Barrou

Barrou ist eine französische Gemeinde mit 458 Einwohnern (Stand 1. Januar 2020) im Département Indre-et-Loire in der Region Centre-Val de Loire; sie gehört zum Arrondissement Loches und zum Kanton Descartes.

Barrou
Barrou (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Centre-Val de Loire
Département (Nr.) Indre-et-Loire (37)
Arrondissement Loches
Kanton Descartes
Gemeindeverband Loches Sud Touraine
Koordinaten 46° 52′ N,  46′ O
Höhe 47–146 m
Fläche 30,71 km²
Einwohner 458 (1. Januar 2020)
Bevölkerungsdichte 15 Einw./km²
Postleitzahl 37350
INSEE-Code 37019

Kirche St. Mauritius

Geographie

Barrou liegt an einer Flussschlinge der Creuse, etwa 20 Kilometer östlich von Châtellerault und 60 Kilometer südlich von Tours. Das Gelände im 30,71 km² umfassenden Gemeindegebiet steigt vom Creusetal in nordöstlicher Richtung allmählich an und erreicht auf einem mit Wald bedeckten Plateau (Bois des Cours) mit 146 m über dem Meer den höchsten Punkt. Nachbargemeinden von Barrou sind Abilly im Norden, Le Grand-Pressigny im Nordosten, Chaumussay im Osten, Chambon im Südosten, Lésigny im Süden, Mairé im Südwesten sowie La Guerche im Nordwesten.

Geschichte

Als Ort der gallischen Turonen wird Barraus bzw. Berravus vicus bereits bei Gregor von Tours im 6. Jahrhundert n. Chr. erwähnt.[1]

Bevölkerungsentwicklung

Jahr19621968197519821990199920092018
Einwohner620626577551511482487464

Sehenswürdigkeiten

  • Ruinenreste der ehemaligen Komturei Epinat des Templerordens aus dem frühen 14. Jahrhundert. Um 1600 wurde die Komturei aufgegeben. Einige Anbauten auf dem Klostergelände stammen aus dem 17. Jahrhundert.
  • Turm des Schlosses Courtis (Le château des Courtis) aus dem Jahr 1698 – es war ein Lehen der Baronie von Preuilly-sur-Claise.
  • Kirche St. Mauritius (Église Saint-Maurice) (18./19. Jahrhundert; 1926 rekonstruiert)

Literatur

  • Le Patrimoine des Communes d’Indre-et-Loire. Flohic Editions, Band 1, Paris 2001, ISBN 2-84234-115-5, S. 531–533.
Commons: Barrou – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

  1. Gregor von Tours, historia Francorum 6,7; 10,31,6. Vgl. Max Ihm: Berravus vicus. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band III,1, Stuttgart 1897, Sp. 316.
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