Komitat Hermannstadt
Das Komitat Hermannstadt (ungarisch Szeben vármegye, lateinisch comitatus Cibinensis, rumänisch Comitatul Sibiu) war eine historische Verwaltungseinheit (Gespanschaft/Komitat) im Königreich Ungarn in Siebenbürgen.
| Komitat Hermannstadt Szeben (1876–1920) | |
|---|---|
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| Verwaltungssitz: | Nagyszeben |
| Fläche: | 3.618 km² |
| Bevölkerung: | 176.921[1] |
| Volksgruppen: | 64 % Rumänen 28 % Deutsche 6 % Ungarn 2 % andere (Slowaken, Russinen, Serben, Kroaten)[2] |
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Geographie

Es umfasste mit seinen 88 Gemeinden (1881) eine Fläche von etwa 3.600 km² und grenzte an die Komitate Hunyad, Unterweißenburg (Alsó-Fehér), Groß-Kokelburg (Nagy-Küküllő), Fogaras und an das Königreich Rumänien. Es ist besonders im Süden gebirgig (Surul). Die fruchtbaren Niederungen werden vom Fluß Alt und dem Zibin (Szeben) durchströmt. Dieses Wort stellt die Wurzel des rumänischen Namens von Hermannstadt, Sibiu, dar.
1881 hatte es 141.627 rumänische, sächsische und ungarische Einwohner.
Amtssitz war die Stadt Hermannstadt (rumänisch Sibiu, ungarisch Nagyszeben). Von dort führt die 36 km lange, zum Teil in Felsen gehauene „Karolinenstraße“ am Fluss Alt entlang durch den Rotenturmpass in die Walachei.
Geschichte
Das Komitat entstand bei der ungarischen Komitatsreform 1876 aus den Verwaltungsgebieten des Hermannstädter Stuhls, des Mühlbacher Stuhls, des Reußmarkter Stuhls und des Leschkircher Stuhls (Sieben Stühle) sowie kleinen Teilen der Komitate Felső-Fehér und Alsó-Fehér und bestand in dieser Form bis 1918/1920. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs kam das Gebiet zu Rumänien und bestand hier bis 1960 mit Unterbrechungen als Kreis Sibiu in den alten Grenzen weiter, seitdem liegt der Hauptteil im heutigen Kreis Sibiu, das Gebiet um die Stadt Mühlbach (Sebeș) gehört jetzt zum Kreis Alba.
Bezirksunterteilung
Im frühen 20. Jahrhundert bestanden folgende Stuhlbezirke (meist nach dem Namen des Verwaltungssitzes benannt).
| Stuhlbezirke (járások) | |
|---|---|
| Stuhlbezirk | Verwaltungssitz |
| Nagydisznód | Nagydisznód, Heltau, rum.: Cisnădie |
| Nagyszeben | Nagyszeben, Hermannstadt, rum.: Sibiu |
| Szászsebes | Szászsebes, Mühlbach, rum.M Sebeș |
| Szelistye | Szelistye, heute Săliște |
| Szerdahely | Szerdahely, Reussmarkt, Miercurea Sibiului |
| Újegyház | Újegyház, Leschkirch, rum.: Nocrich |
| Stadtbezirke (rendezett tanácsú városok) | |
| Nagyszeben, Hermannstadt, Sibiu | |
| Szászsebes, Mühlbach, Sebeș | |
Sämtliche Orte liegen im heutigen Rumänien.
Weblinks
Siehe auch
Quellen
- A magyar szent korona országainak 1910. évi népszámlálása. Budapest 1912, S. 12 ff.
- A magyar szent korona országainak 1910. évi népszámlálása. Budapest 1912, S. 22 ff. (Volkszählung von 1910)


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