Nordsudan

Der Nordsudan besteht aus den beiden sudanesischen Bundesstaaten asch-Schamālīya (Nordstaat) und Nahr an-Nīl (Nilfluss). Aufgrund der Vielzahl archäologischer Zeugnisse ist diese Region das am meisten besuchte Gebiet in Sudan.

Städte

  • 1 ʿAtbara wikipedia commons wikidata – Eisenbahn- und Straßen-Verkehrsknotenpunkt, der die Hauptstadt mit dem Norden und der Rotmeerregion Sudans verbindet.
  • 1 Ad-Dāmir wikipedia commons wikidata (Ed Damer) – Hauptstadt des Bundesstaats Nahr an-Nīl.
  • 1 Dunqulā wikipedia commons wikidata – Auch Dongola, Hauptstadt des Bundesstaats asch-Schamālīya. Hauptwirtschaftszweig ist die Landwirtschaft. Zu beiden Seiten des Nils werden Gemüse und Obst angebaut.
  • 1 Karīma wikipedia commons wikidata
  • 1 Marawī wikipedia wikidata (Merowe).
  • 1 Schandī wikipedia commons wikidata – historische Stadt auf halben Weg zwischen Charṭūm und Port Sudan. Hier lebt die nubische Volksgruppe der al-Dschaʿaliyūn, aus der auch der einstige sudanesische Präsident ʿUmar al-Baschīr stammt.
  • 1 Wādī Ḥalfā wikipedia commons wikidata

Anreise

Aus dem Inland

Asphaltierte Fernverkehrsstraßen und Autobahnen verbinden die Hauptstadt mit dem Norden und der Rotmeerregion Sudans. Die bisher längste Autobahn führt von Charṭūm nach Schandī, ʿAtbara und Port Sudan.

Aus dem Ausland

Der Grenzübergang 1 Qusṭul-Aschkeit, offiziell Gustul Land Port, arabisch: ميناء قسطل البري, Mīnāʾ Qusṭul al-Barrī, ist momentan der einzige Straßen-Grenzübergang zwischen Ägypten und Sudan. Ein Visum für Sudan kann man zum Beispiel in Assuan erhalten. Die Registrierung in Sudan muss entweder bei der Polizei in Wādī Ḥalfā oder beim Aliens Registration Office des Innenministeriums in al-Charṭūm innerhalb von drei Tagen vorgenommen werden.

Bei der Einreise mit einem Fahrzeug muss man ein für Sudan gültiges Zolldokument, das Carnet de Passage, vorlegen, das als Bürgschaft für die noch nicht vollzogene Verzollung gebraucht wird.

Mit dem Schiff

Obwohl der Nil grundsätzlich schiffbar ist, besteht kaum noch Passagierverkehr auf dem Fluss.

Möglicherweise verkehren noch Passagierschiffe zwischen Karīma und Dunqulā, und zwar bei ausreichendem Wasserstand etwa zwischen Juli und Februar. Die Fahrt dauert etwa zwei bis vier Tage, je nach Richtung.

Mit dem Flugzeug

1 Wadi Halfa Airport (مطار وادي حلفا, IATA: WHF) wikipedia wikidata. Es gibt keine Linienflüge zu diesen kleinen Flughafen. Von Zeit zu Zeit bedient Sudan Airways den Flughafen. (21° 48′ 6″ N 31° 30′ 53″ O)

Sehenswürdigkeiten

Entlang des Nils

Diese Region ist Heimstätte vieler bedeutsamer historischer Stätten nubischer und Meroitischer Kulturen. Zu deren Hinterlassenschaften gehören Tempel, Siedlungen, Paläste und ausgedehnte Friedhöfe mit Pyramiden.

1 Nubia-See wikipedia wikidata – der sudanesische Teil des Nassersees bedeckt auch den zweiten Nilkatarakt.
Wādī Ḥalfā
top-sight 1 Ṣāi wikipedia wikidata – Nilinsel
1 Dschabal Dūscha wikipedia commons wikidata (Gebel/Jebel Dosha) – Felsentempel Thutmosis’ III.
top-sight 1 Ṣulib wikipedia commons wikidata (Soleb)
1 Ṣādīnqā wikipedia commons wikidata (Sedeinga)
1 Sīsibī wikipedia commons wikidata
1 Wādī Sabū wikipedia wikidata
1 3. Nilkatarakt commons wikidata
top-sight 1 Karma an-Nuzul wikipedia commons wikidata (ad-Daffūfa)
1 Tumbus wikipedia commons wikidata
Dunqulā
1 al-Kawa wikipedia commons wikidata
1 Alt-Dunqulā wikipedia commons wikidata (Old Dongola)
1 az-Zūma wikipedia wikidata
top-sight 1 al-Kurrū wikipedia commons wikidata
Marawī (Merowe)
top-sight 1 Dschabal al-Barkal wikipedia commons wikidata
Karīma
1 Nūrī wikipedia commons wikidata
1 Marawī-Staudamm wikipedia commons wikidata – der Stausee bedeckt den einstigen 4. Nilkatarakt.
Nahr an-Nīl: 
ʿAtbara
1 5. Nilkatarakt commons wikidata
Ad-Dāmir
top-sight 1 Meroë wikipedia commons wikidata – Königsstadt und ausgedehnte Friedhöfe mit zahlreichen Pyramiden, Unesco-Weltkulturerbe.
Schandī
top-sight 1 al-Muṣawwarāt aṣ-Ṣafrāʾ wikipedia commons wikidata
1 an-Naqʿa wikipedia commons wikidata
1 6. Nilkatarakt commons wikidata

In der Libyschen Wüste

  • 1 Karkūr Ṭalḥ commons wikidata – im Gebel el-ʿUweināt mit prähistorischen Felsgravuren und Felsmalereien. Das Tal ist einer der Höhepunkte im länderübergreifenden Gilf-Kebir-Nationalpark.
  • 1 Qalʿat Abū Aḥmad wikipedia wikidata (Gala Abu Ahmed) – kuschitische Festung unbekannter Funktion aus napatanischer Zeit (etwa 750–350 v. Chr.) mit den Ausmaßen 120 × 180 Meter, etwa 110 Kilometer westlich des Nils im Wadi Howar gelegen. Die Festung wurde 1984 von Archäologen der Universität Köln entdeckt.

Ausflüge

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