Madenreute
Madenreute ist ein Weiler in der Stadt Meckenbeuren am Bodensee, der zur Ortschaft Liebenau gehörte.
Madenreute Stadt Meckenbeuren | |
|---|---|
| Höhe: | 490 m ü. NHN |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1937 |
| Eingemeindet nach: | Meckenbeuren |
| Postleitzahl: | 88074 |
| Vorwahl: | 07542 |
![]() Karte Kartenblatt SO LXXIX 37 Stand 1825 / Oberamt Tettnang und Ravensburg | |
Geografie
Der äußerst kleine Weiler liegt an der Schwarzach(Schwaben), welche bei Amtzell entspringt. Das Ortsbild wird dominant von der Bauernsäge Martin geprägt, da die Hauptstraße den Betriebshof durchquert.
Geschichte
Erstmalig wurde Madenreute als Marderruti 1521 als montfortischer Besitz erwähnt[1]. Dieser war von 1812 bis 1853 bei der damaligen Gemeinde Kaltenberg und bis 1937 Gemeinde Liebenau zugeordnet. Die Eingemeindung wurde nach Meckenbeuren 1937 vollzogen.
NS-Zeit
Traurige Berühmtheit erlangte der Ort in einem Ermittlungsverfahren gegen den Obersturmbandführer Friedrich Mußgay, der einen polnischen Zwangsarbeiter wegen eines Liebesverhältnisses zu einer deutschen Frau hatte, am 30. Mai 1941 exekutieren ließ. Zitat: ...Auf Antrag von Gestapo-Chef Mußgay wurden polnische Zwangsarbeiter, die ein Liebesverhältnis mit deutschen Frauen hatten, auf brutale Art und Weise exekutiert, wobei Mußgay bei den Exekutionen selbst anwesend war.... Józef Musial (1914 - 1941), der von der Gestapo im Juni 1941 in Madenreute in der Nähe von Meckenbeuren umgebracht wurde....[2][3]. Mußgay entzog sich am 3. September 1946 in seiner Zelle dem Gerichtsverfahren durch Erhängen.
Gewerbe und Handwerk
Sägewerk

Das Sägewerk, das nur Sägeaufträge umliegender Landwirte abarbeitet, ist einer der letzten Laubholzsägen der Region. Mittels eines Blockbandsägewerks können Stämme mit 1,3 mtr. Durchmesser und 11,5 mtr. Länge aufgetrennt werden. Dem heutigen Sägewerksmeister Hans Martin gingen 1838, als das Wasser- und Sägewerk wie auch Ölmühle erstmalig erwähnt wurde[4], Franz Gresser, vormals J.C. Bertram und 1892 Xaver Martin voraus[5].
Literatur
- Gemeinde Liebenau. In: Johann Daniel Georg von Memminger (Hrsg.): Beschreibung des Oberamts Tettnang (= Die Württembergischen Oberamtsbeschreibungen 1824–1886. Band 14). Cotta’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart / Tübingen 1838, S. 234–235 (Volltext [Wikisource]).
Einzelnachweise
- https://www.leo-bw.de/web/guest/detail-gis/-/Detail/details/ORT/labw_ortslexikon/18078/Madenreute++Meckenbeuren+FN Landesarchiv LEO BW
- http://www.informationsmittel-fuer-bibliotheken.de/showfile.php?id=10939 Informationsmittel für Bibliotheken
- https://www.leo-bw.de/detail/-/Detail/details/PERSON/kgl_biographien/137925670/Mu%C3%9Fgay+Friedrich+Paul Landesarchiv BW
- https://www.google.de/books/edition/Beschreibung_des_k%C3%B6nigreichs_W%C3%BCrttembe/r1ynnkR0uQUC?hl=de&gbpv=1&dq=madenreute&pg=PA186&printsec=frontcover Säg-und Oelmühle mit Hanfbleiel
- https://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=2-73852 Landesarchiv BW LeoBW
- https://www.pferde-hertwig.de/ Pferdehof Hertwig
- http://s459826728.website-start.de/ RV Meckenbeuren-Madenreute
