Autonome Region Kurdistan
Die Autonome Region Kurdistan liegt im Norden des Irak.
Regionen
Die Region Kurdistan besteht aus 3 Provinzen :
- Dahuk
- Arbil
- As-Sulaimaniyya
- Kirkuk
Orte
- Dahuk
- Arbil
- Sulaimaniyya
- Zaxo
Hintergrund
Die autonome Region Kurdistan wurde nach dem 2. Golfkrieg ausgerufen, nachdem die Region schon zuvor de facto weitgehende Autonomie hatte. In vielerlei Hinsicht hat die Region nur wenig mit dem restlichen Irak gemein, allem voran in hier die Sicherheitslage deutlich besser als im restlichen Irak. Des Weiteren ist die Geographie Kurdistans durch Berge und Grünflächen gekennzeichnet.
Sprache
Amts- und Hauptverkehrssprache ist Kurdisch. Daneben wird auch Arabisch gesprochen.
Anreise
Zur Einreise benötigt man einen gültigen Reisepass. EU-Bürger erhalten bei der Einreise einen kostenlosen Einreisestempel für 15 Tage. Für längere Aufenthalte, bei persönlicher Vorsprache in Wien Vertretung der Regionalregierung Kurdistan-Irak (nur Einwohner Österreichs; nach Terminvereinbarung). Telephonische Auskünfte in Berlin werden erteilt nur Di. und Do. 10.00-13.00 ☎ +49 (0) 30 288 49516.
Seit 15. Dezember 2017 bedroht die bagdader Regierung jedermann, der in die Region ohne (zusätzliches) irakisches Visum einreist mit einer Strafe von 500000 Dinar bzw. einem Jahr Haft. In jedem Fall notwendig ist ein solcher Sichtvermerk auch immer dann, wenn man in die von Bagdad kontrollierten Gebiete weiter reisen möchte.
Die irakische Zentralregierung hatte im September 2017 ein Flugverbot über die Region verhängt, dies aber zum 24. März 2018 wieder aufgehoben, ob oder wann Flüge tatsächlich stattfinden (können) ist bei der jeweiligen Airline zu erfragen. Am problemlosesten aus Europa kommt man mit türkischen Gesellschaften.
Ein weiterer Flughafen mit Auslandsverbindungen ist in Sulaimaniyah.
Auf der Straße
Überland ist die Einreise mit dem PKW aus der Türkei möglich. Der Grenzübergang ist bei Ibrahim Khalil/Habur (37°08'24,6" N, 42°34'16,8" O; منفذ ابراهيم خليل الحدودي ). Die Grenzen zum Iran sind für westliche Ausländer nur unzuverlässig offen.
Die Weiterreise in den arabischen Teil Iraks ist nur mit Schwierigkeiten und mit gültigem Irakischen Visum möglich.
„Bei Einreise in die Region Kurdistan-Irak mit einem ausländischen Kfz ist es gängige Praxis der kurdischen Behörden, den ausländischen Reisepass beim Zollamt des Grenzübergangs einzubehalten und darüber eine Bescheinigung auszuhändigen. Diese Bescheinigung berechtigt nicht zum Aufenthalt in anderen Teilen Iraks. Bei Zuwiderhandlung ist mit einer Festnahme durch die irakischen Behörden zu rechnen. Der Pass wird erst bei der Wiederausfuhr des Kfz zurückgegeben.“[1]
Mobilität
Außer einigen wenigen Buslinien gibt es keinen öffentlichen Nahverkehr. Viel mehr ist das beliebteste Transportmittel für Touristen das kostengünstige Taxi. Ebenfalls besteht die Möglichkeit ein Auto zu mieten. Trampen funktioniert besonders gut.
Sehenswürdigkeiten
Erbil
- Die Zitadelle von Erbil. UNESCO Weltkulturerbe - älteste durchgehend bewohnte Siedlung der Welt. Typ ist Gruppenbezeichnung
- Qaysari Bazar in Erbil. Typ ist Gruppenbezeichnung
Sulaimaniyya
- Kurdisches Nationalmuseum. Mit seinen knapp 15.000 Jahre alten Fundstücken.
- Parkî Azadî in Sulaimaniyya. Der "Park der Freiheit" ist eine große Erholungsanlage mit Restaurants, Cafes und Spielplätzen für Kinder. Die große Grünanlage wird oft zum Picknicken besucht.
Sonstige
- Höhlen von Chemi Rezan.
- Die Höhlenmalereien von Gondik. Typ ist Gruppenbezeichnung
- Die Delal-Brücke. Kurdisch Pira Delal, antike Brücke.
Einkaufen
Landeswährung ist der irakische Dinar. US-Dollar sind auch gerne gesehen.
Feiertage
1. Januar: Neujahr; 6. Januar: Tag der Armee; 5. März: Tag des Aufstand (von Ranya); 11. März: Befreiung von Erbil; 14. März: Geburtstag von Mustafa Barzani; 9. April: Befreiung Bagdads (Sturz Saddam Husseins); 1. Mai; 14. Juli: Tag der Republik.
Dazu die allgemeinen islamischen Feste: 1. (05. Mai 2019) und 30. Ramadan (04. Juni 2019), Mohammeds Geburtstag 10. November 2019, Ashura 10. September 2019 sowie das kurdische Frühlingsfest Newroz (3 Tage ab 20./21. März).
Sicherheit
Zitat Auswärtiges Amt: „In der Region Kurdistan-Irak (Provinzen Dohuk, Erbil und Sulaymaniyah/Halabja) ist die Sicherheitslage weiter volatil. Wegen der anhaltend erhöhten Gefahr von Terroranschlägen wird von nicht notwendigen Reisen in die Region abgeraten.“[1]
Dennoch sollte man Reisen nach irakisch-Kurdistan gut vorbereiten und vermeiden, der Trennungslinie zum übrigen Irak zu nahe zu kommen oder gar zu überschreiten. Dies gilt insbesondere für die Stadt Kirkuk.