Nicola Pellow

Nicola Pellow ist eine Informatikerin. Sie war Mitglied des neunzehnköpfigen WWW-Projects, welches am CERN im Schweizer Kanton Genf unter der Leitung von Tim Berners-Lee die Grundlagen des heutigen Internets erarbeitete.[1]

Nicola Pellow mit Tim Berners-Lee im Büro des CERN

Bedeutung

Nicola Pellow kam im November 1990 zum WWW-Project. Dieses Auslandsjahr war Teil ihres Mathematik-Studiums an der Leicester Polytechnic, der heutigen De Montfort University in Leicester.[1][2] Pellow selbst berichtete, dass sie bis dahin nur wenig Erfahrung mit Programmiersprachen hatte "… abgesehen von ersten Versuchen mit Pascal und Fortran im Rahmen meines Studiums."[2]

Kurz nachdem Berners-Lee den WorldWideWeb-Webbrowser für die NeXT-Plattform fertiggestellt hatte,[3] wurde Pellow beauftragt, einen Browser für Nicht-NeXT-Systemen zu entwickeln. Nach einer Kurzeinführung in die Programmiersprache C[2] erstellte sie die Ursprungsversion des Line Mode Browsers.[4][5][6][1][5][7] Das WWW-Team schuf auf Grundlage ihrer Arbeit verschiedene Experimentalversionen des Programms.[8] Pellow arbeitete weiter daran mit, den Browser an verschiedene Computertypen anzupassen.[9]

Sie verließ das CERN Ende August 1991 und schloss ihr Studium am Leicester Polytechnic 1992 ab. Danach kehrte sie ans CERN zurück und arbeitete mit Robert Cailliau am MacWWW,[10][11] dem ersten Webbrowser für das MacOS.[9][12] Sie hat sich mittlerweile komplett aus der Technologiebranche zurückgezogen und arbeitet für einen Sozialdienst. Generell wird ihr das Verdienst zugerechnet, dass der "Line Mode Browser" die weltweite Aufmerksamkeit für das Web geweckt hat.[13]

Weiterführende Seiten

Quellnachweise

  1. Ten Years Public Domain for the Original Web Software. (Nicht mehr online verfügbar.) CERN, archiviert vom Original am 29. Juni 2017; abgerufen am 21. Juli 2010.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/tenyears-www.web.cern.chVorlage:Cite web/temporär
  2. Gillies, James; Cailliau, R.: How the Web was Born: The Story of the World Wide Web. Oxford University Press, 2000, ISBN 0-19-286207-3, S. 6 (google.com).
  3. A screenshot from TBL's first web browser
  4. A view from Nicola Pellow's line mode browser (Memento des Originals vom 28. Mai 2019 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/line-mode.cern.ch
  5. Dream team of web developers to recreate line-mode browser | CERN. In: home.cern. Abgerufen am 2. November 2016.Vorlage:Cite web/temporär
  6. http://web.stanford.edu/class/cs344g T. J. Berners-Lee, R. Cailliau, J. F. Groff: Computer Networks and ISDN Systems, Vol. 25, Seite 458, 1992
  7. Matthew Lasar: Before Netscape: the forgotten Web browsers of the early 1990s. In: Ars Technica. 11. Oktober 2011, abgerufen am 8. Januar 2014.Vorlage:Cite web/temporär
  8. Walter Isaacson: The Innovators: How a Group of Hackers, Geniuses, and Geeks Created the Digital Revolution. Simon and Schuster, 2014, ISBN 978-1-4767-0871-3, S. 415 (englisch, google.com).
  9. Bill Stewart: Web Browser History. Living Internet, 2015, abgerufen am 21. März 2017.Vorlage:Cite web/temporär
  10. MacWWW: the first web browser for the Apple Macintosh platform. In: www.internet-guide.co.uk. Abgerufen am 2. November 2016.Vorlage:Cite web/temporär
  11. Screenshot of the first Mac web browser
  12. Tim Berners-Lee: Macintosh Browser. World Wide Web Consortium, 3. November 1992, abgerufen am 2. Juni 2010.Vorlage:Cite web/temporär
  13. ada eMagazin vom 30.08.2019. Abgerufen am 29. August 2020.
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