Guadalcanal
Guadalcanal ist eine zu den Salomonen gehörige Insel im südpazifischen Korallenmeer. Die wichtigste Ortschaft ist die Landeshauptstadt Honiara.
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| Guadalcanal | |||
| Staat | Salomonen | ||
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| Provinzsuche endet beim Staat | |||
| Einwohner | 109.382 (1999) | ||
| Höhe | 2.335 m | ||
| Tourist-Info | +677 22442 S.I. Visitors Bureau | ||
| keine Touristinfo auf Wikidata: | |||
| Lage | |||
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Hintergrund
Über zwei Drittel der Einwohner leben in oder um die Hauptstadt sowie an der Nordküste. Die Berge im Inneren der vulkanischen Insel erreichen über 2300 Meter.
Die Südküste ist wenig bewohnt und entwickelt. Einige Dörfer sind nur per Boot zu erreichen. Im dortigen Dschungel waren bis 1998-2003 die Freiheitskämpfer der Guadalcanal Revolutionary Army und der Malaita Eagle Force aktiv.
Orte
Taucher kommen vor allem, um die fast fünfzig Wracks im 1 Iron Bottom Sound DMS-Koordinate (früher Sealark-Sound) zu sehen.
Anreise
Über Honiara, sei es per Schiff oder Flugzeug.
Mobilität
Es gibt eine Landstraße, die von Honiara nach Westen an der Küste entlang über 1 Ruaniu (9° 21′ 5″ S 159° 50′ 29″ O) und Visale bis 1 Mangakiki (9° 19′ 52″ S 159° 35′ 49″ O), ebenfalls mit schönem Strand, führt.
Der Kukum Highway führt in östlicher Richtung aus der Hauptstadt am Flughafen vorbei. Er geht etwas landeinwärts bis 1 Komuninboko (9° 32′ 28″ S 160° 31′ 4″ O).
Stichstraßen ins Landesinnere und weiter entlang der Küsten sind nicht befestigt. Eine Straße quer durch die Berge gibt es nicht. Am weitesten inland gelangt man bis zur Mine 1 Gold Ridge (9° 34′ 33″ S 160° 8′ 4″ O).
Im Süden gibt es eine Landstraße zwischen dem Marau Sound über 1 Sukiki (9° 56′ 12″ S 160° 36′ 33″ O) bis 1 Avu Avu (9° 50′ 41″ S 160° 22′ 56″ O). Sie verbindet somit diese beiden kleinen Flugplätze.
- Fluplätze
Mit Kleinmaschinen ab Honiara bedient Solomon Airlines drei Landeplätze an der Südküste:
Sehenswürdigkeiten


1 Vilu Military Museum (Abzweig von der Straße Ruaniu-Visale, etwa 4 km von ersterem). Tel.: +677 87 77287. Ein paar rostende Bomber und Kanonen. Etwas für Liebhaber, sonst den Ausflug nicht wert. Geöffnet: tgl. 7.00-17.30. Preis: S $120 (überteuert).
Aktivitäten
Die Wanderung zu den 1 Mataniko Falls führt durch steiles Gelände. Führer ab dem Dorf Lelei bucht man über das Visitor's Bureau in Honiara.
Orthinologen können sich im Inland an den nicht bedrohten, indigenen Guadalcanaria inexpectata oder Zoothera turipavae erfreuen, so sie sich sehen lassen. Ebenso findet sich der graue Kuskus (Phalanger orientalis) ein nachtaktives Beuteltier.
Es finden sich abseits der Hauptstadt durchaus abgelegene Strände, wobei es sich weniger um meilenlange Sandstrände handelt:
- 1 Visale Beach (An der Nordspitze).
- 1 Tetere Beach. Im Gelände überwuchert liegen noch etwa dreißig rostende amerikanische Landungsfahrzeuge.
Einkaufen
Wird man normalerweise in Honiara.
Unterkunft
1 Parangiju Mountain Lodge. Geführte Wanderungen zu den knapp 2 Stunden entfernten, 63 Meter hohen Wasserfällen werden organisiert (festes Schuhwerk unerläßlich).
- An der Nordküste, östlich Honiara
- 1 Dolphin View Beach. Tel.: +677 86 27704. Sehr abgelegene Familienpension, einfach mit Gemeinschaftsbad. Abholung aus Honiara nach Anmeldung. Schmaler, grober Strand. Preis: SB $400.
- Ginger Beach Retreat (20 km von Honiara Richtung Westen). Tel.: +677 88 46262. Bungalows mit Meerblick. Preis: ab SB $1080, m.F.
- Marau Sound
Erreichbar über den Landeplatz Marau.
- 1 Conflict Bay Lodge. Tel.: +677 74 02429. 4 Doppelzimmer. Preis: A $82-93.
- 1 Comfort Lodge.
- 1 Tavanipupu Island Resort, Tavanipupu Island. Tel.: +677 78 78419. Holzhütten auf Stelzen. Preis: ab A $250.
Sicherheit
Außerhalb von Honiara kommen Raubüberfälle auf Touristen selten vor.
Gesundheit
Guadalcanal ist ganzjährig Malariagebiet.
Klima
Guadalcanal ist ganzjährig tropisch heiß und feucht, mit Luftfeuchte nie unter 80 Prozent. Tagestemperaturen erreichen um 30 °C, kälter als 22 ´°C wird es auch nachts nur in seltenen Fällen. Es regnet an mindestens 15 Tagen pro Monat, während der „feuchten“ Zeit Dezember bis April auch 18-23 Tage.
Ausflüge
Florida Islands

Ist ein andrer Name der eng beieinander liegenden Inselgruppe der Nggela Islands. Nggela Pile und Nggela Sule, das eigentliche “Florida Island,“ sind nur durch einen schmalen Kanal getrennt. Nordwestlich davon sind Olevugha (= Mobokonimbeti) und Vatilau (= Buena Vista). Dazu kommen noch etwa fünfzig kleinen Inselchen oder Felsen.
Vor dem zweiten Weltkrieg hatte die englische Kolonialverwaltung der Salomonen ihren Sitz auf dem zwei Quadratkilometer großen Tulagi, das heute knapp 1800 Bewohner hat. Von hier gehen viele der Tauchtouren in den Ironbotton Sound ab.
- Anreise
Fähren nach Tulagi ab Honiara. Die der Hafenverwaltung gehörende MV Aviavi verkehrt Mo., Mi. und Fr. für SB $150 p.P.
- Unterkunft
Raiders Hotel, Tulagi. Tel.: +677 32070. Zugleich Anbieter von Tauchtouren. Pakete z.B. 5 Nächte mit 7 Tauchgängen A $1600. Preis: A $85-152, m.V.
Russell Islands

- Anreise
1 Yandina Airport (IATA Code: XYA, ICAO Code: AGGY) (auf Mbanika).
Savo
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1 Savo (9° 8′ 0″ S 159° 49′ 0″ O) ist von Cape Esperance, an der kürzesten Stelle, etwa 14 km von Guadalcanal und kann mit kleinen Booten in etwa 25 Minuten erreicht werden. (35 km von Honiara.) Praktisch das gesamte Ufer der kreisrunden Insel ist flach, mit schmalem Stränden. Die Einwohner der Insel sprechen Savosavo, eine Ost-Papua-Sprache mit rund 2500 Sprechern.
Der Inselvulkan hat keinen zentralen Krater, sondern einen talähnlichen Einschnitt durch den heiße Schwefeldämpfe wabern. Die vulkanische Aktivität führt dazu, daß es heiße Quellen gibt und einen Bach, der mit knapp 70 °C Richtung Meer fließt. Großfußhühner vergraben ihre Eier hier zum Ausbrüten in den heißen Sand. Diese Hügel werden von den Einheimischen regelmäßig geplündert. In den Gewässern rund um Savo leben viele Haie.
- Unterkunft
1 Sunset Lodge. Tel.: +677 72 38977. Einfach. Arrangiert gebührenpflichtige Transfers von der Hauptinsel. Preis: ab SB $480, m.V.
Literatur
Siehe auch allgemeine Reiseführer im Artikel Salomonen.
Die Insel war im Pazifikkrieg 1942-43 einer der am härtest umkämpften Plätze, was sich in entsprechender Fachliteratur niederschlägt:
- Ballard, Robert D. [u.a.]; Versenkt im Pazifik: Schiffsfriedhof Guadalcanal; Berlin 1993, ²1999 (Ullstein)
- Stille, Mark; Dennis, Peter; Guadalcanal: 1942-43; America's first victory on the road to Tokyo; Oxford 2015 (Osprey)
- Wheelan, Joseph; Midnight in the Pacific: Guadalcanal : the World War II battle that turned the tide of war; Boston 2017 (Da Capo)
Weblinks


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