Haselhof (Bindlach)

Haselhof ist ein Gemeindeteil von Bindlach im oberfränkischen Landkreis Bayreuth in Bayern.

Haselhof
Gemeinde Bindlach
Höhe: 394 m ü. NHN
Einwohner: 37 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 95463
Vorwahl: 09208

Geografie

Das Dorf besteht aus zwei Siedlungen. Die aus elf Wohngebäuden bestehende Siedlung (Stand 2022) liegt an der bewaldeten Anhöhe Haselleite (421 m ü. NHN, 0,2 km nördlich). Durch sie führt die Kreisstraße BT 14 nach Theta (1,2 km südwestlich) bzw. nach Hauenreuth (1 km nordöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Heisenstein (0,6 km südöstlich). Die aus zwei Wohngebäuden bestehende Siedlung liegt 0,4 km südöstlich am Bremermühlbach, einem linken Zufluss der Trebgast. Ein Anliegerweg führt zur BT 14.[2]

Geschichte

Haselhof bildete mit Buchhof, Dörflas und Heisenstein eine Realgemeinde. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Haselhof aus 7 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit stand dem bayreuthischen Stadtvogteiamt Bayreuth zu. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Hofkastenamt Bayreuth. Grundherren waren die Verwaltung Ramsenthal (2 Höfe, 2 Viertelhöfe, 1 Söldengut), das Stiftskastenamt Himmelkron (1 Halbhof) und der Langheimer Amtshof (1 Gut).[3]

Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Bayreuth. Mit dem Gemeindeedikt wurde Haselhof dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Ramsenthal zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Haselhof, zu der Dörflas, Heisenstein und Pferch gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Bayreuth zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Bayreuth. Mit dem Gemeindeedikt von 1818 erfolgte die Eingemeindung nach Euben.[4] Am 1. Januar 1978 wurde Haselhof im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Bindlach eingegliedert.

Baudenkmäler

  • Haus Nr. 2: Wohnstallhaus

Einwohnerentwicklung

Jahr 001819001822001861001871001885001900001925001950001961001970001987
Einwohner 3048587464574758534537
Häuser[5] 89999910
Quelle [6][4][7][8][9][10][11][12][13][14][1]

Religion

Haselhof ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Bartholomäus (Bindlach) gepfarrt.[3][13]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 293 (Digitalisat).
  2. Haselhof im BayernAtlas. Entfernungsangaben jeweils Luftlinie.
  3. R. Winkler: Bayreuth, S. 364f.
  4. R. Winkler: Bayreuth, S. 471.
  5. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
  6. A. H. Hoenig (Hrsg.): Topographisch-alphabetisches Handbuch über die in dem Ober-Mainkreise befindlichen Städte, Märkte, Dörfer, Weiler, Mühlen und Einöden. Bayreuth 1820, S. 46 (Digitalisat).
  7. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 844, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  8. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1014, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  9. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, Abschnitt III, Sp. 961 (Digitalisat).
  10. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1006 (Digitalisat).
  11. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1028 (Digitalisat).
  12. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, Abschnitt II, Sp. 889 (Digitalisat).
  13. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, Abschnitt II, Sp. 654 (Digitalisat).
  14. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, S. 149 (Digitalisat).
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