Humlikon

Humlikon (schweizerdeutsch Huemlike [ˈhʊəmlɪkχə][1]) ist ein Dorf in der Gemeinde Andelfingen im Norden des Kantons Zürich. Bis zum 31. Dezember 2022 bildete Humlikon eine eigene politische Gemeinde.

Humlikon
Wappen von Humlikon
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Zürich Zürich (ZH)
Bezirk: Andelfingenw
Politische Gemeinde: Andelfingeni2
Postleitzahl: 8457
frühere BFS-Nr.: 0032
Koordinaten:692665 / 270279
Höhe: 438 m ü. M.
Fläche: 3,70 km²
Einwohner: 437 (31. Dezember 2007)
Einwohnerdichte: 118 Einw. pro km²
Gemeindepräsident: Marcel Meisterhans
Website: www.humlikon.ch
Nach Nordosten, im Hintergrund Andelfingen

Nach Nordosten, im Hintergrund Andelfingen

Karte
Humlikon (Schweiz)
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Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2023

Wappen

Blasonierung

In Blau ein halbes silbernes, rotgezungtes Einhorn

Das Wappen stammt von der Familie der Freiherren von Humlikon. Im 19. Jahrhundert wurden im Gemeindewappen die heraldischen Symbole für Ackerbau (Pflugschar) und Weinbau (Rebmesser) verwendet. Als es darum ging, ein offizielles Wappen festzulegen, wurde der Gemeinde empfohlen, das historische Wappen der Familie von Humlikon wieder einzuführen, was 1930 von den Stimmbürgern gutgeheissen wurde.

Geographie

Humlikon liegt im Zürcher Weinland zwischen Schaffhausen und Winterthur. Von der einstigen Gemeindefläche dienen 63,5 % der Landwirtschaft, 28,4 % ist mit Wald bedeckt, 2,7 % ist Verkehrsfläche und 5,4 % Siedlungsgebiet.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr1467163418501880190019502000
Einwohnerca. 60178346320263213408

Geschichte

Am 12. Juli 1228 beurkundete der Mönch Konrad von Humlicon einen Verkauf, es ist dies die erste urkundliche Erwähnung der Gemeinde.

1872 wurde die bestehende Zivilgemeinde in den Stand einer politischen Gemeinde erhoben. 2023 schloss sie sich der benachbarten Gemeinde Andelfingen an.

Flugzeugabsturz von Dürrenäsch

Beim Absturz eines Flugzeugs vom Typ Caravelle der Swissair am 4. September 1963 in Dürrenäsch im Kanton Aargau verloren 74 Passagiere ihr Leben; 43 Personen stammten aus Humlikon, rund ein Fünftel der damaligen Einwohner. Es waren 19 Ehepaare und 5 Einzelpersonen, darunter sämtliche Mitglieder des Gemeinderates. Mit der Caravelle hätten sie nach Genf reisen wollen, um sich dort über Schädlingsbekämpfung informieren zu lassen. Mehr als 40 Kinder wurden zu Waisen. Die Führung der Gemeinde wurde kommissarisch durch den Kanton übernommen.[2]

Politik

Die SVP hat 48,39 %, die FDP 15,95 %, die glp 10,03 %, die SP 6,61 %, die Grünen 4,65 %, die CVP 4,26 %, und die EVP 4,03 % der Wählerstimmen (Nationalratswahl 2019).[3]

Letzter Gemeindepräsident war Marcel Meisterhans (bis Ende 2022).

Sehenswürdigkeiten

Literatur

  • Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band I: Die Bezirke Affoltern und Andelfingen. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 7). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1938. DNB 365803030.
  • Ueli Müller: Humlikon. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  • Olga Muschgs Jugendbuch Fränzi (1975) spielt zu einem entscheidenden Teil in Humlikon.
Commons: Humlikon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Heinz Gallmann: Zürichdeutsches Wörterbuch. 1. Auflage. Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2009, ISBN 978-3-03823-555-2, S. 669.
  2. Aus der Sendung "Antenne" vom 4. September 1963 Flugzeugabsturz bei Dürrenäsch (Memento vom 7. Oktober 2014 im Internet Archive) Schweizer Fernsehen
  3. Wahlen 2019. Abgerufen am 25. Mai 2020.
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