Wilhelm Lüddecke
Moritz Ferdinand Peter Wilhelm Lüddecke (* 9. Dezember 1861 in Harbke; † 25. Juni 1926 in Dresden) war ein sächsischer Generalmajor.

Leben
Karriere
Lüddecke absolvierte Ostern 1884 das herzogliche Gymnasium zu Helmstedt und erhielt das Zeugnis der Reife.[1] Er trat daraufhin im selben Jahre als Unteroffizier in die Sächsische Armee ein und wurde am 21. Dezember 1884 zum Fähnrich im 7. Infanterie-Regiment „König Georg“ Nr. 106 ernannt.[2][3][2] 1885 wurde er zum Leutnant befördert.[2]
Am 22. Februar 1893 erfolgte seine Beförderung zum Oberleutnant und am 26. März 1899 zum Hauptmann. 1906 wurde er mit dem Roten Adlerorden IV. Klasse ausgezeichnet.[4] 1907 wurde er mit dem Ritterkreuz I. Klasse des Albrechts-Ordens ausgezeichnet.[5] Nach Beförderung zum Major am 22. Mai 1908 wurde Lüddecke Vorstand des Dresdner Festungsgefängnis.[2] und erhielt im Jahr darauf das Dienstauszeichnungskreuz.[6] Er wechselte bis 1911 als Kommandeur des II. Bataillons zum 11. Infanterie-Regiment Nr. 139.[7] Unter Verleihung des Charakters als Oberstleutnant wurde Lüddecke am 1. Oktober 1913 mit Pension zur Disposition gestellt.[8]
Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde er als z.D.-Offizier wiederverwendet und war Kommandeur des Reserve-Jäger-Bataillons Nr. 25. Im Februar 1915 löste er Oberst Friedrich Pudor als Kommandeur des Reserve-Infanterie-Regiments Nr. 242 ab und nahm an der zweiten Flandernschlacht teil. Für dortige Verdienste wurde er am 27. Mai 1915 mit dem Ritterkreuz des Militär-St.-Heinrichs-Ordens beliehen. Am 21. Mai 1917 wurde er zum Oberst befördert.[9] Sein Regiment führte er noch bis 1918, bevor er es an Oberstleutnant Alexander Gause abgab, welcher es bis zur Demobilisierung kommandierte. Lüddecke schied mit dem Charakter eines Generalmajors aus der Armee aus.[10]
Nach Kriegsende lebte er in der Bürgerwiese 18 in Dresden,[10] wo er 1926 starb.
Familie
Seine Ehefrau war Elly Präsl, mit der er mindestens zwei Söhne hatte.[10]
Schriften
- Geschichte des königlich sächsischen Reserve-Infanterie-Regiments 242. R. Mönch, 1924 (Geleitwort)
Einzelnachweise
- Ed Damköhler: Mundartliches aus Cattenstedt am Harz. Druck von J.C. Schmidt, 1884 (google.com [abgerufen am 20. November 2022]).
- SLUB Dresden: Rangliste der Königlich-Sächsischen Armee. Abgerufen am 20. November 2022 (deutsch).
- SLUB Dresden: Rangliste der Königlich-Sächsischen Armee. Abgerufen am 20. November 2022 (deutsch).
- SLUB Dresden: Rangliste der Königlich-Sächsischen Armee. Abgerufen am 20. November 2022 (deutsch).
- SLUB Dresden: Rangliste der Königlich-Sächsischen Armee. Abgerufen am 20. November 2022 (deutsch).
- SLUB Dresden: Rangliste der Königlich-Sächsischen Armee. Abgerufen am 20. November 2022 (deutsch).
- SLUB Dresden: Rangliste der Königlich-Sächsischen Armee. Abgerufen am 20. November 2022 (deutsch).
- SLUB Dresden: Rangliste der Königlich-Sächsischen Armee. Abgerufen am 20. November 2022 (deutsch).
- Andrew Lucas, Jürgen Schmieschek: For King and Kaiser: Scenes from Saxony's War in Flanders 1914–1918. Pen and Sword Military, 2020, ISBN 978-1-5267-4865-2 (google.com [abgerufen am 20. November 2022]).
- https://digital.slub-dresden.de/data/kitodo/DresNa_501434038-19260627/DresNa_501434038-19260627_tif/jpegs/DresNa_501434038-19260627.pdf