Leon Bunn
Leon Bunn (* 27. August 1992 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Profiboxer im Halbschwergewicht[1].
| Leon Bunn | |
|---|---|
| Daten | |
| Geburtsname | Leon Bunn |
| Geburtstag | 27. August 1992 |
| Geburtsort | Frankfurt am Main |
| Nationalität | |
| Gewichtsklasse | Halbschwergewicht |
| Stil | Linksauslage |
| Größe | 1,81 m |
| Kampfstatistik als Profiboxer/in | |
| Kämpfe | 19 |
| Siege | 18 |
| K.-o.-Siege | 9 |
| Niederlagen | 1 |
| Unentschieden | 0 |
| Keine Wertung | 0 |
| Profil in der BoxRec-Datenbank | |
Amateurkarriere
Leon Bunn begann mit dem Boxen bei der SG Sossenheim,[2] wechselte später an die Kampfsportschule MMA Spirit in Frankfurt und bestritt als Amateur 112 Kämpfe mit 80 Siegen. Er wurde 2005 bis 2015 elfmal in Folge Landesmeister von Hessen in seiner Alters- und Gewichtsklasse,[3] 2010 Deutscher Jugendmeister im Mittelgewicht[4], 2014 Deutscher Vizemeister (verletzungsbedingter Kampfabbruch aufgrund einer Cutverletzung)[5] und 2015 Deutscher Meister im Halbschwergewicht.[6] In der Saison 2011/2012 boxte er für CSC Frankfurt in der 2. Bundesliga und blieb in sechs Kämpfen ungeschlagen. 2012 bis 2014 boxte er zudem für den Nordhäuser SV in der 1. Bundesliga, blieb in sieben Kämpfen ungeschlagen und wurde in der letzten Saison Deutscher Mannschaftsmeister.[7] 2014 gewann er mit einem Finalsieg gegen Pawel Siljagin das Round Robin Turnier in Heidelberg und wurde als bester Techniker der Veranstaltung ausgezeichnet.[8] 2015 gewann er auch den Chemiepokal in Halle (Saale).[9]
Trotz seiner Erfolge wurde Bunn vom Deutschen Boxsport-Verband nicht für die Olympischen Spiele 2016 berücksichtigt und beendete daraufhin seine Amateurkarriere.[10][11]
Profikarriere
Leon Bunns Profidebüt fand am 3. Dezember 2016 in Sofia statt, als er seinen Gegner Gordan Glisic in der ersten Runde durch Technischen Knockout besiegte. Ebenfalls im Jahr 2016 wurde Bunn vom Berliner Boxstall Sauerland Event unter Vertrag genommen und wurde bis Ende 2019 von Ulli Wegner trainiert.[12][13]
2017 gewann Bunn auch sein Debüt als Sauerland-Kämpfer sowie seine weiteren vier Kämpfe vorzeitig. In seinem sechsten Kampf als Boxprofi gelang es ihm, seinen Gegner Tomasz Gargula aus Polen trotz Handverletzung in der fünften Runde durch Technischen Knockout zu besiegen.
Im Jahr 2018 kämpfte Leon Bunn insgesamt sechsmal, darunter auch international in Norwegen und Kroatien. Bunn konnte seine Bilanz durch fünf einstimmige Punktsiege sowie einen TKO (Technischer Kampfabbruch durch den Schiedsrichter im Kampf gegen Emmanuel Feuzeu, nachdem die Ecke des Spaniers nicht zur nächsten Runde antreten wollte) ausbauen und blieb somit in allen seinen ersten zwölf Profikämpfen siegreich.
Im Februar 2019 kämpfte Bunn zunächst in Koblenz gegen Viktor Polyakov, welchen er nach Punkten einstimmig besiegte. Am 4. Mai 2019 hat Bunn in seiner Geburtsstadt Frankfurt am Main gegen den ehemals im Cruisergewicht antretenden Leon Harth um den IBF International Titel im Halbschwergewicht geboxt und durch TKO gewonnen.[14][15] Am 2. November 2019 verteidigte Bunn den Titel im Rahmen einer Benefiz-Boxgala gegen Enrico Kölling, in welcher die Einnahmen sowohl aus Ticketverkäufen als auch Spenden auf der Veranstaltung an drei gemeinnützige Vereine gingen.
Im September 2020 kämpfte Bunn in München gegen den Finnen Timo Laine im Catchweight bis 77,5 kg und gewann erstmals trainiert von Zoltan Lunka einstimmig nach Punkten.
Am 22. Oktober 2022 unterlag Bunn dem ebenfalls ungeschlagenen Iren Padraig McCrory im Kampf um den vakanten Weltmeistertitel im Halbschwergewicht der IBO[16].
Liste der Profikämpfe
| Jahr | Tag | Ort | Gegner | Ergebnis für Bunn | |
|---|---|---|---|---|---|
| 2016 | 3. Dezember | Profidebüt | Sieg / TKO 1. Runde | ||
| 2017 | 21. Januar | Sieg / KO 2. Runde | |||
| 25. März | Sieg / TKO 2. Runde | ||||
| 28. April | Sieg / TKO 2. Runde | ||||
| 17. Juni | Sieg / KO 5. Runde | ||||
| 9. September | Sieg / TKO 5. Runde | ||||
| 2018 | 3. Februar | Sieg / Entscheidung (einstimmig) | |||
| 17. Februar | Sieg / Entscheidung (einstimmig) | ||||
| 28. April | Sieg / Entscheidung (einstimmig) | ||||
| 14. Juli | Sieg / Entscheidung (einstimmig) | ||||
| 8. September | Sieg / TKO 7. Runde | ||||
| 1. Dezember | Sieg / Entscheidung (einstimmig) | ||||
| 2019 | 16. Februar | Sieg / Entscheidung (einstimmig) | |||
| 4. Mai | Sieg / TKO 9. Runde vakante IBF-International-Meisterschaft | ||||
| 2. November | Sieg / Entscheidung (einstimmig) IBF-International-Meisterschaft | ||||
| 2020 | 26. September | Sieg / Entscheidung (einstimmig) | |||
| 2021 | 3. Dezember | Sieg / Entscheidung (mehrheitlich) | |||
| 2022 | 7. Mai | Sieg / KO 2. Runde | |||
| 22. Oktober | Niederlage / TKO 6. Runde vakante IBO-Weltmeisterschaft | ||||
| Quelle: Leon Bunn in der BoxRec-Datenbank | |||||
Persönliche Erfolge
- Frankfurts Sportler des Jahres 2019[17]
Weblinks
Einzelnachweise
- Leon Bunn, auf sauerlandpromotion.com
- Leon Bunn - echter Frankfurter Bub
- Leon Bunn - Paffen-Sport
- Der lange Weg zurück ins Rampenlicht
- German National Championships 2015
- German National Championships 2015
- Leon Bunn - MMA Spirit
- International Round Robin Tournament 2014
- Chemistry Cup 2015
- Ich will Weltmeister werden
- Saisonvorbericht 1. Bundesliga Boxen 2016/17
- Leon Bunn „Ich will Weltmeister werden“, auf fnp.de
- Hans-Joachim Leyenberg: Der Traum vom großen Glück im Ring. In: FAZ.net. 29. Dezember 2016, abgerufen am 13. Oktober 2018.
- Leon Bunn vs. Leon Harth am 4. Mai in Frankfurtboxen1.com!, auf boxen1.com
- K.o.-Siege für Bunn und Baraou, auf focus.de
- Leon Bunn verliert WM-Kampf gegen Iren McCrory, auf sueddeutsche.de, abgerufen am 24. Oktober 2022
- Siegerbembel vergeben auf Frankfurter Wochenblatt