Haus Hartenfels

Haus Hartenfels ist ein im Duisburger Stadtwald gelegener schlossartiger Landsitz. Das Haus steht auf dem höchsten Punkt (82,52 m über Normalnull) des Stadtgebietes Duisburg im Stadtteil Neudorf-Nord.

Haus Hartenfels

Geschichte

Bauherr war der Stahlindustrielle Peter Klöckner (1863–1940), der seinen Schwager Hermann Wolters (1868–1951), Baurat in Coesfeld, mit dem Bau beauftragte. Das Haus wurde 1910/1911 auf einem Grundstück errichtet, das Klöckner von der Stadt Duisburg gekauft hatte.[1] Bis 1942 diente die schlossartige Villa als Sitz der Unternehmerdynastie.

Nach einem ersten Entwurf sollte zunächst ein aufwendig gestaltetes, im neoromanischen Stil errichtetes Gebäude entstehen. Der Entwurf erfuhr jedoch erhebliche Vereinfachungen. Es entstand ein zweigeschossiges Landhaus im Stil des Späthistorismus mit Zentralhalle und repräsentativen Wohn- und Empfangsräumen. An der Westfassade entstanden Wintergärten und Erker. 1927 war der gesamte Gebäudekomplex fertiggestellt.

Nach Klöckners Tod und dem Auszug der Familie nach dem Zweiten Weltkrieg quartierte man Ausgebombte und Flüchtlinge ein. Nach jahrelangem Verfall wurde das Gebäude in den 1980er Jahren äußerlich wiederhergestellt. Zu dem etwa sechs Hektar großen Grundstück gehört ein wertvoller Park- und Waldbestand. 1998 wurden Villa, Pförtnerhaus mit Remisengebäude, Gärtnerhaus und Park unter Denkmalschutz gestellt.

Zwischen 2014 und 2019 wurde das Haus grundlegend renoviert und zu mehreren Wohneinheiten umgebaut.[2] Das Haupthaus wurde Ende 2019 fertiggestellt und ist seitdem teilweise bezogen.

Commons: Haus Hartenfels – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Michael A. Kanther: Rundgang durch das alte Duisburg und seine Stadtbezirke und Stadtteile Bissingheim, Hamborn, Hochfeld, Honmberg, Meiderich, Neudorf, Rheinhausen, Ruhrort, Walsum und Wedau, Wartberg-Verlag, Gudenberg-Gleichen 2000, S. 28.
  2. Willi Mohrs: Baustelle Märchenschloss Haus Hartenfels. In: WAZ Online, 6. Mai 2012 (online).

This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. Additional terms may apply for the media files.