UN Verification Mission in Colombia

Nachdem der jahrzehntelangen Bewaffneten Konflikt in Kolumbien zwischen den FARC-Rebellen und der kolumbianischen Regierung beigelegt worden ist, wurde im Schlussabkommen vom 26. November 2016 die UN Verification Mission in Colombia, (UNMC) (deutsch: UN-Mission in Kolumbien), eine Überwachungsmission der Vereinten Nationen vereinbart.

UNMC
Einsatzgebiet Kolumbien
Deutsche Bezeichnung UN-Mission in Kolumbien
Englische Bezeichnung UN Verification Mission in Colombia
Basierend auf UN-Resolution 2366 (10. Juli 2017)
Weitere UN-Resolutionen 2377, 2381, 2434, 2487, 2545, 2574
Art der Mission Friedensmission
Beginn 14. September 2017
Ende andauernd
Kartenübersicht
Lage des Einsatzgebietes

Aufgaben und Ablauf

Der UN-Sicherheitsrat beschloss die Mission mit der Resolution 2366 vom 10. Juli 2017 um die Umsetzung des Friedensabkommen zwischen den FARC-Rebellen und der kolumbianischen Regierung zu durch Beobachter zu überwachen. Dies beinhalte die wirtschaftliche, soziale und politische Wiedereingliederung ehemaliger Mitglieder der FARC-Rebellen in die kolumbianische Zivilgesellschaft durch entsprechende Förderprogramme. Sowie der Schutz ehemaliger Mitglieder der FARC durch Förderung von Schutzprogrammen und deren lokale Überprüfungen.[1] UN-Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres besuchte am 13. Januar 2018 die Vertreter der UN-Mission sowie den Präsidenten Kolumbiens Juan Manuel Santos und den Generalsekretär der FARC um sich über die Fortschritte und Probleme des Friedensabkommen zwischen den Rebellen und der Kolumbianischen Regierung zu informieren.[2] Am 17. Januar 2019 kam es zu einem Überfall auf die Nationale Polizeiakademie von General Santander in Bogotá, wobei es mehrere Tote gab.[3] Trotz einiger Fortschritt ist die Gewalt vor allem gegen Menschenrechtsaktivisten u. a. in Kolumbien noch allgegenwärtig[4] und der UN-Sicherheitsrat zeigt sich besorgt über die allgemeine Sicherheitslage im Land. 20 Monate nach Beginn der Mission wurde die ehemalige Guerillaorganisation in den Senat Kolumbiens aufgenommen.[5] Zudem wird die Erneuerung der Infrastruktur, die Justiz des Landes bei den Ermittlungen von Kriegsverbrechen und die Suche nach Vermissten des Konflikt unterstützt. Bis jetzt (Stand 26. Dezember 2022) wurden 611 Tote und 4 Überlebende identifiziert und von 24.500 Vermissten des Konflikts, wurden 12.634 wiedergefunden. Zudem wurden 46.008 Hektar des Landes von Landminen und anderen Explosivkörpern beräumt.[6] 1.361 Beobachter überwachen die Entwaffnung und Vernichtung von Waffen und anderen militärischen Gerät und die Verfolgung von Straftätern durch die Justiz und die Aussöhnung und Wiedergutmachungen von Opfern des Konflikts im Land.[7] Seit Beginn der Mission wurden 355 Menschen ermordet und 110 Tatverdächtige ermittelt und 27 Vermisste registriert. Zurzeit gibt es 142 offene Haftbefehle (Stand 26. Dezember 2022).[8]

Führung

Name[9] Nationalität Beginn der Berufung Ende der Berufung
Raúl Rosende Mexiko Februar 2016 im Amt
Carlos Ruiz Massieu Mexiko 10. Dezember 2018 im Amt
Karla Gabriela Samayoa Recari Guatemala 29. Juli 2019 im Amt

Einzelnachweise

  1. Mandat der UN Verification Mission in Colombia (engl.)
  2. Peace is the only answer António Guterres (engl.)
  3. Security Council press statement on attack in Bogotá(engl.)
  4. The UN rejects and condemns the killings of human rights defenders and leaders in Colombia (engl.)
  5. United Nations celebrate the installation today of the Colombian Congress (engl.)
  6. Report of the Secretary-General United Nations Verification Mission in Colombia (engl.) vom 26. Dezember 2022, abgerufen am 26. Januar 2023.
  7. United Nations Verification Mission in Colombia What is the UN Mission? (engl.)
  8. Report of the Secretary-General United Nations Verification Mission in Colombia (engl.) vom 26. Dezember 2022, abgerufen am 26. Januar 2023.
  9. Führung der UN-Mission in Kolumbien (engl.)
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