Golda (2023)
Golda ist ein britischer Spielfilm des israelische Filmregisseurs Guy Nattiv aus dem Jahr 2023. Die Filmbiografie über die ehemalige israelische Ministerpräsidentin Golda Meir, gespielt von Helen Mirren, soll im Februar 2023 im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele in Berlin ihre Premiere feiern und im März 2023 in die deutschen Kinos kommen.
Handlung
Am 6. Oktober 1973 starten die vereinten Streitkräfte Ägyptens, Syriens und Jordaniens einen Überraschungsangriff auf die Sinai-Halbinsel und die Golanhöhen, der zum Jom-Kippur-Krieg führt. Alleine und frustriert von ihrem männlichen Kabinett, muss die israelische Ministerpräsidentin Golda Meir in einem Wettlauf gegen die Zeit dramatische und schicksalhafte Entscheidungen treffen, um Millionen von Menschenleben auf beiden Seiten der Konfliktparteien zu retten.
Biografisches
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Die israelische Politikerin Golda Meir, die als Kind mit ihrer Familie von Kiew in die Vereinigten Staaten floh, war von 1956 bis 1965 erst Außenministerin und von 1969 bis 1974 Ministerpräsidentin Israels. Sie war die erste Frau in diesem Amt. In ihrer Regierungszeit wurde sie auch als „eiserne Lady“ von Israel bezeichnet.[1][2] Wegen des anfangs erfolgreichen arabischen Überraschungsangriffs geriet Meir am Ende des Jom-Kippur-Kriegs von 1973 in heftige innenpolitische Kritik.
Produktion
Filmstab und Besetzung
Regie führte Guy Nattiv.[3] Das Drehbuch schrieb Nicholas Martin, der besonders für seine Arbeit an der Filmbiografie über Florence Foster Jenkins bekannt wurde.
Die Golden-Globe- und Oscar-Preisträgerin Helen Mirren spielt in der Titelrolle die ehemalige Ministerpräsidentin Israels Golda Meir[3], Rami Heuberger ihren damaligen Verteidigungsminister Mosche Dajan. Lior Ashkenazi ist in der Rolle des Generalstabschefs der israelischen Streitkräfte David Elazar zu sehen, der nach dem verlustreichen Jom-Kippur-Krieg zum Rücktritt gezwungen wurde. Daniel Ben Zenou spielt Avner Shalev, der in dieser Zeit Elazars Büroleiter war.[4] Liev Schreiber spielt den damaligen US-Außenminister Henry Kissinger. Die Französin Camille Cottin spielt Lou Kaddar, Meirs Assistentin. Diese wurde in Paris geboren, kam 1935 nach Palästina und fand schließlich eine Stelle bei der Jewish Agency. Als arabische Terroristen 1948 das Agenturgebäude in die Luft sprengten, wurde sie schwer verwundet, bewarb sich aber nach ihrer Genesung bei Meir. Eigentlich sollte sie Jerusalems erster Botschafter in Moskau werden.[5] Kaddar spielte bereits in früheren Filmbiografien über Meir eine Rolle, so in Golda Meir von Alan Gibson aus dem Jahr 1982. Jonathan Tafler ist in der Rolle von Doctor Rosenfeld zu sehen, Meirs Privatarzt. Der Brite Mark Fleischmann spielt Minister Uri.[6]
Dreharbeiten
Die sechswöchigen Dreharbeiten in London wurden am 8. November 2021 begonnen.[7][8] Gleichzeitig erfolgten Aufnahmen in Israel.[9] Als Kameramann fungierte Jasper Wolf, der zuletzt für das Filmdrama Monos – Zwischen Himmel und Hölle von Alexis Dos Santos und Alejandro Landes, den Coming-of-Age-Film Paradise Drifters von Mees Peijnenburg und Halina Reijns Horrorkomödie Bodies Bodies Bodies tätig war.
Filmmusik und Veröffentlichung
Die Filmmusik komponierte die Deutsche Dascha Dauenhauer.
Die Premiere soll am 20. Februar 2023 bei den Internationalen Filmfestspiele in Berlin im Rahmen der Sektion Berlinale Special Gala erfolgen.[10][11] Am 10. März 2023 soll Golda in die deutschen Kinos kommen. Der Kinostart in den USA ist am 25. August 2023 geplant.[12]
Rezeption
Im Februar 2022 wurde in sozialen Netzwerken die Frage diskutiert, ob Helen Mirren die israelische Ministerpräsidentin Golda Meir spielen kann, obwohl sie keine Jüdin ist.[13]
In den USA wurde der Film von der MPAA als PG-13 eingestuft.[14]
Weblinks
- Golda in der Internet Movie Database (englisch)
- Golda im Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin (deutsch/englisch)
Einzelnachweise
- Jordana Silverstein: How Golda Meir, Israel’s 'Iron Lady', helped establish an independent Jewish state. In: theconversation.com, 17. Juli 2021.
- Vorbild Golda Meir. In: Berliner Morgenpost, 19. September 2008.
- Andreas Wiseman: Helen Mirren To Play Israel’s Only Female Prime Minister Golda Meir In Movie Biopic. In: deadline.com, 6. April 2021.
- Daniel Ben Zenou. In: cineman.ch. Abgerufen am 21. Januar 2023.
- Steve North: The time I didn’t meet Golda Meir. In: Times of Israel, 18. November 2017.
- Golda. In: cineman.ch. Abgerufen am 21. Januar 2023.
- Lindsay Lowe: Helen Mirren is unrecognizable in character on set of new movie. In: today.com, 2. Dezember 2021.
- Tom Grater: 'Golda': First Look At Helen Mirren As Israel’s First Female Prime Minister. In: deadline.com, 17. November 2021.
- First look at Helen Mirren as Golda Meir. In: afisha.london, 19. November 2021.
- Jordan Ruimy: ‘Golda’ Will World Premiere at Berlin Film Festival. In: worldofreel.com, 12. Januar 2023.
- Golda. In: berlinale.de (abgerufen am 7. Februar 2023).
- Golda. In: amctheatres.com. Abgerufen am 21. Januar 2023.
- Susan Vahabzadeh: Helen Mirren im Film „Golda“. Darf eine Nichtjüdin eine jüdische Figur spielen? In: Kultur. Süddeutsche Zeitung, 4. Februar 2022, abgerufen am 16. März 2022.
- Golda. In: movieinsider.com. Abgerufen am 14. Januar 2023.