Meredith Whittaker
Meredith Whittaker ist eine US-amerikanische Forscherin und Beraterin, die sich mit den sozialen Auswirkungen und ethischen Fragen von künstlicher Intelligenz (KI) und Datenschutz auseinandersetzt. Sie ist außerdem Präsidentin der gemeinnützigen Signal-Stiftung.[1]

Karriere
Meredith Whittaker ist Mitbegründerin, ehemals Fakultätsdirektorin, und jetzt Beraterin des AI Now Instituts an der New York University.[2] Seit September 2022 ist sie neben ihrer Rolle als Mitglied im dreiköpfigen Aufsichtsrat der gemeinnützigen Signal-Stiftung auch deren Präsidentin.[3] Diese Non-Profit-Organisation trägt die Verantwortung für die gleichnamige Messenger-App Signal.[4]
Meredith Whittaker hat einen Bachelor-Abschluss in Rhetorik von der University of California, Berkeley und hat nach eigener Aussage das meiste von dem, was sie tut, selbst gelernt, indem sie es tat.[5] Ab 2006 war sie dreizehn Jahre lang bei dem US-amerikanischen Unternehmen Google beschäftigt, wo sie die Google Open Research Group gründete.[6] 2018 war sie eine zentrale Organisatorin der Proteste von Google-Mitarbeitern gegen Diskriminierung und Überwachung und schied im Juli 2019 aus dem Unternehmen aus.[7]
Whittaker wirkte vor ihrer Tätigkeit für die Signal Foundation als Minderoo Research Professorin an der New York University.[8] Vom November 2021 bis September 2022 war sie Senior Advisor für Künstliche Intelligenz für die US-amerikanische Federal Trade Commission.[9]
Literatur
- Meredith Whittaker: The Steep Cost of Capture. In: ACM Interactions. Band 28, Nr. 6, November 2021, S. 50–55, doi:10.1145/3488666 (englisch, ssrn.com [abgerufen am 7. September 2022]).
- Eva Wolfangel: Google-Kritikerin Whittaker: „KI ist eine Technik der Mächtigen“. In: MIT Technology Review. 19. August 2022, abgerufen am 1. September 2022.
- Andreas Proschofsky: Neue Signal-Chefin: "Werden uns nicht am Geschäftsmodell der Überwachung beteiligen" In: Der Standard. 6. September 2022, abgerufen am 9. Februar 2023.
- Simon Hurtz: "Whatsapp ist weder wirklich sicher noch privat" In: Süddeutsche Zeitung. 7. September 2022, abgerufen am 9. Februar 2023.
- Ruth Fulterer: "Künstliche Intelligenz kommt direkt aus dem Überwachungsmonopol der Tech-Firmen" In: Neue Zürcher Zeitung. 6. September 2022, abgerufen am 9. Februar 2023.
Weblinks
Einzelnachweise
- Ruth Fulterer: Interview «Künstliche Intelligenz kommt direkt aus dem Überwachungsmonopol der Tech-Firmen». In: Neue Zürcher Zeitung (NZZ). 6. September 2022, abgerufen am 21. September 2022.
- AI Now Faculty. Abgerufen am 1. September 2022 (englisch).
- A Message from Signal’s New President. Abgerufen am 6. September 2022 (englisch).
Vgl. auch Nitasha Tiku: Encrypted app Signal just hired one of Big Tech’s sharpest critics. In: Washington Post. 6. September 2022, abgerufen am 7. September 2022.
Ebenso Oliver Bünte: Google-Kritikerin Meredith Whittaker wird Präsidentin von Signal. In: heise online. 6. September 2022, abgerufen am 7. September 2022. - Signal Foundation. Abgerufen am 1. September 2022 (englisch).
- Meredith Whittaker @OpenTechFund: People behind OTF – Meredith Whittaker. Abgerufen am 21. September 2022 (englisch).
- Kritik an Google: „Sogenannte KI basiert von Natur aus auf einer Machtbeziehung“. In: heise online. Abgerufen am 1. September 2022.
- Google Walkout For Real Change: Onward! Another #GoogleWalkout Goodbye. In: Medium. 16. Juli 2019, abgerufen am 1. September 2022 (englisch).
- NYU Tandon School of Engineering: Faculty – Meredith Whittaker. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 7. Oktober 2022; abgerufen am 21. September 2022 (englisch).
- FTC Chair Lina M. Khan Announces New Appointments in Agency Leadership Positions. 19. November 2021, abgerufen am 1. September 2022 (englisch).
Vgl. auch Andreas Proschofsky: Neue Signal-Chefin: "Werden uns nicht am Geschäftsmodell der Überwachung beteiligen". In: Der Standard. 6. September 2022, abgerufen am 7. September 2022.