Bert Schenk
Bert Schenk (* 14. November 1970 in Burg (bei Magdeburg), Sachsen-Anhalt) ist ein ehemaliger deutscher Boxer. Von Januar bis November 1999 war er Weltmeister der World Boxing Organization (WBO) im Mittelgewicht.
| Bert Schenk | |
|---|---|
| Daten | |
| Geburtsname | Bert Schenk |
| Geburtstag | 14. November 1970 |
| Geburtsort | Burg (bei Magdeburg) |
| Nationalität | |
| Gewichtsklasse | Mittelgewicht |
| Stil | Rechtsauslage |
| Größe | 1,76 m |
| Reichweite | 1,88 m |
| Kampfstatistik als Profiboxer/in | |
| Kämpfe | 38 |
| Siege | 36 |
| K.-o.-Siege | 23 |
| Niederlagen | 2 |
Amateurkarriere
Bert Schenk besuchte eine DDR-Sportschule in Ost-Berlin, sein wichtigster Trainer wurde Ulli Wegner. Er boxte für TSC Boxring Berlin in der 1. Bundesliga, wurde 1992 Deutscher Meister im Halbmittelgewicht, gewann 1993 eine Bronzemedaille im Halbmittelgewicht bei der Europameisterschaft in Bursa und 1994 die Silbermedaille im Mittelgewicht beim Weltcup in Bangkok.
Darüber hinaus war er dreimaliger Gewinner des Chemiepokals; er siegte in den Finalkämpfen 1992 gegen Ariel Hernández, 1994 gegen Alexander Lebsjak und 1995 gegen Dirk Eigenbrodt.
Profikarriere
Bert Schenk stand beim Hamburger Boxstall Universum Box-Promotion unter Vertrag. Trainiert wurde er in Cottbus von Dietmar Schnieber, sowie in Hamburg und Berlin von Gerhard Dieter, Torsten Schmitz sowie Michael Timm. Sein Profidebüt gewann er am 10. Februar 1996 in der Stadthalle Cottbus.
Am 30. Januar 1999 konnte er in der Stadthalle Cottbus um den von Otis Grant niedergelegten und dadurch vakanten WBO-Weltmeistertitel im Mittelgewicht boxen und siegte in dem Kampf durch TKO in der vierten Runde gegen den Nordamerikameister des Verbandes, Freeman Barr (Kampfbilanz: 18-1) aus Bahamas. Bis dahin hatte Schenk jeden seiner 21 Kämpfe gewonnen und war am 11. Januar 1997 Deutscher Meister (BDB) geworden.
Am 22. Mai 1999 verteidigte er den WM-Gürtel in Budapest einstimmig nach Punkten gegen den Dominikaner Juan Ramón Medina (27-4), der bereits 1994 WM-Herausforderer von Julio César Vásquez gewesen ist. Seine zweite Titelverteidigung verlor er dann am 7. Oktober 2000 im Berliner Estrel durch TKO in der sechsten Runde gegen den Schweden Armand Krajnc (23-0).
Nach zwölf folgenden Siegen, verlor er am 5. März 2005 in der Wilhelm-Dopatka-Halle von Leverkusen durch KO in der zweiten Runde gegen Felix Sturm (22-1) und beendete im Anschluss seine Karriere.
Sonstiges
Schenk arbeitete nach seiner aktiven Wettkampfkarriere als Boxtrainer beim BC Magdeburg und als Hausmeister einer Tennisanlage.
Weblinks
- Bert Schenk in der BoxRec-Datenbank
- Bert Schenk im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
Literatur
- Ready to rumble: Boxboom Deutschland
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Otis Grant | Boxweltmeister im Mittelgewicht (WBO) 30. Januar 1999 – November 1999 | Jason Matthews |