in der industriellen Produktion. Im Jahr 1991 wurde die Entwicklung von Antriebs- und Steuerungssystemen der neu gegründeten Tochterfirma LPKF Motion & Control GmbH (Standort: Suhl)[5] übertragen. 1993 präsentierte LPKF mit einem StencilLaser eine industrielle Anwendung der Lasertechnologie. Damit werden Lotpastenschablonen (SMT-Stencils) für die Elektronikindustrie gefertigt. Diese Stencils werden bei der Serienproduktion von SMT-Leiterplatten benötigt. 1998 entstand durch Umwandlung der GmbH die Aktiengesellschaft.
Sie gründete 2003 ein Applikationszentrum für Laseranwendungen, das sich mit neuen Einsatzformen der Lasertechnologie befasst: Es hat die 3D-MID-Technologie für die Laser-Direktstrukturierung zur Serienreife entwickelt. Das Applikationszentrum wurde in die Tochterfirma LaserMicronics GmbH[5] (Dienstleistungen für die Mikromaterialbearbeitung) überführt.
Das Jahr 2005 brachte die Verschmelzung mit der LaserQuipment AG im Geschäftsbereich Kunststoffschweißen. Dieser Geschäftsbereich hat ein patentiertes Hybridschweißverfahren (Laser-Durchstrahlschweißen mit Unterstützung eines Wärmefeldes) und ein Verfahren zum Laser-Heißverstemmen thermoplastischer Nietpartner entwickelt.
Mit Gründung der Tochtergesellschaft LPKF SolarQuipment[5] im Jahr 2007 stieg LPKF in den Markt der Dünnschicht-Solarzellenproduktion ein. Das Unternehmen produziert Lasersysteme, die große Trägermaterialien in einem dreistufigen Prozess in Solarmodule strukturieren.
LPKF wurde 2010 mit dem Hermes Award für das Lasersystem „LPKF Fusion3D“ ausgezeichnet.[6]
Am 24. August 2020 wurde LPKF in den TecDAX aufgenommen, wo das Unternehmen die insolvente Wirecard AG ersetzte,[7] mussten diesen jedoch am 20. September 2021 wieder verlassen.
Geschäftsbereiche
In der Historie ist LPKF ein Maschinenbauunternehmen mit Präzisionstechnologie. Die derzeitige Struktur unterscheidet folgende Geschäftsbereiche:
- Leiterplatten: Herstellung von Leiterplatten-Prototypen; Strukturierung der Leiterplatten mit Fräsbohrplottern oder Lasersystemen, umweltfreundliche Verfahren zur Leiterplatten-Durchkontaktierung, Lötstopplack, Lotpastenauftrag und SMD-Bestückung im Elektroniklabor.
- Leiterplattenbearbeitung: Laserschneiden von starren, starr-flexiblen und flexiblen Leitermaterialien im industriellen Umfeld.
- SMT-Stencil-Technologien: Laserschneiden von Lotpastenschablonen (SMT-Stencils) für die Elektronikindustrie. Stencils dienen zum Lotpastenauftrag im industriellen Fertigungsprozess von Leiterplatten.
- Solarzellen-Strukturierung: Systeme zur Strukturierung von Dünnschicht-Solarzellen durch das Tochterunternehmen LPKF SolarQuipment.
- MID – Molded Interconnect Devices (Dreidimensionale Elektronikbauteile): Bauteile aus Einkomponenten-Spritzguss werden mit dem Laser strukturiert (Laser-Direktstrukturierung, LPKF-LDS-Verfahren), dann metallisiert und bei Bedarf mit elektronischen Bauteilen bestückt. Sie übernehmen mechanische und elektronische Aufgaben.
- Laser-Kunststoffschweißen:[8] Eine berührungslose, materialschonende Fügetechnik, die zwei Kunststoffkomponenten mit optisch hochwertigen Schweißnähten sicher und hygienisch verbindet. Laser-Kunststoffschweißen findet Anwendung bei Consumerprodukten, in der Automobil- und der Medizintechnik.
Weblinks
Einzelnachweise
- (Quellen-)Angaben zur Registration.
- LPKF Quartalsfinanzbericht Q1 2022. (PDF) In: lpkf.com. LPKF Laser & Electronics AG, 28. April 2022, S. 3, abgerufen am 15. Mai 2022.
- Geschäftsbericht 2020. (PDF; 5,63 MB) In: lpkf.com. LPKF Laser & Electronics AG, S. 2, abgerufen am 5. September 2021.
- Geschäftsbericht 2017 (Memento des Originals vom 28. März 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 4,4 MB).
- Webseite der LPKF Laser & Electronics AG: Konzernstruktur.
- news aktuell: HERMES AWARD zeichnet innovatives Lasersystem aus / LPKF Laser & Electronics AG aus Hannover ist der Preisträger. In: Finanznachrichten.de. 19. April 2010, abgerufen am 6. November 2017.
- Angela Göpfert: Dax: Raus aus der Falle und rein in die Rally! In: ARD.de. 24. August 2020, abgerufen am 24. August 2020.
- Webseite der LPKF Laser & Electronics AG für das Laser-Kunststoffschweißen.
