Provinz Pichincha

Die Provinz Pichincha (span. Provincia de Pichincha) ist eine Provinz in Ecuador. Sie hat ca. 3,2 Millionen Einwohner (2020), von denen ein Großteil in der Hauptstadt Quito lebt. Die Provinz Pichincha ist nach dem Vulkan Pichincha benannt und liegt in der auch Sierra genannten ecuadorianischen Andenregion, zieht sich aber im Westen und Osten bis an den Fuß der Anden hin.

Provinz Pichincha
Provincia de Pichincha
Flagge Wappen
Lage in Ecuador
Lage in Ecuador
Basisdaten
Koordinaten  15′ S, 78° 35′ W
Hauptstadt Quito
Eingerichtet 25. Juni 1824
Gliederung 8 Kantone
Bevölkerung 3.228.233 (2020)[1]
Fläche 9.536 km² (2010)[2]
– Anteil an Ecuador ca. 3,7 %
Bevölkerungsdichte 339 Einw./km²
Kennzeichen
Kfz-Kennzeichen P
Postleitzahl EC17
Vorwahl 02
ISO 3166-2 EC-P
Politik
Präfekt Paola Pabón
Nationalversammlung 16 von 137 Sitzen
Karte
www.pichincha.gob.ec

Lage

Die Provinz Pichincha grenzt im Norden an die Provinzen Imbabura und Esmeraldas, im Osten an die Amazonas-Provinzen Sucumbíos und Napo, im Süden an die Provinzen Cotopaxi und Los Ríos und im Westen an Santo Domingo de los Tsáchilas und Esmeraldas.

Geschichte

Die Provinz Pichincha wurde 1824 als eine der Verwaltungseinheiten von Groß-Kolumbien eingerichtet und erhielt mit der ecuadorianischen Verfassung von 1835 die Bezeichnung Provinz.

Im Oktober 2007 wurde der Kanton Santo Domingo de los Colorados aus der Provinz Pichincha als neue Provinz Santo Domingo de los Tsáchilas ausgegliedert.

Politik

Da der Präsident und das Innenministerium ihren Sitz in Quito haben, gibt es in der Provinz Pichincha keinen Gouverneur.

Wirtschaft

Quito ist als Hauptstadt auch Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum in Ecuador. Die übrige Provinz ist landwirtschaftlich geprägt. Der Kanton Cayambe ist aufgrund seiner Höhenlage am Äquator seit den 1990er Jahren ein Zentrum der internationalen Rosenproduktion.

Verkehr

Durch die Provinz führt von Norden nach Süden die Panamericana. In Quito befindet sich einer der beiden internationalen Flughäfen des Landes, der im Jahr 2013 neu eröffnete Aeropuerto Internacional Mariscal Sucre.

Kantone

Kantone

Die Provinz Pichincha ist heute in acht Kantone gegliedert. Diese sind in der Reihenfolge ihrer Einrichtung:

  1. Quito (Distrito Metropolitano) (begründet 1534 als Real Audiencia de Quito bzw. 1824 als Kanton Großkolumbiens, Hauptstadt: Quito)
  2. Mejía (begründet 1883, Hauptort: Machachi)
  3. Cayambe (begründet bzw. wiedereingerichtet 1884, Hauptort: Cayambe)
  4. Pedro Moncayo (begründet 1911, Hauptort: Tabacundo)
  5. Rumiñahui (begründet 1931, Hauptort: Sangolquí)
  6. San Miguel de los Bancos (begründet 1991, Hauptort: San Miguel de los Bancos)
  7. Pedro Vicente Maldonado (begründet 1992, Hauptort: Pedro Vicente Maldonado; Pedro Vicente Maldonado (1704–1748) war ein Kartograph und Universalgelehrter)
  8. Puerto Quito (begründet 1996, Hauptort: Puerto Quito)

Nunmehr zur Provinz Santo Domingo de los Tsáchilas gehört:

  1. Santo Domingo de los Colorados (begründet 1967, Hauptstadt: Santo Domingo de los Colorados)

Anmerkungen

  1. Instituto Nacional de Estadística y Censos (Hrsg.): Proyección de la Población Ecuatoriana, por años calendario, según regiones, provincias y sexo. (abgerufen am 1. August 2022).
  2. www.ecuadorencifras.gob.ec. In: Zensus in Ecuador 2010. (abgerufen am 5. Juli 2022).
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