Mór

Mór [ˈmoːr] (deutsch Moor) ist eine Stadt im Komitat Fejér in Ungarn.

Mór
Mór (Ungarn)
Mór
Basisdaten
Staat: Ungarn Ungarn
Region: Mitteltransdanubien
Komitat: Fejér
Kreis: Mór
Koordinaten: 47° 22′ N, 18° 13′ O
Fläche: 108,72 km²
Einwohner: 14.247 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte: 131 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+36) 22
Postleitzahl: 8060
KSH-kód: 18485
Struktur und Verwaltung (Stand: 2014)
Gemeindeart: Stadt
Bürgermeister: Péter Fenyves (Fidesz-KDNP)
Postanschrift: Szent István tér 6
8060 Mór
Website:
(Quelle: A Magyar Köztársaság helységnévkönyve 2011. január 1. bei Központi statisztikai hivatal)
Luftbild: Mór – Schloss der Fürsten von Lamberg

Moor ist ein bedeutendes Zentrum der ungarndeutschen Minderheit und Mittelpunkt einer bekannten Weinbauregion. Die Weinspezialität der Gegend ist der Weißwein Móri Ezerjó (Mórer Tausendgut).

Geschichte

Mór war Sitz der Adelsfamilie Lamberg. Der in Mór geborene Graf Franz Philipp von Lamberg kam während der ungarischen Revolution in Budapest ums Leben. In Mór lebten 1941 150 Juden, das waren etwa 1 Prozent der Bevölkerung. Nach der deutschen Besetzung Ungarns im März 1944 richtete die ungarische Verwaltung im Mai 1944 Sternhäuser ein, in die die Juden der Stadt und des Kreises zusammengepfercht wurden. Anfang Juni wurden die Ghettoinsassen in die Ziegelei in Székesfehérvár deportiert und von dort in das Konzentrationslager Auschwitz.

Städtepartnerschaften

Bürgermeister

  • bis 2006: Ferenc Schmidt[1]
  • aktuell: Péter Fenyves (Stand Oktober 2014)

In Mór geboren

Literatur

  • Mór, in: Guy Miron (Hrsg.): The Yad Vashem encyclopedia of the ghettos during the Holocaust. Jerusalem : Yad Vashem, 2009 ISBN 978-965-308-345-5, S. 497f.
Commons: Mór – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. „Partnerschaft wird erneuert“, DerWesten vom 25. August 2010@1@2Vorlage:Toter Link/www.derwesten.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (abgerufen am 15. Juli 2011)
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