Universität Perugia
Die Universität Perugia (italienisch Università degli Studi di Perugia; lateinisch Studium Generale Civitatis Perusii) ist eine staatliche Universität in der Stadt Perugia in der italienischen Region Umbrien.
| Universität Perugia | |
|---|---|
| Gründung | 8. September 1308[1] |
| Trägerschaft | staatlich |
| Ort | Perugia |
| Land | |
| Rektor | Maurizio Oliviero[2] |
| Studierende | 26.520 (2020/21) |
| Mitarbeiter | ca. 1.100 (2012) |
| Netzwerke | CGU[3] |
| Website | www.unipg.it |
Geschichte
Die Universität Perugia geht auf eine Gründung per päpstlicher Bulle durch Papst Clemens V. vom 8. September 1308 zurück, der damit mehrere bereits seit dem 12. Jahrhundert in Perugia bestehende universitates scholiarum in einer (damals noch) „freien“ Universität (studium generale) zusammenfasste. Weitere päpstliche Bullen zwischen 1316 und 1321 erweiterten das Spektrum der Abschlüsse und am 19. Mai 1355 wurde der Universitätsstatus qua kaiserlicher Bulle durch Kaiser Karl IV. bestätigt, welcher sie damals auch zur Reichsuniversität Perugia erklärte. Während ihrer 700-jährigen Geschichte stand die Universität Perugia oft in engem Kontakt zum Vatikan, was sich auch darin zeigt, dass viele Päpste hier studierten.
Dipartimenti – Fachbereiche
Nach dem Inkrafttreten der Gelmini-Reform ist die Universität seit dem 1. Januar 2013 nicht mehr in Fakultäten, sondern in vierzehn Fachbereiche unterteilt, mit teilweise fachbereichsübergreifenden Studienfächern und Hochschuleinrichtungen in Perugia und Terni sowie weiteren Standorten in ganz Umbrien: Assisi, Città di Castello, Foligno, Orvieto und Spoleto.
- Fachbereich Chemie, Biologie, Biotechnologie
- Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
- Fachbereich Philosophie, Sozial- und Geisteswissenschaften und Bildungswissenschaften
- Fachbereich Physik und Geologie
- Fachbereich Rechtswissenschaften
- Fachbereich Ingenieurwissenschaften
- Fachbereich Bauingenieurwesen und Umwelttechnik
- Fachbereich Geisteswissenschaften, Sprach- und Literaturwissenschaften antiker und moderner Kulturen
- Fachbereich Mathematik und Informatik
- Fachbereich Medizin und Chirurgie
- Fachbereich Tiermedizin
- Fachbereich Agrar-, Lebensmittel- und Umweltwissenschaften
- Fachbereich Pharmazeutik
- Fachbereich Politikwissenschaften
Berühmte Dozenten
- Johannes Andreas
- Giuseppe Antinori
- Jacobus de Belviso, 14. Jahrhundert
- Domenico Bruschi
- Pietro Cataldi, 16. Jahrhundert
- Francesco Coppola, 20. Jahrhundert
- Carlo Curcio, 20. Jahrhundert
- Bernardo Dessau
- Gentile da Foligno, 14. Jahrhundert
- Albericus Gentilis, 16. Jahrhundert
- Aloisius Lilius, 16. Jahrhundert
- Annibale Mariotti
- Luca Pacioli, 15. Jahrhundert
- Cino da Pistoia, 14. Jahrhundert
- Francesco della Rovere, der spätere Papst Sixtus IV., 15. Jahrhundert
- Bartolus de Saxoferrato, 14. Jahrhundert
- Baldus de Ubaldis, 14. Jahrhundert
- Annibale Vecchi
Berühmte Studenten
- Nikolaus IV. (1227–1292)
- Gregor XI. (1329–1378)
- Innozenz VII. (1336–1406)
- Martin V. (1368–1431)
- Pius III. (1439–1503)
- Julius II. (1443–1513)
- Julius III. (1487–1555)
- Urban VII. (1521–1590)
- Gregor XIV. (1535–1591)
- Clemens VIII. (Papst) (1536–1605)
- Paul V. (1552–1621)
- Johann von Mandl (1588–1666), bayerischer Staatsmann
- Johann von Heppenheim genannt vom Saal (1609–1672); Domdekan in Mainz sowie Kanzler der Universität Heidelberg
- Dan Adrian Bălănescu (* 1974), rumänischer Diplomat
Weblinks
Einzelnachweise
- https://www.unipg.it/ateneo/storia
- Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 10. Juni 2020 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- Member universities. In: web.gcompostela.org. Compostela Group of Universities, 2019, abgerufen am 15. September 2019 (englisch).