Mauthausen Komitee Österreich

Das Mauthausen Komitee Österreich (kurz: MKÖ) ist seit 15. Dezember 1997 als österreichischer Verein[2][3] organisiert und leistet pädagogische und wissenschaftliche Arbeit zum Konzentrationslager Mauthausen und dessen Nebenlagern in Österreich. Das MKÖ hat seinen Sitz in der Wiener Leopoldstadt, Obere Donaustraße 97–99.[3]

Mauthausen Komitee Österreich
(MKÖ)
Zweck: Pädagogische und wissenschaftliche Arbeit zum KZ Mauthausen
Vorsitz: Willi Mernyi[1]
Geschäftsführerin: Christa Bauer[1]
Gründungsdatum: 1997
Sitz: Wien
Website: www.mkoe.at

Definition

Das Mauthausen Komitee definiert sich folgendermaßen:

„Unser Verein ist überparteilich und überkonfessionell. Wir treten für eine freie und demokratische Gesellschaft und für die Wahrung der Menschenrechte aller ein, unabhängig von Staatsangehörigkeit, politischer Gesinnung und Religion, und wir arbeiten entschieden gegen alle Arten von Faschismus, Rassismus, Neonazimus, Chauvinismus und Antisemitismus.“[1]

Arbeit

Mit solchen Richtlinien beschäftigt sich das Komitee vor allem mit dem Gedenken an die NS-Diktatur und deren Aufarbeitung. Schwerpunkte sind dabei die Arbeit mit Jugendlichen sowie die pädagogische und wissenschaftliche Betreuung des KZ Mauthausen und seiner Nebenlager. Für Jugendliche ist auch eine „Europäische Jugendbegegnungsstätte“ vorgesehen.

Als Teil des „Comité International de Mauthausen“ steht das Österreichische Mauthausen Komitee in intensivem Kontakt mit verschiedensten Partnerorganisationen in ganz Europa, wie zum Beispiel der Amicale de Mauthausen in Paris, und organisiert mit ihnen diverse Gedenk- und Befreiungsfeiern.

Österreichweit hat das Komitee in einigen Bundesländern Unterorganisationen, die als bundesweites Gedenknetzwerk dienen und zur Gedenkarbeit an die Nebenlager, die Mauthausen direkt unterstellt waren oder anderer Nebenlager anregen sollen, die es in ganz Österreich gegeben hat.

Das Mauthausen Komitee Österreich hat im August 2017 eine Broschüre mit dem Titel Die FPÖ und der Rechtsextremismus: Lauter Einzelfälle? veröffentlicht, in der rechtsextremistische Vorfälle innerhalb der FPÖ dokumentiert wurden.[4] Die Liste rechtsextremer und neonazistischer Vorfälle in der FPÖ bildet diese Liste der Einzelfälle teilweise ab.

Leitung

Geschäftsführerin ist Christa Bauer.[1]

Vorstand

Der Vorstand besteht aus folgenden Personen (Jänner 2023):[1]

  • Willi Mernyi, Vorsitzender
  • Josef Pumberger, Finanzreferent
  • Raimund Fastenbauer, Vorstandsmitglied
  • Benjamin Nägele, Vorstandsmitglied
  • Verena Mayrhofer, Vorstandsmitglied
  • Mario Roitmair, Vorstandsmitglied
  • Martin Kranzl-Greinecker, Vorstandsmitglied
  • Johannes Sieder, Vorstandsmitglied
  • Robert Eiter, Regionalvertreter MKÖ Nord
  • dzt. unbesetzt, Regionalvertreter MKÖ Süd
  • Alexander Hauer, Regionalvertreter MKÖ Ost
  • Manfred Morokutti, BA, Bundeslandkoordinator MKÖ Kärnten
  • Ludwig Popper, Bundeslandkoordinator Burgenland
  • Nikolina Franjkic, Bundeslandkoordinatorin Wien
  • dzt. unbesetzt, Bundeslandkoordinator Steiermark
Ehemalige Vorstandsmitglieder (Auswahl)

Wolfgang J. Bandion, Andreas Baumgartner, Marko Feingold, Peter Gstettner

Kuratorium

Das Kuratorium besteht aus folgenden Personen des öffentlichen Lebens (Jänner 2023):[1]

Ehemalige Kuratoriumsmitglieder

Kardinal Christoph Schönborn, Erich Foglar, Ernst Nedwed, Gerhard Kastelic, Michael Bünker, Michael Häupl, Josef Pühringer, Rudolf Sarközi, Kurt Krickler, Brigitte Bailer, Erhard Busek, Erika Weinzierl, Richard Schreiber, Helmut Schüller, Philipp Jost.

Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen

Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen
(ÖLM)
Zweck: Organisation der österreichischen Überlebenden des KZ Mauthausen
Vorsitz: Willi Mernyi[5]
Gründungsdatum: 1964
Sitz: Wien
Website: www.mkoe.at

Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) besteht parallel zur Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen (ÖLM), in der die österreichischen Überlebenden des KZ-Mauthausen vereint sind. Waren diese nach der Befreiung innerhalb des KZ-Verbands als Gruppe organisiert, wurde die ÖLM mit 11. September 1964 als eigenständiger Verein gegründet.[6][5]

Vorsitzender in Personalunion mit dem Mauthausen Komitee Österreich ist Willi Mernyi, Vorsitzender-Stellvertreter sind Albert Langanke und Josef Pumberger. Die weiteren Vorstandsmitglieder sind Wolfgang Bandion, Ruth Steiner und Fritz Käferböck-Stelzer.[5]

Publikationen

Auszeichnungen

  • www.mkoe.at – Website des Mauthausen Komitee Österreich

Einzelnachweise

  1. Mauthausen Komitee Österreich. In: Über uns. Website des Mauthausen Komitee Österreich, ohne Datum, abgerufen am 3. Februar 2023.
  2. Statut für den gemeinnützigen Verein „Mauthausen Komitee Österreich“. (PDF; 328 KB) Vereinsstatut zum Stand 2020 auf der Website des Mauthausen Komitee Österreich, abgerufen am 3. Februar 2023.
  3. Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ), Eingetragen im Zentralen Vereinsregister unter der ZVR-Zahl 545896703. Vereinsregisterauszug abgerufen zum Stichtag 3. Februar 2023.
  4. derStandard: Sechzig blaue „Einzelfälle“: Broschüre über FPÖ-Skandale. In: Der Standard, abgerufen am 3. Februar 2023.
  5. Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen, Eingetragen im Zentralen Vereinsregister unter der ZVR-Zahl 645236771. Vereinsregisterauszug abgerufen zum Stichtag 3. Februar 2023.
  6. Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen. In: Über uns. Website des Mauthausen Komitee Österreich, ohne Datum, abgerufen am 3. Februar 2023.
  7. edition mauthausen. In: Publikationen. Website des Mauthausen Komitee Österreich, ohne Datum, abgerufen am 3. Februar 2023 (Website edition mauthausen).
  8. Präsentation der Edition Mauthausen im Parlament. Prammer: Niemals vergessen, niemals verdrängen, niemals verleugnen. In: Parlamentskorrespondenz des österreichischen Parlaments, Nr. 279, 31. März 2008, abgerufen am 3. Februar 2023.
  9. Buch „Rechtsextrem“. Website zum Buch. Hrsg. Mauthausen Komitee Österreich.
  10. Demokratiepreis der Margaretha-Lupac-Stiftung verliehen. In: News – Archiv. Webportal des österreichischen Parlaments, 19. Jänner 2013, abgerufen am 3. Februar 2023.
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