Satz von Slutsky

Der Satz von Slutsky bzw. das Slutsky-Theorem, entwickelt von Jewgeni Sluzki (E. Slutsky), ist ein mathematischer Satz aus dem Gebiet der Wahrscheinlichkeitstheorie, der die Konvergenz von Zufallsvariablen betrifft. Der Satz von Slutsky spielt in der Anwendung eine wichtige Rolle, da die Parameter einer Verteilung in der Praxis selten bekannt sind und daher geschätzt werden müssen. Der Satz von Slutsky ermöglicht es, die unbekannten Verteilungsparameter durch geschätzte Größen zu ersetzen, die in Wahrscheinlichkeit gegen den wahren Parameter konvergieren.[1]

Theorem

Falls die Folge von Zufallsvariablen für gegen unendlich gegen die Zufallsvariable in Verteilung konvergiert und die Folgen von Zufallsvariablen und gegen die Werte bzw. in Wahrscheinlichkeit konvergieren, dann konvergiert die Funktion in Verteilung gegen . Kurz:

Beweisskizze

Der Satz von Slutsky folgt in dieser Form aus drei Beobachtungen:

  • Wenn und bzw. , so konvergiert der Zufallsvektor in Verteilung gegen .
  • Konvergenz in Wahrscheinlichkeit impliziert Konvergenz in Verteilung.
  • Nun wendet man den Satz von der stetigen Abbildung auf an.

Literatur

  • Erich L. Lehmann: Elements of large sample theory. Springer, New York 1999, ISBN 0-387-98595-6, S. 70.
  • Harald Cramér: Mathematical Methods of Statistics. Princeton University Press, Princeton 1946, S. 254.

Einzelnachweise

  1. Michael Messer, Gaby Schneider: Statistik: Theorie und Praxis im Dialog. Hrsg.: Springer Spektrum. 2019, ISBN 978-3-662-59338-7, S. 19.
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