Tina Voß
Tina Voß (* 27. November 1969 in Seesen)[1][2] ist eine deutsche Betriebswirtin, Zeitarbeits-Unternehmerin[3] und Honorarkonsulin von Norwegen.[4] Als Schriftstellerin debütierte sie 2014 mit einem Roman, in dem ihr Mops die Hauptrolle spielt.[5]
_Stra%C3%9Fenfest-Veranstalterin_Stefanie_Eichel_mit_Tina_Vo%C3%9F.JPG.webp)
Leben
Tina Voß wuchs zunächst in Seesen auf, zog aber schon als Kleinkind mit ihren Eltern und ihrer älteren Schwester nach Gittelde[1], wo sie auch zur Grundschule ging. Anschließend besuchte sie die Realschule in Badenhausen.[6] Ihr Vater war Kraftfahrzeug-Handwerksmeister, und sie wollte ebenfalls Kfz-Mechanikerin werden, fand aber keinen Ausbildungsplatz mit der erforderlichen Damentoilette. Schließlich absolvierte sie eine Ausbildung zur Industriekauffrau bei Sonnen Bassermann im mittlerweile geschlossenen Werk Seesen,[7] gefolgt von einer Weiterbildung zur Betriebswirtin[8] mit dem Schwerpunkt Finanz- und Investitionsrechnung.[5] Mit dem Personalwesen kam sie in Berührung, als sie mit Anfang zwanzig eine Führungsposition als Personaldisponentin in einer Zeitarbeitsfirma annahm.[8]
1996 machte sich Tina Voß selbständig[9] und gründete zusammen mit einem Partner die Tina Voß Zeitarbeit GmbH. Im Jahr 2000 war sie mit ihrem Unternehmen Marktführerin in der Region Hannover, bezog im folgenden Jahr eigene Büroräume[10] in Hannover und gründete 2003 die gewerbliche Tochtergesellschaft Tina Voß Industrie GmbH. Im selben Jahr schloss sie einen hauseigenen Manteltarifvertrag mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ab,[10] seit 2008 zahlt sie den Mindestlohn.[11] Ver.di bewertete ihre Firma als ein Unternehmen der Zeitarbeitsbranche, „das sich von vielen anderen in bemerkenswert positiver Weise unterscheide“.[11] Im Jahr 2009 gründete sie die Tina-Voß-Stiftung, die in der Region Hannover Projekte in den Bereichen Jugend, Kultur und Soziales fördert.[12] Tina Voß ist stellvertretende Präsidentin der IHK Hannover. Die Tina Voß GmbH beschäftigt heute ungefähr 40 Frauen und 3 Männer.[7]
Voß war mehrmals Gast in TV-Talkshows zum Thema Arbeitswelt.[13][14]
Am 11. Juli 2017 wurde Voß in ihr Amt als Honorarkonsulin von Norwegen eingeführt.[4]
Seit Januar 2019 tritt sie mit Dietmar Wischmeyer in der Sendung Wischmeyers Stundenhotel auf Bremen Zwei auf, in der Alltagsthemen und Alltagsphilosophisches satirisch behandelt werden.[15]
Tina Voß wohnt in einem Bungalow in Hannover nahe der Stadtgrenze.[1] Zu ihren Hobbys zählen Bergsteigen, Laufen, Skifahren, Tanzen sowie Kuchenbacken, in jüngerer Zeit ist Camping mit einem Wohnmobil hinzugekommen.[7] Zum Höhepunkt und Ende ihrer Karriere als Bergsteigerin bestieg sie einmal den Kilimandscharo. Sie hatte auch den Tauchschein gemacht, dann aber festgestellt, dass ihr dieser Sport nicht liegt.
Ehrungen (Auswahl)
- 2004: Local Hero, Auszeichnung durch die bundesweite Initiative des Unternehmermagazins Impulse und des Telefonbuchverlags Das Örtliche[16]
- 2005: „Großer Preis des Mittelstandes“ der Oskar-Patzelt-Stiftung[17]
- 2007: Niedersächsischer Verdienstorden am Bande[3][10]
Veröffentlichungen
- Ex & Mops, 1. Auflage, Dryas, Frankfurt am Main 2014, ISBN 978-3-940855-54-1 und ISBN 3-940855-54-5 (E-Book)
- Kein Mops ist auch keine Lösung, 1. Auflage, Dryas, Frankfurt am Main 2015, ISBN 978-3-940855-62-6
Literatur
- Sabine Göttel: Tina Voß, in: 100 hannoversche Köpfe, hrsg. von Tigo Zeyen und Anne Weber-Ploemacher, mit Fotografien von Joachim Giesel, Niemeyer, Hameln 2006, ISBN 978-3-8271-9251-6 und ISBN 3-8271-9251-X, S. 192f.
- Hermann Scherer: Die Clubbing-Strategie, in: Hermann Scherer: Wie man Bill Clinton nach Deutschland holt. networking für Fortgeschrittene, Frankfurt/Main; New York: Campus-Verlag, 2006, ISBN 978-3-593-37766-7 und ISBN 3-593-37766-7, S. 92 ff.; online über Google-Bücher
Weblinks
- tina-voss.de
- Tina Voß-Stiftung
- Simon Benne: Roman von Tina Voß: Von Menschen und Möpsen, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 11. September 2014
- Sebastian Knoppik: Zeitarbeit: Umstrittener Klebeeffekt. (Seite 1 – Seite 2 – Seite 3) Süddeutsche.de, 17. Mai 2010
- Tina Voß, Gründerin einer Zeitarbeitsfirma, Westart Talk – Der Wert der Arbeit – Haben wir das verdient?, Wdr.de, 26. Januar 2014
Einzelnachweise und Anmerkungen
- Podcast Stundenhotel, Folge "Dachschaden und Mietnomaden"
- Die Neue Presse vom 24. September 2014 nennt lediglich Seesen als Geburtsort; vergleiche Maike Jacobs: Herrn Karlssons mopsfideles Frauenbuch, Neue Presse, 24. September 2014, S. 28
- Vergleiche die Angaben unter der GND-Nummer der Deutschen Nationalbibliothek
- Jan Seddelis: Tina Voß ist Norwegens Konsulin / Zeitarbeits-Chefin wird Diplomatin, in: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 12. Juli 2017.
- Maike Jacobs: Herrn Karlssons mopsfideles Frauenbuch, Neue Presse, 24. September 2014, S. 28
- Podcast Stundenhotel, Folge "Blockflöte und Tafelkreide"
- Podcast Stundenhotel, Folge "Von Frau zu Frau"
- Sabine Göttel: Tina Voß, in: 100 hannoversche Köpfe, Hamel 2006
- Christoph Dannowski: Im Morgengrauen: Joggen mit Tina Voß, Neue Presse, 7. Januar 2013
- Meilensteine (Memento des Originals vom 6. Oktober 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., tina-voss.de, abgerufen am 24. September 2014
- Zeitarbeit: Tina Voß zahlt den Mindestlohn, Pressemitteilung ver.di Landesbezirk Niedersachsen-Bremen, 1. August 2008
- Tina Voß-Stiftung, Bürgerstiftung Hannover
- Menschen bei Maischberger, Programm ARD.de, 16. April 2011
- West ART Talk – Live aus dem WDR Foyer, Programm ARD.de, 2. Februar 2014
- Wischmeyers Stundenhotel – Podcast. Abgerufen am 15. November 2021 (deutsch).
- Tina Voß von Wulff zur Heldin gekürt, Neue Presse, 9. Juni 2004; online (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf tina-voss.de, abgerufen am 24. September 2014
- Preisträger 2005 aus Niedersachsen/Bremen (Memento des Originals vom 6. Oktober 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Oskar-Patzelt-Stiftung, 1. November 2005