Strahlungshärten
Strahlungshärten ist der Prozess, bei dem elektronische Komponenten und Schaltungen gegen Beschädigungen oder Fehlfunktionen durch hohe ionisierende Strahlung (Partikelstrahlung und energiereiche elektromagnetische Strahlung) resistent gemacht werden, insbesondere für Umgebungen im Weltraum und im Höhenflug um Kernreaktoren und Teilchenbeschleuniger oder bei nuklearen Unfällen oder nuklearen Kriegen. Die meisten elektronischen Halbleiterbauteile sind anfällig für Strahlenschäden, und strahlungsgehärtete Bauteile basieren auf ihren nicht gehärteten Äquivalenten, wobei einige Konstruktions- und Herstellungsvarianten die Anfälligkeit für Strahlenschäden verringern. Aufgrund der umfangreichen Entwicklung und Tests, die erforderlich sind, um ein strahlungstolerantes Design eines mikroelektronischen Chips herzustellen, bleiben strahlungsgehärtete Chips tendenziell hinter den jüngsten Entwicklungen zurück.
Strahlengehärtete Produkte werden typischerweise einem oder mehreren resultierenden Effekttests unterzogen, einschließlich der Gesamtionisierungsdosis (engl. total ionizing dose, TID), verstärkten Effekten mit niedriger Dosisleistung (engl. enhanced low dose rate sensitivity, ELDRS), Neutronen- und Protonenverschiebungsschäden und Einzelereigniseffekten.