Hanna Naber

Hanna Judith Naber (* 21. Mai 1971 in Neuenhaus)[1] ist eine deutsche Politikerin (SPD). Sie ist seit 2017 Mitglied des Niedersächsischen Landtags und seit 2020 Generalsekretärin der SPD Niedersachsen. Sie ist seit 2022 Präsidentin des Niedersächsischen Landtags.

Hanna Naber, 2022

Leben

Ausbildung und Beruf

Hanna Naber studierte von 1990 bis 1997 an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Pädagogik und von 2006 bis 2009 berufsbegleitend an der Alice Salomon Hochschule Berlin / AWO Bundesakademie Sozialmanagement.

Noch während ihres Studiums war Naber von 1995 bis 1997 Honorarkraft der Caritas Oldenburg/ Ammerland als Dozentin für außerschulischen Sprachunterricht. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie als Bildungsreferentin beim Deutschen Gewerkschaftsbund Oldenburg und bei der Sozialistischen Jugend Deutschlands. Ab 2002 war sie für die Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Bezirk Weser-Ems tätig, zunächst als Referentin und von 2011 bis zu ihrer Wahl in den Landtag als Geschäftsführerin.

Privates

Hanna Naber wuchs in Neuenhaus auf und lebt heute in Oldenburg.[2]

Politik

Partei

Hanna Naber ist seit 1988 Mitglied der SPD. Sie war bei den Jusos aktiv und engagierte sich während ihres Studiums in der Hochschulpolitik. Naber sitzt seit 2001 im Bezirksvorstand der SPD Weser-Ems und war von 2009 bis 2016 dessen Schatzmeisterin.

2014 wurde Naber in den Landesvorstand der SPD Niedersachsen und 2016 wiederum zur Schatzmeisterin gewählt. Im September 2020 bestellte der Landesvorstand Hanna Naber als Nachfolgerin Alexander Saipas zur Generalsekretärin der niedersächsischen SPD, später wurde dies durch einen Parteitag bestätigt.[2] In dieser Funktion war sie verantwortlich für die erfolgreichen Wahlkämpfe der SPD Niedersachsen zur Bundestagswahl 2021 und zur Landtagswahl 2022.

Abgeordnete

Bei der Landtagswahl 2017 wurde Naber im Landtagswahlkreis Oldenburg-Nord/West mit 42,9 % direkt in den Niedersächsischen Landtag gewählt.[3] Bei der Landtagswahl 2022 konnte sie das Direktmandat mit 35 % verteidigen.

Am 8. November 2022 wurde Naber einstimmig zur Präsidentin des Niedersächsischen Landtags gewählt.[4]

Politische Positionen

Naber setzt sich für eine „gebührenfreie Bildung von der Krippe bis zum Meister, von der KiTa bis zum Master“ und für eine Verbesserung der Situation in der Pflege ein.[5]

Im Dezember 2018 bezeichnete sie die AfD als "Feinde der kulturellen Arbeit in Niedersachsen und […] der Freiheit der Kultur als Ganzes."[6] Sie bezog sich damit insbesondere auf den Abgeordneten Harm Rykena, der demonstrierende Kulturschaffende vor dem Landtag als „politische Indoktrinierer, die für ihre Dienstleistung entsprechend vergütet werden wollen“ bezeichnet hatte.[7]

Literatur

Commons: Hanna Naber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Persönliche Homepage
  2. Bericht auf der Webseite SPDNDS.de, Abruf am 25. September 2020
  3. Liste der gewählten DirektkandidatInnen (Memento vom 18. Oktober 2017 im Internet Archive)
  4. Hanna Naber ist neue Landtagspräsidentin in Niedersachsen. In: ndr.de. 8. November 2022, abgerufen am 8. November 2022.
  5. Hanna Naber – kurz vorgestellt. 12. Oktober 2017, abgerufen am 2. April 2019 (deutsch).
  6. Hanna Naber: Haushaltsberatungen 2019 - Haushaltsschwerpunkt Wissenschaft und Kultur. 11. Dezember 2018, archiviert vom Original am 2. April 2019; abgerufen am 2. April 2019.
  7. Niedersächsischer Landtag: Stenografischer Bericht der 28. Sitzung des Niedersächsischen Landtages der 18. Wahlperiode. Hannover 25. Oktober 2018.
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