spec.

Die Abkürzung spec. (selten auch sp.) vom lateinischen Wort species (deutsch: Spezies, Art) wird im biologischen Sprachgebrauch Gattungsbezeichnungen hinten angestellt, wenn man ausdrücken will, dass es sich zwar um eine konkrete Art handelt, das genaue Artepitheton aber nicht bekannt oder bedeutungslos ist. So steht zum Beispiel Mentha spec. für eine nicht näher spezifizierte Art aus der Gattung der Minzen.

Im Gegensatz zu dem üblicherweise kursiv ausgezeichneten wissenschaftlichen Gattungsnamen steht spec. dabei meist im normalen Textsatz. Die Abkürzung ist nicht mit ssp. zu verwechseln.

Alternativ ist auch die Abkürzung sp. anstelle von spec. in Gebrauch.

Verwendungsbeispiele

Die Erstbeschreibungen von Inocybe amelandica Bandini & B.Oertel[1] sowie von Tricholoma distantifoliaceum E.Ludw. & H.Willer verwenden die Abkürzung spec. nov.

Im zweiten Band des Pilzkompendiums von Erhard Ludwig als Conocybe spec. 1 bezeichnet und abgebildet, die später dann doch einer Art zugeordnet werden konnte, wie Ludwig in Band 3 ausgeführt: „S. 110 (Abb. 92.25): Conocybe spec. 1 ist Conocybe umbonata (Massee) Watling“.[2] S. XXIII

In der Bearbeitung der Gattung Sistotrema innerhalb des Werks „The Corticiaceae of Northern Europe“ werden zwar unbestimmte Arten z. B. als Sistotrema sp. Blomdahl 565, Sistotrema sp. B. & J. Eriks. 4452 (etc.) bezeichnet, aber im selben Werk wird z. B. Sistotremella hauerslevii Hjortst. mit dem Zusatz spec. nov. neu beschrieben.[3]

In einer Studie zur Pilzflora der Dölauer Heide werden nicht näher bestimmte Kollektionen aus der Gattung Amanita als Amanita spec. bezeichnet.[4]

Einzelnachweise

  1. Ditte Bandini, Bernd Oertel, Christina Schüssler & Ursula Eberhardt: Noch mehr Risspilze: Fünfzehn neue und zwei wenig bekannte Arten der Gattung Inocybe. In: Mycologia Bavarica. Band 20, 2020, S. 13–101. (PDF)
  2. Erhard Ludwig: Pilzkompendium Band 3 Beschreibungen. Die übrigen Gattungen der Agaricales mit weißem Sporenpulver. Fungicon, Berlin 2012, ISBN 978-3-940316-03-5.
  3. John Eriksson, Kurz Hjortstam & Leif Ryvarden: The Corticiaceae of North Europe vol. 7 Schizopora – Suillosporium. Fungiflora, Oslo 1. Juni 1984.
  4. Torsten Albrecht: Die Pilzflora der Dölauer Heide bei Halle (Saale). In: Berichte des Landesamtes für Umweltschutz Sachsen-Anhalt – Sonderheft. Band 1, 1997.
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